Michael Witlatschil (* 28. Januar 1953 in Südfelde) ist ein deutscher Bildhauer.documenta 8 Katalog: Band 1: Aufsätze; Band 2: Katalog Seite 276; Band 3: Künstlerbuch; Kassel 1987, ISBN 3-925272-13-5.

Leben und Werk Michael Witlatschil wurde 1953 in Westfalen geboren. Er studierte von 1973 bis 1977 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Emil Schumacher und Horst Egon Kalinowski. Von 1979 bis 1981 setzte er sein Studium an der Kunstakademie Münster bei Timm Ulrichs fort. Seit 1978 sind die ersten freistehenden, destabilen Skulpturen entstanden, mit denen er bekannt geworden ist. Michael Witlatschil ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund. Er lebt in Schwetzingen.kuenstlerbund.de: Mitglieder "W" / Michael Witlatschil (abgerufen am 27. August 2015)

Witlatschils Werke, die aus stabilen Eisenpfählen bestehen, die auf angeschrägten Spitzen stehen, versetzen den Betrachter in Staunen und veranlassen ihn, nach einem Trick zu suchen, der diese wackelige Angelegenheit zu einem feststehenden Objekt macht. Die Balance, das Verhältnis von Gewicht, Last, Zug und Druck ist für Witlatschil von grundsätzlicher Bedeutung. Die Skulpturen stehen, nachdem Witlatschil sie, in Konzentration und Ruhe, selbst im Ausstellungsraum aufgebaut hat, in einem Schwebezustand zwischen Gleichgewicht und festem Stand.

Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 1974 Galerie Schillerstrasse Karlsruhe 1984 Michael Witlatschil–Annunziazione Museum Abteiberg, Mönchengladbach 1985 Witlatschil Skulpturen Westfälischer Kunstverein, Münster 1995 Michael Witlatschil Museum Wiesbaden, Wiesbaden

Gruppenausstellungen 1979 Grosse Münchner Kunstausstellung, Haus der Kunst, München 1983 Westdeutscher Künstlerbund, Osthaus Museum Hagen, Hagen 1985 Elementarzeichen. Urformen visueller Information Staatliche Kunsthalle Berlin 1987 documenta 8, Kassel 1994 Künstlerförderung Stiftung Vordemberge-Gildewart Museum Wiesbaden, Wiesbaden 1995 Körper–Leib–Raum Skulpturenmuseum Glaskasten, Marl 1996 Die Waage des Cusanus, Innenhof der Universität HeidelbergUniversität Heidelberg, Oliver Fink Zeichen für die notwendige Utopie des Selbst, abgerufen am 27. August 2015. 1996 Unterwegs, Absprung–Ehemalige stellen aus Kunsthalle Recklinghausen, Recklinghausen 2000 Jürgen Liefmann–Michael Witlatschil Kunstverein Peschkenhaus, Moers 2001 8. Triennale Kleinplastik, Fellbach 2005 Ein Arkadien der Moderne: Villa Romana Neues Museum Weimar, Weimar 2005 Sammel–Leidenschaften Weserburg Museum für moderne Kunst, BremenWeserburg , abgerufen am 26. August 2015. 2005 mit offenem Ende Kunsthalle Recklinghausen, Recklinghausen 2006 Körper–Leib–Raum Märkisches Museum (Witten) 2011 Ansichten VI–Simulation QuadrART Dornbirn, Dornbirn 2015 extra muros: Voor(bij) woorden, Museum van Hedendaagse Kunst Antwerpen, AntwerpenKunstaspekte Michael Witlatschil, abgerufen am 27. August 2015.Website Vita Witlatschil, abgerufen am 27. August 2015.

Auszeichnungen 1982: Förderpreis für Skulptur und Objekt (Kunstverein Münster) 1983: Villa Romana Stipendium in Florenz 1984: Förderpreis Glockengasse 1991/92: Deutsche Akademie Rom Villa Massimo in Rom Arbeitsstipendium Kunstfonds Bonn Vordemberge-Gildewart-Preis

Literatur Michael Witlatschil, Skulpturen von Volker Gerhardt, Thomas Deecke, Karin Stempel, Westfälischer Kunstverein, 1985, ISBN 978-3-92504-7-015

Weblinks Website von Michael Witlatschil

Einzelnachweise

Kategorie:Bildhauer der Moderne Kategorie:Bildhauer (Deutschland) Kategorie:Künstler (documenta) Kategorie:Mitglied im Deutschen Künstlerbund Kategorie:Träger des Rompreises Villa Massimo Kategorie:Deutscher Kategorie:Person (Petershagen) Kategorie:Geboren 1953 Kategorie:Mann Kategorie:Träger des Villa-Romana-Preises