Ludwig Gottlieb August Waaser, ab 1873 von Waaser (* 11. Februar 1804 in Knittlingen; † 21. November 1883 in Ludwigsburg) war ein deutscher Jurist und Abgeordneter im Württembergischen Landtag.

Leben Waaser wurde als Sohn eines Gastwirts geboren und studierte Rechtswissenschaften in Tübingen. Während seines Studiums wurde er 1823 Mitglied der Burschenschaft Germania Tübingen. Nach seinem Abschluss war er von 1831 bis 1838 Gerichtsaktuar in Langenburg und Heilbronn, dann bis 1842 Justitiar bei der Finanzkammer des Schwarzwaldkreises in Reutlingen. Für den Wahlkreis Heilbronn (Amt) wurde Ludwig Waaser 1838 in die zweite Kammer des Württembergischen Landtags gewählt, legte das Mandat allerdings 1842 nieder. Danach war er Universitätsamtmann, ab 1845 Universitätsrat in Tübingen, wo er als Leiter der Universitätsverwaltung arbeitete. 1847 wurde er Regierungsrat bei der Regierung für den Donaukreis. Für diesen wurde er 1870 Vizedirektor der Kreisregierung in Ulm. 1877 ging er in den Ruhestand.

Ehrungen und Auszeichnungen 1847: Ehrendoktor (Dr. iur. h. c.) der Universität Tübingen 1873: Orden der Württembergischen Krone, Ritterkreuz 1. Klasse,Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Württemberg 1877, S. 25 mit dem der persönliche Adel (Nobilitierung) verbunden war Friedrichs-Orden, Kommenturkreuz 2. Klasse

Literatur

Attempto. Nachrichten für die Freunde der Tübinger Universität. Tübingen 1981, S. 40. Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 6: T–Z. Winter, Heidelberg 2005, ISBN 3-8253-5063-0, S. 174.

Einzelnachweise

Kategorie:Landtagsabgeordneter (Württemberg, Zweite Kammer) Kategorie:Verwaltungsjurist Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert) Kategorie:Ehrendoktor der Eberhard Karls Universität Tübingen Kategorie:Träger des Ordens der Württembergischen Krone (Ritter) Kategorie:Kommentur II. Klasse des Friedrichs-Ordens Kategorie:Württemberger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1804 Kategorie:Gestorben 1883 Kategorie:Mann