mini|Rotes Tor Der Seison-kaku () in Kanazawa war die Altersresidenz der Mutter von Maeda Nariyasu, dem 13. Oberhaupt des Maeda-Klans. Im Jahr 1863 am Rande des Parks Kenroku-en errichtet, ist die gut erhaltene Residenz ein Beispiel später japanischer Feudal-Architektur und als Wichtiges Kulturgut registriert. Der 644,71 m² große „Garten des fliegenden Kranichs“ (, Hikaku-tei) ist zudem als „Schöne Landschaft“ (, meishō) klassifiziert.
Übersicht Die Anlage, die dort steht, wo sich einst der Takezawa-Palast befand, hieß ursprünglich Tatsumi-Goten (), da sie sich im Südost-Ecke = Südost wird sino-japanisch son gelesen, oder, da es innerhalb der richtungsweisenden Zwölf Erdzweige die „Drachen-Schlange-Richtung“ ist, auf Japanisch tatsu-mi. des Kenroku-en befindet. Der Haupteingang befindet sich im Südosten, er wird auf der einen Seite flankiert vom Tatsumi-Langhaus (), 31 m lang und 5,5 m breit ist. Es war die Unterkunft der Angestellten und diente daneben als Lagerhaus. Die umlaufenden grauen Kacheln sind mit hervortretenden weißen Rippen eingefasst. Diese Verkleidung wird wegen der grauen Farbe „Seegurken-Wand“ (, Namako-kabe) genannt.
Vom Park her betritt man die Anlage durch das „Rote Tor“ (, Akamon) und steht nach wenigen Schritten vor dem Eingang an der Rückseite der Residenz.
Die einzelnen Räume Räume im Erdgeschoss Der Ayu-Flur (, Ayu no rōka) verläuft parallel zur Nordwestseite der Residenz, parallel zum Empfangsraum dahinter. Der Empfangsraum (, Ekken no ma) besitzt wie üblich eine um einen Fußbreit erhöhte hintere Hälfte mit Tokonoma, Jōdan no ma () genannt, und eine vordere Hälfte, Gedan no ma (). Das Schlafgemach (, Kame no ma) heißt „Schildkröten-Gemach“, da auf den Seitenbrettern (, koshi-ita) Schildkröten gemalt sind. Das Studienzimmer (, Chō no ma) im Shoin-Stil besitzt einen Tokonoma mit hat Seitenbretter, die mit Schmetterlingen (chō) ausgemalt sind. Das kleine Ruhezimmer (, Matsu no ma) ist ebenfalls im Shoin-Stil, aber vereinfacht, ausgeführt. Hier sind die Seitenbretter mit Kiefern (matsu) geschmückt. An einer Wand befindet sich eine aus den Niederlanden importierte Glasmalerei, die einen Vogel zeigt, der auf einem Ring sitzt. Ein langer Umgang (, Tsukushi no roka) erstreckt sich an der Südostseite der Residenz und öffnet sich zu einer Gartenanlage, durch die ein Bach fließt.
Räume im Obergeschoss Der kleine aufgesetzte Dach Pavillon ist, was Decke, Wände, Farbgebung anbetrifft, in einer Art Sukiya-Stil ausgeführt. Es befinden sich dort sieben kleinere Räume. Der Gunjō-Raum (, ~ no ma) hat seinen Namen von der in Ultramarinblau ausgemalten Decke. Der Ajiro-Raum (, ~ no ma) hat seinen Namen von seiner Flechtwerk-Deckendekoration. Der Etchū-Raum (, ~ no ma) hat seinen Namen von seiner Decke, die aus Zedern vom Berg Tate-yama in der Provinz Etchū.Heute Präfektur Toyama.
Anmerkungen
Literatur Faltblatt des Pavillon (japanisch und englisch) Ishikawa-ken no rekishi sampo henshu iinkai (Hrsg.): Ishikawa-ken no rekishi sampo. Yamakawa Shuppan, 2013, ISBN 978-4-634-24617-1.
Weblinks
Seison-kaku Homepage
Einzelnachweise
Kategorie:Bauwerk in der Präfektur Ishikawa Kategorie:Wichtiges Kulturgut Japans Kategorie:Kanazawa Kategorie:Landschaftlich Schöner Ort Japans