mini|hochkant=1.2|Stolpersteine in Lomnice u Tišnova für vier Ermordete der Familie Liebesný/Weissbart und für einen Überlebenden Die Liste der Stolpersteine in Lomnice u Tišnova enthält die Stolpersteine in der tschechischen Stadt Lomnice u Tišnova (dt. Lomnitz) im Bezirk Brno-venkov, die an das Schicksal der Menschen erinnern, die von den Nationalsozialisten ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Verlegungen erfolgten am 6. November 2011 am Grundstück Josefa Uhra 231 und am 14. September 2013 am Grundstück Josefa Uhra 198.

Das tschechische Stolpersteinprojekt Stolpersteine.cz wurde 2008 durch die Česká unie židovské mládeže (Tschechische Union jüdischer Jugend) ins Leben gerufen und hat sich 2015 aufgelöst.Zdeňka Kuchyňová: Praha má na chodnících své první pamětní kameny holocaustu, Bericht des tschechischen Rundfunksenders Radio Praha vom 19. Oktober 2008, online auf: www.radio.cz/...Bericht der Vereinigung Stolpersteine.cz, online auf: Stolpersteine CZ ve stavu hibernace. Záslužný projekt chce oživit Federace židovských obcí, in: Židovské listy, Zeitschrift der Federace židovských obcí (Föderation jüdischer Gemeinden), online (archiviert) auf: zidovskelisty.blog.cz/ Die Stolpersteine werden auf Tschechisch stolpersteine genannt, alternativ auch kameny zmizelých (Steine der Verschwundenen).

Verlegte Stolpersteine In Lomnice u Tišnova wurden folgende Stolpersteine verlegt:

Stolperstein Übersetzung Verlegort Name, Leben 120px HIER LEBTEARNOŠT BLEIWEISGEB. 19141942 EINTRITT IN DIE ARMEEGEFALLEN 8.3.1943IN DER SCHLACHT VON SOKOLOV Josefa Uhra 198 wurde am 17. August 1914 in Lomnice u Tišnova geboren. 1942 trat er in die Tschechoslowakische Exilarmee in der Sowjetunion ein. Er ist am 8. März 1943 bei Sokolov gefallen. Postum erhielt er das Tschechoslowakisches Kriegskreuz 1939 verliehen. 1948 wurde ihm die Sokolovská Gedenkmedaille verliehen.valka.cz: Bleiweis, Arnošt, abgerufen am 16. April 2016 Sein Name ist auf einem Denkmal in Lomnice u Tišnova eingraviert.vets.cz: Spolek pro vojenská pietní místa, abgerufen am 16. April 2016 120px HIER LEBTEJINDŘICH BLEIWEISGEB. 1879DEPORTIERT1942 NACH THERESIENSTADT1942 NACH REJOWIECERMORDET Josefa Uhra 198 wurde am 25. Mai 1879 geboren. Er bekam die No. 564 und wurde – gemeinsam mit Frau und Tochter – mit Transport Ah am 4. April 1942 von Brno ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Bereits zwei Wochen später, am 18. April 1942, wurde er mit No. 559 und Transport Ap ins Ghetto Rejowiec weiter deportiert. Jindřich Bleiweisová wurde ein Opfer der Shoah.holocaust.cz: Jindřich Bleiweis, abgerufen am 15. April 2016 120px HIER LEBTEAUGUSTABLEIWEISOVÁGEB. 1907DEPORTIERT1942 NACH THERESIENSTADT1942 NACH REJOWIECERMORDET Josefa Uhra 198 wurde am 8. Januar 1907 geboren. Sie bekam die No. 566 und wurde – gemeinsam mit Mutter und Vater – mit Transport Ah am 4. April 1942 von Brno ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Bereits zwei Wochen später, am 18. April 1942, wurde sie mit No. 561 und Transport Ap ins Ghetto Rejowiec weiter deportiert. Augusta Bleiweisová wurde ein Opfer der Shoah.holocaust.cz: Augusta Bleiweisová, abgerufen am 15. April 2016 120px HIER LEBTEBERTA BLEIWEISOVÁGEB. 1880DEPORTIERT1942 NACH THERESIENSTADT1942 NACH AUSCHWITZERMORDET Josefa Uhra 198 wurde am 20. Januar 1880 geboren. Sie bekam die No. 565 und wurde – gemeinsam mit Mann und Tochter – mit Transport Ah am 4. April 1942 von Brno ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Bereits zwei Wochen später, am 18. April 1942, wurde sie mit No. 560 und Transport Ap ins Ghetto Rejowiec weiter deportiert. Berta Bleiweisová wurde ein Opfer der Shoah.holocaust.cz: Berta Bleiweisová, abgerufen am 15. April 2016 120px HIER LEBTEDR. JUR. JAN LÍBEZNÝGEB. 1923DEPORTIERT1942 NACH THERESIENSTADT1942 NACH REJOWIECÜBERLEBT Josefa Uhra 231 (ursprünglich Liebesný) wurde am 6. Dezember 1923 als Sohn von Otto Liebesný und Markéta Liebesná in Lomnice u Tišnova geboren. Nach dem Besuch der städtischen Schule in Tišnov arbeitete er in ver­schiedenen Berufen. 1942 wurde er vom NS-Regime ins Ghetto Theresienstadt deportiert, 1944 ins KZ Auschwitz und im gleichen Jahr in das KZ-Außenlager Schwarzheide. Im April 1945 wurde Jan Líbezný ins KZ Sachsenhausen überstellt. Als einziges Mitglied seiner Familie überlebte er das NS-Regime. Nach seiner Rück­kehr in die Tschecho­slowakei im Jahr 1945 ließ er seinen Namen tschechisieren.Stolpersteine v Lomnici (Stolpersteine in Lomnice), eine Dokumentation des Lomnicer Verschönerungsvereins „Okrašlovací spolek pro Lomnici a okolí“ (OSLO) über Juden in Lomnice, online auf: ; gekürzte englische Fassung auf: Er lernte Zdenka Blahoňovská kennen, heiratete sie 1947 und zog zu ihr nach Tišnov. Gemeinsam hatten sie zwei Töchter. 1951 über­siedelte die Familie nach Trutnov. Jan Líbezný studierte Rechtswissenschaften und wurde Rechts­anwalt. Er starb am 27. Juni 2006 in Trutnov, wo er auch begraben wurde. 120px HIER LEBTELILLY LUISA LIEBESNÁGEB. 1927DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDET 1944IN AUSCHWITZ Josefa Uhra 231 wurde am 18. März 1927 in Lomnice u Tišnova als Tochter von Otto Liebesný und Markéta Liebesná geboren. Sie wurde ge­meinsam mit Mutter, Vater und Bruder im April 1942 mit dem Trans­port Ah nach Theresienstadt deportiert, am 18. Mai 1944Miroslav Kárný: Terezínská pamětní kniha, Terezínská iniciativa, 1995, S. 456 mit dem Transport Eb weiter nach Auschwitz-Birkenau.Lily Luisa Liebesná, Opferdatenbank holocaust.cz Während der Liqui­da­tion des sogenannten Theresienstädter Familienlager wurde sie mit Mutter und Vater zwischen dem 10. Juli und 12. Juli 1944 in der Gas­kammer ermordet. Nur ihr Bruder Jan Líbezný über­lebte das NS-Regime. 120px HIER LEBTEMARKÉTA LIEBESNÁGEB. WEISSBARTOVÁGEB. 1898DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDET 1944IN AUSCHWITZ Josefa Uhra 231 , geb. Weissbartová, war die Tochter von Ida Weissbartová geb. Popperová (1876–1942) und wurde am 13. November 1898 in Lomnice u Tišnova geboren. Sie heiratete Otto Liebesný, das Paar lebte in Lomnice und hatte zwei Kinder: Jan und Lilly Luisa. 1940 nahmen sie ihre Mutter Ida Weissbartová im Haushalt mit auf. Am 29. März 1942 Ida Weissbartová ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Im April 1942 wurden die anderen Familienmitglieder in Haft genommen. Markéta Liebesná wurde mit ihrem Mann und ihren Kindern am 4. April 1942 mit dem Transport Ah Nr. 527 von Brünn nach Theresienstadt und am 18. Mai 1944 mit dem Transport Eb Nr. 2056 von Theresienstadt nach Auschwitz-Birkenau deportiert, wo sie zwischen dem 10. und 12. Juli 1944 gemeinsam mit ihrer Tochter und ihrem Ehemann vergast wurde. Ihr Sohn Jan konnte überleben.Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer, Yad Vashem Marketa Liebesna, abgerufen am 29. Mai 2016. 120px HIER LEBTEOTTO LIEBESNÝGEB. 1894DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDET 1944IN AUSCHWITZ Josefa Uhra 231 wurde am 6. Januar 1894 in Lomnice u Tišnova geboren. Er war einer von zwei Söhnen von Louisa (1861–1921) und Moritz Liebesný (1850–1925). Sein Vater war Kaufmann. Auf dem jüdischen Friedhof in Lomnice befinden sich die Grabsteine seiner Eltern. Otto Liebesný heiratete Markéta Weisbartová, das Paar hatte zwei Kinder: Jan und Lilly Luisa. Eltern und Kinder wurden mit Transport Ah am 4. April 1942 von Brno ins Ghetto Theresienstadt de­portiert und von dort am 18. Mai 1944 ins KZ Auschwitz. Otto Liebesný wurde gemeinsam mit Ehefrau und Tochter zwischen dem 10. Juli und 12. Juli 1944 vom NS-Regime in der Gas­kammer ermordet. Nur sein Sohn über­lebte.Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer, Yad Vashem Otto Liebesny, abgerufen am 29. Mai 2016. 120px HIER LEBTEIDA WEISSBARTOVÁGEB. POPPEROVÁGEB. 1876DEPORTIERT 1942NACH THERESIENSTADTERMORDET 1942IN IZBICA Josefa Uhra 231 , geb. Popperová, wurde am 6. Februar 1876 in Lomnice u Tišnova geboren. Sie war die Mutter von Markéta Liebesná. Im Jahr 1940 zog sie zu ihrer Tochter, ihrem Schwieger­sohn und den Enkel­kindern. Sie wurde am 29. März 1942 mit dem Trans­port Ae Nr. 321 von Brünn ins KZ Theresienstadt und am 27. April 1942 mit dem Transport Aq Nr. 762 von Theresien­stadt ins Ghetto Izbica bei Lublin in Polen deportiert,Ida Weissbartová, Kurzinfo in der Opferdatenbank des Portals holocaust.cz, online auf: holocaust.cz/databaze… wo sie noch im selben Jahr er­mordet wurde.

Siehe auch Jüdische Gemeinde Lomnice u Tišnova

Weblinks

Stolpersteine.eu, Chronologie der Verlegungen

Einzelnachweise

Lomnice u Tisnova Stolpersteine