Aufham ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Anger und eine Gemarkung im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land. Bis Ende April 1978 bestand die Gemeinde Aufham.
Geographie Die Gemarkung Aufham (099939) umfasst 10,245 km² und 1857 Einwohner.
Geschichte Die Besiedelung des Ortes reicht bis in die jüngste Steinzeit zurück. Auf dem Bergrücken des Högl, am linken Ufer der Saalach, sind Funde wie Bronzeschwerter, Äxte und Urnen, aber auch Reste römischer Bauten zu verzeichnen.Allgemeine Infos – Geschichte zu Aufham auf der offiziellen Internetpräsenz der Gemeinde Anger
Die auf die Silben „-ing“ und „-ham“ endenden frühbayerischen Ortsnamen rund um Anger weisen darauf hin, dass der Högl im frühen Mittelalter von den Bayern besiedelt wurde. Für eine Siedlungskontinuität sprechen u. a. auch die bajuwarischen Reihengräber des 6. bis 8. Jahrhunderts in Aufham.
Aufham kam um 1000 als Schenkungsgut an das Kloster St. Peter in Salzburg. Den wirtschaftlichen, kulturellen und geistig religiösen Mittelpunkt der Gegend bildete dann vom frühen 12. Jahrhundert bis 1817 das Augustiner-Chorherrenstift Höglwörth, das auch Aufham seelsorgerisch betreute. Als Gotteshaus diente in Aufham bereits eine 1312 erbaute Kirche, an deren Stelle im 15. Jahrhundert die spätgotische Saalkirche St. Jakobus major errichtet wurde.Siehe S. 72 In: Georg_Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Bayern IV, München und Oberbayern. Deutscher Kunstverlag, München 2006. ISBN 978-3-422-03115-9. Höglwörth blieb bis 1817 als einziges Stift in Bayern von der Säkularisation verschont, da es mit Aufham erst 1810 als Teil des ehemals Salzburgischen Rupertiwinkels an Bayern fiel.
1818 entstand die Gemeinde Aufham durch das bayerische Gemeindeedikt. Gemeinsam mit den anderen Gemeinden des Landkreises Berchtesgaden ist Anger am 1. Juli 1972 dem neuen und erweiterten Landkreis Bad Reichenhall angegliedert worden, der am 1. Mai 1973 in Landkreis Berchtesgadener Land umbenannt wurde.
Die Gemeinde Aufham bestand 1970 aus den Gemeindeteilen Aufham, Jechling, Reitberg und Unterberg und wurde zum 1. Mai 1978 nach Anger eingemeindet.
Wappen
Baudenkmäler In der Liste der Baudenkmäler in Anger (Berchtesgadener Land) sind für Aufham drei Baudenkmäler aufgeführt:
Katholische Filialkirche St. Jakobus majorGeorg_Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Bayern IV, München und Oberbayern. Deutscher Kunstverlag, München 2006, ISBN 978-3-422-03115-9, S. 72. Gasthaus Altwirt Bauernhaus
Weblinks
Offizielle Internetpräsenz der Gemeinde Anger
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Berchtesgadener Land Kategorie:Geographie (Anger, Berchtesgadener Land) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Berchtesgadener Land) Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Berchtesgadener Land