Robert Karl Tischler (* 16. Oktober 1885 in Frontenhausen; † 1959 in München) war ein deutscher Garten- und Landschaftsarchitekt. Als Chefarchitekt des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge war er von 1926 bis 1959 für die Gestaltung einer Vielzahl von deutschen Kriegsgräberstätten verantwortlich.
Leben Robert Tischler wurde 1885 im bayerischen Frontenhausen geboren. Sein Vater Ignaz Tischler war Medizinalrat in München, seine Mutter hieß Rosa Tischler, geborene Erl.Luftstreitkräfte, Flieger-Abteilungen, Bayerische Flieger-Abteilung 304, Rekruten-Depot I, 1798-2769 - Kriegsstammrolle 3
Tischler war ab 1926 Chefarchitekt des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge.Die Zeit: Helden von gestern »Vergessen über den Gräbern«, 1987, Ausgabe 47. (Online) In dieser Funktion entwarf er verschiedene deutsche Kriegsgräberstätten.Birgit Urmson: German and United States Second World War Military Cemeteries in Italy, Cultural Perspectives. (Several chapters on Tischler and his work in Italy.) Peter Lang, Nov. 2018. ISBN 978-3-0343-3516-4 Tischler trat zum 1. März 1932 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 992.706).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/44851075 1937 wurde er als ordentliches Mitglied in die Preußische Akademie der Künste berufen. Zeitgleich mit Tischler wurden in die Sektion der Architekten Woldemar Brinkmann, Roderich Fick, Leonhard Gall, Hermann Giesler, Clemens Klotz, Werner March, Ernst Sagebiel, Fritz Schumacher und Albert Speer aufgenommen.Umgestaltung der Akademie der Künste. In: Billstedter Zeitung, Horner Zeitung, 17. Juli 1937, S. 5. (Online)
Tischler war bis zu seinem Tod 1959 Chefarchitekt des Volksbunds.
Rezeption In den letzten Jahren stehen seine Kriegsgräberstätten aus der Nachkriegszeit zunehmend unter Kritik, da sie eine starke Kontinuität der Ikonografie und Symbolik aus dem Nationalsozialismus haben. Vor allem stehen seine Totenburgen in Kontroverse.
Werke (Auswahl)
Deutscher Soldatenfriedhof in Langemark, 1930–1932 Deutsche Kriegsgräberstätte in Bitola (Mazedonien). 1929–36 Deutscher Soldatenfriedhof in Nazareth, 1934/35 1936/1938 Nemška kostnica Beinhaus in Tolmin Schlesier-Ehrenmal, Waldenburg Deutscher Soldatenfriedhof Menen Kriegsgräberstätte Vossenack „Thingplatz“ am Fuß des St. Annaberges, OberschlesienAlexander Knaak: Prolegomena zu einem Corpuswerk der Architektur Friedrichs II. von Hohenstaufen im Königreich Sizilien: (1220–1250), Jonas-Verlag, Marburg 2001. ISBN 3-89445-278-1, S. 135. (eingeschränkte Vorschau bei Google Book Search). Ehrenfriedhof Lohrer Wald, 1951/53 Deutsche Kriegsgräberstätte El Alamein, 1955
Literatur Christian Fuhrmeister: Robert Tischler, Chefarchitekt 1926-1959. Ein Desiderat. In: RIHA Journal, ISSN 2190-3328, Nr. 159 (27. Juni 2017), .
Einzelnachweise
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