Justice League ist ein US-amerikanischer Actionfilm von 2017 über die Gerechtigkeitsliga, eine Gruppe von Superhelden, die in Deutschland ebenfalls unter der Bezeichnung Justice League bekannt ist. Die Comicverfilmung ist der fünfte Teil des DC Extended Universe.

Regie bei den Dreharbeiten führte Zack Snyder, der auch für Man of Steel und Batman v Superman: Dawn of Justice verantwortlich war. Während der Postproduktion wurde er durch Joss Whedon ersetzt; Snyder wird jedoch entsprechend der DGA-Regeln als Regisseur angeführt.

Eine Schnittversion des Filmes in seiner von Zack Snyder intendierten Form, bekannt als Snyder Cut, wurde 2021 unter dem Titel Zack Snyder’s Justice League auf dem Streamingdienst HBO Max veröffentlicht.Borys Kit: „It Will Be an Entirely New Thing“: Zack Snyder’s $20M-Plus ‘Justice League’ Cut Plans Revealed. In: The Hollywood Reporter. 20. Mai 2020, abgerufen am 22. Mai 2020.

Handlung Nach dem Tod Supermans in Batman v Superman: Dawn of Justice trauert die Welt um ihn. Zur gleichen Zeit kehrt auf Themyscira, der Insel, auf der die Amazonen leben, der Schurke Steppenwolf mit einer Armee aus Paradämonen auf die Erde zurück. Um seine Rückkehr zu verhindern, wurden drei Mutterboxen auf der Erde verteilt: Eine ging in die Hände der Amazonen, eine zu den Atlantern und die letzte wurde zu den Menschen gegeben. Nur mit ihrer vereinten Kraft wäre es Steppenwolf möglich, die Erde zu erobern. Bei seinem Angriff auf Themyscira schafft es Steppenwolf, die Mutterbox der Amazonen und wenig später die der Atlanter in seine Gewalt zu bringen. Nur die Mutterbox der Menschen, welche mittlerweile von der Organisation S.T.A.R. Labs bewacht wird, ist für ihn nicht auffindbar.

Gleichzeitig versucht Batman ein Team aus Superhelden zusammenzurufen, um Steppenwolf abermals zu besiegen. Er rekrutiert nacheinander Wonder Woman, The Flash, Aquaman und schließlich Cyborg. Gemeinsam schaffen sie es, die letzte Mutterbox zu finden. Batman entscheidet sich dazu, die Energie der Mutterbox zur Wiederbelebung Supermans zu nutzen. Die Wiederbelebung ist erfolgreich, jedoch hat Superman seine Erinnerungen verloren und kämpft gegen die Justice League. Er erkennt Batman wieder, der ihn kurz vor seinem Ableben herausgefordert hat, und attackiert ihn. Dieser kann sich retten, indem er Supermans Freundin Lois Lane hinzuholt. Mit Hilfe von Lois kommen Supermans Erinnerungen langsam wieder zurück. Damit er sich erholen kann, ziehen sich Lois und Superman in ihr ehemaliges Haus auf dem Land zurück.

Da die letzte Mutterbox nun unbewacht ist, schafft es Steppenwolf mühelos, sie an sich zu nehmen. Im Besitz aller drei Mutterboxen will er sie vereinen, um deren gesamte Energie zu nutzen. Die Gruppe fliegt ohne Superman in Batmans Truppentransporter nach Russland, wo Steppenwolf einen Schutzschild über den Mutterboxen errichtet hat. Batman zerstört den Schutzschild, damit die anderen vier Steppenwolf bekämpfen können. Überraschenderweise erscheint Superman auf der Bildfläche. Cyborg und Superman schaffen es, die Boxen zu trennen; Wonder Woman zerstört Steppenwolfs Axt. Als er erkennt, dass er ohne seine Waffe wehrlos ist, wird Steppenwolf selbst von Furcht befallen, worauf er von seinen eigenen Paradämonen attackiert wird. Durch ein entstehendes Wurmloch verschwinden er und die Paradämonen, nur sein Helm bleibt zurück.

Nach dem Kampf entscheidet sich Batman dazu, die Gruppe bestehen zu lassen und sogar weitere Superhelden zu rekrutieren. In einer Post-Credit-Szene veranstalten Superman und The Flash ein Wettrennen zum Pazifik, in einer zweiten Szene ist Lex Luthor aus dem Gefängnis ausgebrochen und rekrutiert den Kopfgeldjäger Deathstroke, um eine eigene Liga aus Superschurken zu bilden.

Produktion Justice League: Mortal Bereits 2007 gab es Pläne für einen Film mit einem Budget von 220 bis 250 Millionen US-Dollar, der 2009 unter dem Titel Justice League: Mortal () in die Kinos kommen sollte. Allerdings streikten im November 2007 die Drehbuchautoren in Folge des Autorenstreiks von Hollywood für drei Monate und die Arbeiten verzögerten sich zusätzlich durch die Suche nach geeigneten Schauplätzen und eine geeignete Besetzung um weitere sechs Monate. Schließlich feierten DC Comics und Warner Bros. 2008 mit dem Film The Dark Knight große finanzielle Erfolge und stellten den Film Justice League: Mortal vorerst ein, um sich auf Filme über einzelne Figuren zu konzentrieren. Zwischen der Veröffentlichung von The Dark Knight und der Bekanntgabe von Justice League veröffentlichte Warner Bros. unter anderem die Filme Watchmen – Die Wächter, Jonah Hex, Green Lantern, The Dark Knight Rises und Man of Steel. Mit der Ankündigung von Justice League galt Justice League: Mortal endgültig als gescheitertes Projekt. Die Regie hätte von George Miller geführt werden sollen und Superman hätte durch D. J. Cotrona, Batman durch Armie Hammer, Wonder Woman durch Megan Gale, The Flash durch Adam Brody, Green Lantern durch Common sowie Aquaman durch Santiago Cabrera verkörpert werden sollen.

Neben einer vollständigen Besetzung waren die Sets und die Kostüme bereits in Produktion. Der Film wäre vor Marvel’s The Avengers, mit dem Justice League häufig verglichen wird, erschienen. Das Drehbuch wurde von Michele und Kiernan Mulroney verfasst und wurde im Juni 2007 an Warner Bros. übergeben. Das Drehbuch wurde später veröffentlicht. Snyder verlautete, dass er zahlreiche Inspirationen durch den Comicbuchzeichner Jack Kirby in Justice League einfließen ließ.

Entstehung mini|hochkant|Zack Snyder, Regisseur von Justice League Im August 2012, nachdem der Konkurrent Marvel mit dem Film Marvel’s The Avengers, der von einem Superheldenteam handelt, einen finanziellen Erfolg gefeiert hatte, und während sich der Film Man of Steel, der erste Film des DC Extended Universe noch in Produktion befand, beauftragte Warner Bros. Will Beall, ein Drehbuch für einen Justice-League-Film zu verfassen. Am 11. April 2013 bestätigte Jeff Robinov, Vorsitzender von Warner Bros., dass in Man of Steel kleine Hinweise auf andere Charaktere außerhalb des DC-Universums vorzufinden sein würden und dass im Filmuniversum, in dem Man of Steel spielt, weitere Figuren aus dem DC-Universum sein könnten, sodass ein Justice-League-Film als eine Fortsetzung möglich wäre. Auch Zack Snyder, Regisseur von Man of Steel und später auch von Justice League, bestätigte im selben Monat, dass es in Man of Steel Referenzen zu anderen Figuren aus dem DC-Universum geben werde. Allerdings wurde bekannt, dass Christopher Nolan, Regisseur der Batman-Filme Batman Begins, The Dark Knight und The Dark Knight Rises, sowie Produzent des Films Man of Steel, sich an einer eventuellen Produktion eines Justice-League-Films nicht beteiligen würde. Robinov meinte, dass man auch ohne Nolan einen Justice-League-Film produzieren würde. Außerdem solle Man of Steel tonangebend für die weiteren Filme des DC Extended Universe sein. Ebenfalls bestätigte er, dass das Universum unabhängig von Nolans Filmtrilogie sei, obwohl dieser anfangs am DC Extended Universe noch mitarbeitete. Vor der Erscheinung von Man of Steel bestätigte David S. Goyer, dass es die Intention von Man of Steel sei, dass auch andere Superhelden im Filmuniversum leben können. Allerdings sei es lediglich eine mögliche Option, dass diese als Justice League zusammenkommen.

Mit der Veröffentlichung von Man of Steel wurde Goyer, der im Vorfeld einen Vertrag über drei Filme unterschrieb, damit beauftragt, eine Fortsetzung als auch ein Drehbuch über die Justice League zu schreiben. Die Fortsetzung entpuppte sich später als Batman v Superman: Dawn of Justice, in dem, mit Figuren wie Henry Cavill als Superman, Ben Affleck als Batman und Gal Gadot als Wonder Woman, bereits weitere Figuren aus der späteren Justice League vorkommen. Der Batman im DC Extended Universe ist nicht dieselbe Figur wie in Nolans Filmtrilogie, sondern stellt eine Rebootversion jener Figur dar. Die Drehbuchversion, die Beall bereits verfasst hatte, wurde laut Goyer gänzlich verworfen.

Im April 2014 wurde Zack Snyder, der neben Man of Steel auch für den Film Batman v Superman: Dawn of Justice im Regiestuhl saß, als Regisseur bestätigt. Der Film wurde von Charles Roven und Deborah Snyder produziert, während Benjamin Melniker, Michael E. Uslan, Wesley Coller, David S. Goyer und Geoff Johns als ausführende Produzenten fungierten. Im folgenden Juli gab Warner Bros. bekannt, dass Chris Terrio Goyers Skript Korrektur lesen wird. Terrio hatte bereits Goyers Drehbuch zu Batman v Superman: Dawn of Justice überarbeitet. Er sorgte für eine etwas weniger düstere Skriptversion und für Abstimmung mit den anderen von DC geplanten Filmen. Terrio erarbeitete den Charakter von Cyborg in enger Abstimmung mit Ray Fisher. Knapp drei Monate später gab Warner Bros. bekannt, dass die Justice-League-Verfilmung als Zweiteiler geplant sei: Der erste Teil sollte dabei als fünfter Film des DC Extended Universe am 17. November 2017 erscheinen; der zweite Teil sollte nach weiteren Verfilmungen aus dem Filmuniversum am 14. Juni 2019 folgen. Snyder sollte bei beiden Filmen Regie führen. Am 3. Juli 2015 bestätigte Warner Bros., dass nun das vollendete Drehbuch zu Justice League fertig sei.

Als am 11. April 2016 die Dreharbeiten begannen, wurde bekannt gegeben, dass Fabian Wagner als Kameramann für den Film fungierte. Im Mai 2016 wurde Ben Affleck als Executive Producer für den Film hinzugezogen. Nachdem Batman v Superman: Dawn of Justice nicht den erhofften Erfolg hatte, gab Warner Bros. im selben Monat bekannt, dass Geoff Johns und Jon Berg als Produzenten für den Film fungierten. Im folgenden Monat gab Johns bekannt, dass der erste Film über die Gerechtigkeitsliga im DC Extended Universe mit Justice League betitelt wurde. Zuvor war der Film als Justice League Part One beziehungsweise The Justice League Part One bekannt. Im Vergleich zu Batman v Superman: Dawn of Justice wurde Justice League als ein hellerer und leichterer Film bezeichnet.

Besetzung Als Justice League am 14. Oktober 2014 offiziell angekündigt wurde, wurde bestätigt, dass Henry Cavill als Superman und Ben Affleck als Batman in ihre Rollen zurückkehren würden. Im Januar 2014 veröffentlichte die Filmzeitschrift Variety einen Artikel, in dem es heißt, dass Gal Gadot, die einen Vertrag für Wonder Woman für drei Filme unterschrieb, auch im Film über die Justice League als Amazonenprinzessin auftreten wird. Zu dem Zeitpunkt war noch nicht bekannt, dass der Justice-League-Film ein Zweiteiler werden soll. Für Cavill, Affleck und Gadot ist Justice League bereits der dritte Auftritt in ihren Rollen im DC Extended Universe: Cavill verkörperte Superman bereits 2013 in Man of Steel, Affleck spielte Batman im 2016 erschienenen Film Suicide Squad und Gadot spielte Wonder Woman im ebenfalls Wonder Woman betitelten Film, der fünf Monate vor Justice League veröffentlicht wurde. Zudem verkörperten alle drei Schauspieler jeweils ihren Charakter im 2016 erschienenen Film Batman v Superman: Dawn of Justice.