Awfully Deep ist das dritte reguläre Studioalbum des britischen Hip-Hop-Künstlers Roots Manuva. Es erschien im Januar 2005 bei Big Dada Recordings, einem Sublabel von Ninja Tune.
Entstehung Awfully Deep erschien 2005 als drittes reguläres Album von Roots Manuva, vier Jahre nach dem sehr erfolgreichen Run Come Save Me (in der Zwischenzeit wurde lediglich das Remix-Album Dub Come Save Me veröffentlicht). Es fiel in die Zeit, in der Grime, ein typisch britischer Hip-Hop-Stil mit sehr starken elektronischen Elementen, sehr populär war. Im Gegensatz zu dem sehr energischen, aggressiven Grime ist Awfully Deep ein eher ruhiges, introvertiertes Album. Gleichwohl ist es, wie bereits die früheren Alben Manuvas, reich an Dub-Anklängen.
Fast alle Lieder auf Awfully Deep wurden von Manuva selbst produziert. Da im Produktionsprozess ca. 50 verschiedene Tracks entstanden waren, wurde kurz nach Awfully Deep unter dem Titel Alternately Deep eine Art Fortsetzung veröffentlicht.
Das Album erschien auch in einer Limited Edition-Version, die aus zwei CDs besteht. Die zweite, Bonus-CD trägt den Titel The Noodle Pack und beinhaltet fünf alternative Versionen von Liedern des eigentlichen Albums. Sie ist untertitelt mit Demos, Versions and Exclusions.
Titelliste mini|Roots Manuva bei einem Konzert 2012 in Auckland. Mind 2 Motion Awfully Deep Cause4Pause Colossal Insight Too Cold A Haunting Rebel Heart Chin High Babylon Medicine Pause4Cause Move Ya Loin (feat. Lotek) Thinking The Falling Toothbrush
The Noodle Pack Chin High (Manuvadelics Version) Too Cold (Demo Version) Colossal Insight (Manoustic at Reading) Rebel Heart (Manuvadelics Version) The Falling (Demo Version)
Rezeption Laut Metacritic hat Awfully Deep eine durchschnittliche Bewertung von 80/100. Das Portal zählte 16 überwiegend positive und lediglich drei negative Rezensionen. In den britischen Charts erreichte das Album den 24. Platz.
Mehrere Kritiker bemängelten trotz ansonsten positiver Urteile, dass Manuva sich entschied, nicht mit der Zeit zu gehen und sich in der Nähe des Grime aufzustellen, was vermeintlich eine logische Weiterentwicklung nach Run Come Save Me gewesen wäre. Als besonders gut wurden solche Lieder herausgehoben, die „nicht zu weit entfernt von Grime klingen“,„tracks that don't sound too far removed from grime“ wie Rebel Heart, Chin High oder A Haunting.
Auf laut.de wurde das Album mit der Höchstbewertung von fünf Sternen gewürdigt:
Eine überschwängliche Rezension des Albums erschien im Guardian, wo Manuvas Musik als „brillant geistreicher, teuflisch klangvoller Hip-Hop“„brilliantly witty, devilishly tuneful hip-hop“ bezeichnet wurde. Der Rezensent lobte, dass Manuva nicht den vermeintlich typisch amerikanischen Machismus aufweise.
Einzelnachweise
Kategorie:Album (Hip-Hop) Kategorie:Album 2005 Kategorie:Roots Manuva