Friedrich „Fritz“ Skorzeny (geboren am 15. Dezember 1900 in Wien; gestorben am 20. September 1965 in München) war ein österreichischer Komponist und Musikkritiker.
Leben Skorzeny erhielt privaten Unterricht in Violine und Musiktheorie beim Bruckner-Schüler Camillo Horn. Als 15-Jähriger war er Preisträger eines Jugendmusikwettbewerbs. Danach arbeitete er als freischaffender Komponist, Musikpädagoge und Musikschriftsteller in Wien.
Er war unter anderem als Musikkritiker für die Neue Österreichische Tageszeitung (ab 1950) und eine Reihe in- und ausländischer Zeitungen tätig.ZVAB: Skorzeny Fritz Komponist Und Musikkritiker 1900 1965, abgerufen am 18. August 2015
Laut einer zeitgenössischen Kritik stellen seine kammermusikalischen Werke die „Synthese bodenständigen Musikantentums und einer Tiefgründigkeit“ dar, die an Hans Pfitzner erinnere. Kontakte sind verbürgt mit dem Schriftsteller Waldemar Bonsels, mit dem er korrespondierte, mit dem Kontrabassisten Alfred Planyavsky, dem er mehrere Werke widmete, und mit dem Pianisten August Schmid-Lindner, mit dem er befreundet war. Für die Zehn Stücke seines Komponistenkollegen Armin Kaufmann verfasste er ein Vorwort.Armin Kaufmann: Zehn Stücke, Musik für Gitarre, Wien: Hladky 1956 Seine Fantasie-Sonate für Klavier und Violine (1950) ist der Erinnerung an die im Jahr zuvor bei einem Flugzeugabsturz auf den Azoren ums Leben gekommene Geigerin Ginette Neveu (1919–1949) gewidmet. Seine Vokalwerke beruhen unter anderem auf Gedichten von Bonsels, Lenau, Morgenstern und Rilke. Seine Werke sind im Musikverlag Doblinger (Wien, München) erschienen, der eine Reihe seiner Titel nach wie vor auf Lager hält.Musikverlag Doblinger, Werke von Fritz Skorzeny, abgerufen am 18. August 2015
Skorzeny wurde am Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 84, Reihe 44, Grab 9) bestattet.
Werke (Auswahl) Orchesterwerke Symphonische Suite, 1952 Konzert für Oboe, Streicher und Harfe, 1955 Concerto grosso, 1965
Vokal- und Chorwerke Das Karussell für Männerchor und Orchester, nach Texten von Rainer Maria Rilke, 1942 Ein Lebensfrühling für Sopran und Orchester, 1943 Vier Lieder nach Gedichten von Nikolaus Lenau Drei Kinderlieder nach Christian Morgenstern, 1956 Praterfrühling, a-cappella-Chöre, 1956
Kammermusik Duo-Studien für Violine und Viola, 1948–1949 Fantasie-Sonate für Klavier und Violine in A-Dur, 1950 Sonate für Viola und Klavier, 1952 Erste Suite für Violine, Viola und Kontrabass, 1954/55 Zweite Suite für Violine, Viola und Kontrabass, 1954 Zwei Sonatinen für Kontrabass und Klavier, 1961 Eine Nachtmusik für 5 Bläser, 1963 3 Streichquartette Trio für Querflöte, Viola und Gitarre Pro Juventute, Streichtrio Tempora mutantur, Sieben kleine Klavierstücke
Auszeichnungen 1955: Staatspreis für Musik der Republik Österreich 1961: Theodor-Körner-Preis 1961: Berufstitel Professor, verliehen vom Präsidenten der Republik 1965: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse
Literatur Waldemar Bonsels und seine Komponistenfreunde Fritz Skorzeny und August Schmid-Lindner, Wiesbaden: Harrassowitz 1991 (2 Bd.) Walter Szmolyan: Zeitgenössische Komponisten aus Wien, in Österreichische Musikzeitschrift 25/5 (1970), 324–329
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert) Kategorie:Komponist (Österreich) Kategorie:Musikkritiker Kategorie:Musikpädagoge Kategorie:Träger des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse Kategorie:Professor (Berufstitelträger) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1900 Kategorie:Gestorben 1965 Kategorie:Mann