Die gmina wiejska Grudziądz ist eine selbständige Landgemeinde in Polen im Powiat Grudziądzki in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern. Ihr Sitz befindet sich in der kreisfreien Stadt Grudziądz (deutsch Graudenz).

Geografie Geografische Lage mini|Karte der Gmina mini|Lage der Gmina im Powiat Grudziądzki Die Landgemeinde (Gmina) liegt am Ostufer der Weichsel und umfasst die Stadt Grudziądz im Norden, Süden und Osten. Im Osten jedoch wird das Gebiet durch die Stadt in zwei Teile zerschnitten.

Gemeindegliederung Schulzenämter Polnischer Name Deutscher Name (vor 1920) Deutscher Name (1939–1945)Biały Bór Weißheide 1939–1942 Weißhof 1942–1945 WeißheideDusocin Dossoczyn 1903–1920 Schöntal SchöntalGogolin Gogolin 1939–1942 Gogolin 1942–1945 GögelnGrabowiec Grabowitz 1939–1942 Grabowitz 1942–1945 GrabenauMały Rudnik Königlich Ruda 1875–1920 Adamsdorf AdamsdorfMokre Mockrau Mockrau Nowa Wieś Neudorf NeudorfParski Parsken ParskenPiaski Piasken 1939–1942 Piasken 1942–1945 SandfeldePieńki Królewskie Königlich Pientken 1939–1942 Königlich Pientken 1942–1945 StubbenortRozgarty Kulmisch Roßgarten Kulmischroßgarten Ruda Ruda 1939–1942 Ruda 1942–1945 RüdenSkarszewy Skarschewo 1939–1942 Skarschewo 1942–1945 SchassauSosnówka Schönsee SchönseeStary Folwark Altvorwerk AltvorwerkŚwierkocin Schwirkoczyn 1874–1920 Tannenrode TannenrodeSztynwag Steinwage SteinwaageSzynych Schöneich SchöneichTurznice Tursnitz TursnitzWałdowo Szlacheckie Adlig Waldowo 1864–1920 Adlig Waldau AdligwaldauWęgrowo Polnisch Wangerau WangerauWielkie Lniska Groß Ellernitz GroßellernitzWielki Wełcz Groß Wolz GroßwolzZakurzewo Sackrau Sackrau

Ortschaften ohne Schulzenamt Polnischer Name Deutscher Name (vor 1920) Deutscher Name (1939–1945)Brankówka Jamerau JamrauGać Gatsch GatschHanowo Hannowo 1939–1942 Hannowo 1942–1945 HannenwaldeKobylanka Groß Kabilunken 1939–1942 Groß Kabilunken 1942–1945 StutwiesenLeśniewo Walddorf WalddorfLinarczyk Linarczek 1908–1920 Conradsfelde 1939–1942 Conradsfelde 1942–1945 KonradsfeldeLisie Kąty Voßwinkel VoßwinkelMałe Lniska Klein Ellernitz KleinellernitzMarusza Marusch 1939–1942 Marusch 1942–1945 MarienmühleSadowo Schadau Schadau

Geschichte Nach dem Zusammenbruch des Ordensstaats kam das Gebiet um Graudenz 1466 zur Wojewodschaft Kulm in Polnisch-Preußen unter der Schutzherrschaft der Krone Polens. Durch die Erste Teilung Polens 1772 wurde es bis einschließlich 1919 Teil der Provinz Westpreußen. Als nach dem Ersten Weltkrieg im Januar 1920 die Bestimmungen des Versailler Vertrags in Kraft traten, wurde das Gebiet der polnischen Woiwodschaft Pommerellen zugeschlagen.

Bereits in der ersten Woche des Zweiten Weltkriegs besetzt, kam es am 26. Oktober 1939 zur neuen Provinz Reichsgau Danzig-Westpreußen des Deutschen Reichs. Im Februar 1945 kesselte die Rote Armee die Stadt Graudenz ein. In der Folge wurde Grudziądz unter polnische Verwaltung gestellt, die deutsche Bevölkerung wurde von den örtlichen polnischen Verwaltungsbehörden vertrieben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke mini|Kirche in Szynych Kirche (1641) in Mokre Kirche (1742) in Szynych Bauernhof (19. Jh.) in Dusocin Fort Wielka Księża Góra, deutsches Fort und Bunkeranlagen (1890–1914) in den "Pfaffenbergen" bei Wielkie Lniska

Parks mini|Park in Węgrowo ehemaliger Park des Guts in Węgrowo ehemaliger Park des Guts in Wielkie Lniska

Verkehr Auf dem Gebiet der Landgemeinde befinden sich zwei Fluggelände: Lotnisko Grudziądz-Lisie Kąty (ICAO-Code: EPGI), mit einer 950-m-Bahn Lądowisko Wielkie Lniska, ein privater Sonderlandeplatz.

Persönlichkeiten Ludwik Rydygier (auch Riediger bzw. von Ruediger) (1850–1920), Chirurg, Urologe und Hochschullehrer, geboren in Dusocin Juliusz Zieliński (1881–1944), polnischer Lehrer, NS-Opfer, 1920 Kreisvorsteher in Dusocin.

Weblinks

Offizielle Seite der Landgemeinde Grudziądz (polnisch)

Einzelnachweise