Ziemiany () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Landgemeinde Banie Mazurskie im Powiat Gołdapski (Kreis Goldap).

Geographische Lage Ziemiany liegt im Nordosten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 15 Kilometer südwestlich der Kreisstadt Gołdap (Goldap) bzw. 23 Kilometer nordöstlich der früheren Kreishauptstadt Angerburg ().

Geschichte Das ursprünglich nur aus einem kleinen Gehöft bestehende SzemjahnenDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Ziemianen wurde 1566 gegründet. Im Jahre 1874 kam es zu dem neu errichteten Amtsbezirk SurminnenRolf Jehke, Amtsbezirk Surminnen (), der bis 1945 bestand und zum Kreis Angerburg im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

Im Jahre 1910 zählte Ziemianen 214 Einwohner. Am 30. September 1928 gab es seine Selbständigkeit auf, indem es sich mit den Nachbarorten Kulsen () und Schupowen (1938 bis 1945: Schuppau, polnisch Czupowo) zur neuen Landgemeinde Kulsen zusammenschloss.

In Kriegsfolge kam Ziemianen 1945 mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen und trägt seither die polnische Namensform „Ziemiany“. Es ist heute eine Ortschaft im Verbund der Landgemeinde Banie Mazurskie im Powiat Gołdapski, vor 1998 zur Woiwodschaft Suwałki, seitdem zur Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Kirche Kirchlich war Ziemianen bis 1945 einerseits in das Kirchspiel der evangelischen Kirche in BenkheimWalther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens. Band 3: Dokumente. Göttingen 1968, S. 476 () im Kirchenkreis Angerburg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, andrerseits in die katholische Pfarrei in Gołdap im Bistum Ermland eingepfarrt. Heute ist Ziemiany Teil der katholischen Pfarrgemeinde in Banie Mazurskie im Dekanat Gołdap im Bistum Ełk (Lyck) der Römisch-katholischen Kirche in Polen bzw. der evangelischen Kirche in Gołdap, einer Filialkirche von Suwałki in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr Ziemiany liegt an einer Nebenstraße, die in Banie Mazurskie (Benkheim) von der polnischen Woiwodschaftsstraße DW 650 (einstige deutsche Reichsstraße 136) abzweigt und in nördlicher Richtung über Kulsze (Kulsen) nach Rogale (Rogahlen, 1938 bis 1945 Gahlen) führt. Eine Bahnanbindung besteht nicht.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Banie Mazurskie