Das Amt Knesebeck war ein historisches Verwaltungsgebiet des Fürstentums Lüneburg bzw. des Königreichs Hannover. Übergeordnete Verwaltungsebene war seit 1823 die Landdrostei Lüneburg.
Geschichte mini|Burg Knesebeck als Amtshaus, Stich von Matthäus Merian, 1654 Das Amt Knesebeck entwickelte sich aus einem adeligen Herrschaftskomplex rund um die gleichnamige Burg, der 1343 durch die Lüneburger Herzöge erworben wurde. Das Amt war in den folgenden Jahrhunderten meist verpfändet. In losem Zusammenhang damit standen Schloss und Gericht Brome, das mit Ausnahme der Zivilgerichtsbarkeit ebenso wie das Patrimonialgericht Fahrenhorst nach der französisch-westphälischen Herrschaft in das Amt Knesebeck einbezogen wurde. 1841 wurde das Amt Knesebeck um die bisher zum Amt Gifhorn gehörige Vogtei Wahrenholz vergrößert. Sie wurde aber bereits 1852 in das Amt Isenhagen umgegliedert. Das adelige Gericht Brome wurde 1852 aufgehoben und ganz in das Amt Knesebeck eingegliedert. 1859 wurde das Amt Knesebeck aufgehoben und seine Gemeinden dem Amt Isenhagen zugelegt.
Gemeinden Bei seiner Aufhebung (1859) gehörten dem Amt Knesebeck folgende Gemeinden an: Altendorf (*) Benitz (*) Boitzenhagen Brome (*) Croya (*) Darrigsdorf Ehra (*) Erpensen Eutzen Fünfmühlen Gannerwinkel Glüsingen Hagen Kakerbeck Knesebeck Küstorf Lessien (*) Lüben und Rumstorf Mahnburg Ohrdorf Plastau Rade Radenbeck Schneflingen Schönewörde Stöcken Suderwittingen Teschendorf Tülau und Fahrenhorst (**) Voitze (*) Vorhop Wiswedel (*) Wittingen Wollerstorf Wunderbüttel Zasenbeck Zicherie (*)
(*) Gericht Brome; (**) Gericht Fahrenhorst
Amtmänner um 1610: Hermann Clamor von Mandelslo, Hauptmann zum Kniesebeck um 1803: Albrecht David Kotzebue (1754–1839), Amtmann 1814–1817: von der Horst, Amtmann 1818–1827: August von Lenthe, Drost 1828–1838: Ernst Georg August Friedrich von der Wense, Drost 1839–1846: August Ludewig Wilhelm Friedrich von Meding, Regierungsrat 1847–1850: Georg Otto Ludowieg, Amtmann 1851–1852: vakant 1853–1858: Adolf Wilhelm von Hinüber, Amtmann
Literatur Iselin Gundermann, Walther Hubatsch: Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Reihe A: Preußen, Band 10: Hannover. Marburg (Lahn) 1981 Manfred Hamann: Übersicht über die Bestände des Niedersächsischen Hauptstaatsarchivs in Hannover. Dritter Band: Mittel- und Unterbehörden in den Landdrostei- bzw. Regierungsbezirken Hannover, Hildesheim und Lüneburg bis 1945. Göttingen 1983, S. 308f.
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