Die Hohe Heide (alte Schreibweise Haide) ist ein langgezogener, dicht bewaldeter Bergrücken im Fichtelgebirge (Nordostbayern), westlich dem Schneeberg vorgelagert.
Naturräumlich gehört sie zur Haupteinheit Hohes Fichtelgebirge (394).E. Meynen und J. Schmithüsen: Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands – Bundesanstalt für Landeskunde, Remagen/Bad Godesberg 1953–1962 (9 Lieferungen in 8 Büchern, aktualisierte Karte 1:1.000.000 mit Haupteinheiten 1960) Seit September 2010 existiert ein vorläufiger Neuentwurf der Naturräume Nordostbayerns, laut der die Hohe Heide zu einer feiner gefassten Untereinheit Hohes Fichtelgebirge (im engeren Sinne) gezählt wird.
Geographie Unter Hohe Heide im engeren Sinn versteht man heute das teilweise sumpfige Hochplateau rund um die höchste Erhebung, die gleichnamige Hohe Heide (). Nordwestlich davon liegt der Wetzstein () mit dem geschützten Geotop Wetzsteinfelsen () und davon nördlich Vorderer Kapf () und Rödelberg ().Hohe Heide im BayernAtlas
Die Ortschaften Bischofsgrün und Gefrees liegen an der Hohen Heide.
Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde das Gebiet „Wizzenheide“ (Weiße Heide) genannt.
Gewässer Am Nordhang der Hohen Heide liegen die Quellen von Eger und Kornbach, am Südfuß fließt der Weiße Main vorbei. Im Waldgebiet liegt der sagenumwobene Jesusbrunnen.
Straßenverbindung Südlich begrenzt die Bundesstraße 303 (Fichtelgebirgsstraße), nördlich die Staatsstraße Nr. 2180 den Bergrücken. Westlich des Waldgebietes verläuft die Kreisstraße BT4 Bischofsgrün – Gefrees, östlich die Kreisstraße BT13/WUN1 Bischofsgrün – Weißenstadt. Bis 1750 verlief in West-Ost-Richtung die Altstraße Markgrafenweg über das Hochplateau.
Geschichte Ursprünglich teilte man das südwestliche Fichtelgebirge in zwei Heiden (Weideland) auf: Die hier beschriebene Hohe HeideHohe Heide in Physikalisch-statistische Beschreibung des Fichtelgebirges westlich des Schneeberg- und die Königsheide südlich des Ochsenkopf-Massivs,Königsheide in Physikalisch-statistische Beschreibung des Fichtelgebirges östlich der Warmen Steinach auch Nasse Heide genannt.Nasse Heide in Physikalisch-statistische Beschreibung des Fichtelgebirges Die Nasse Heide wird heute, nach ihrer höchsten Erhebung Kreuzstein (), auch Kreuzsteingruppe genannt. In ihr entspringen u. a. die Flüsse Haidenaab und Tauritzbach, sie wird im Osten begrenzt durch die Fichtelnaab.
Historisch gesehen gelten diese Bezeichnungen auch heute noch, da im Jahre 1542 Caspar Brusch ein Buch über das Fichtelgebirge schrieb und (ohne historischen Hintergrund) nur das Gebiet zwischen Ochsenkopf und Weidenberg als „Königsheide“ bezeichnete.Myrten für Dornen - Geschichten aus Weidenberg
Landkarten Fritsch Wanderkarte Naturpark Fichtelgebirge und Steinwald Nr. 52, Maßstab 1:50.000
Literatur Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land: Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, S. 285. Weblinks Hohe Heide
Einzelnachweise
Kategorie:Berg im Fichtelgebirge Kategorie:Berg in Europa Kategorie:Geographie (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Berg unter 1000 Meter