Das Amt Coppenbrügge war ein historisches Verwaltungsgebiet des Königreichs Hannover mit Sitz in Coppenbrügge.

Geschichte mini|Das ehemalige Amtsgebäude (jetzt Museum) Das Amt Coppenbrügge wurde aus den Gemeinden der früheren Grafschaft Spiegelberg gebildet, die erst 1819 vom Haus Oranien-Nassau an das Königreich Hannover verkauft wurde. Es umfasste zunächst nur die sechs ursprünglich spiegelbergischen Dörfer, wurde jedoch bei der Verwaltungsreform von 1852 durch Teile der benachbarten Ämter Lauenstein (Ahrenfeld, Benstorf, Dörpe, Esbeck, Hemmendorf, Marienau, Oldendorf, Osterwald, Quanthof und Sehlde) sowie Springe (Bäntorf, Behrensen, Diedersen) erheblich vergrößert. 1853 wurde Esbeck, 1855 Ahrenfeld, Benstorf, Hemmendorf, Oldendorf und Quanthof wieder in das Amt Lauenstein umgegliedert. Sehlde kam 1853 an das Amt Elze. 1859 wurde das Amt Coppenbrügge aufgehoben und mit dem Amt Lauenstein vereinigt, jedoch ohne die Dörfer Behrensen und Diedersen, die an das Amt Hameln fielen.

Gemeinden Der Kern des Amts Coppenbrügge bestand 1819 aus dem Schloß und Flecken Coppenbrügge, den Pfarrdörfern Brünnighausen und Hohnsen, den Dörfern Brullsen, Herkensen und Neustadt, sowie dem adeligen Gut Oehrsen.

Bei der Aufhebung des Amts (1859) bestand es aus folgenden Gemeinden: Bäntorf Behrensen Brünnighausen Brullsen Coppenbrügge Diedersen Dörpe Herkensen Hohnsen Marienau Neustadt bei Hachmühlen Oehrsen Osterwald Voldagsen

Amtmänner vor 1657: Philipp Friedrich von Modersbach (1610–1657), Amtmann nach 1815: Anton Cleve (1789–1848), Amtmann 1820–1835: Carl Anton Terlinden, Justizrat 1836–1843: Georg Ludwig von Torney, Amtsassessor 1844–1859: Carl Theodor Friedrich Wilhelm Schwarz, Amtsassessor

Literatur Iselin Gundermann, Walther Hubatsch: Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Reihe A: Preußen, Band 10: Hannover. Marburg (Lahn) 1981 Manfred Hamann: Übersicht über die Bestände des Niedersächsischen Hauptstaatsarchivs in Hannover. Dritter Band: Mittel- und Unterbehörden in den Landdrostei- bzw. Regierungsbezirken Hannover, Hildesheim und Lüneburg bis 1945. Göttingen 1983, S. 315–318.

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