Das Amt Diepenau war ein historisches Verwaltungsgebiet der Grafschaft Hoya und später welfischer Besitz.

Geschichte Die Burg Diepenau wurde um 1380 gegründet und entwickelte sich zum Mittelpunkt eines Hoyaer Amtes. Nach dem Aussterben der Grafen von Hoya kam es an verschiedene welfische Linien (Calenberg, Wolfenbüttel, Lüneburg-Celle) und 1682 endgültig an das Fürstentum Calenberg bzw. Kurfürstentum Hannover. Nach dem westphälisch-französischen Intermezzo wurde es 1813 restituiert und 1829 um die Vogtei Bohnhorst (vorher zum Amt Stolzenau) vergrößert. 1837 kam das bisher teilweise zu Preußen gehörige Dorf Brüninghorstedt ganz an Diepenau.

Nach der Revolution von 1848 wurden im Königreich Hannover die Rechtsprechung von der Verwaltung getrennt und die Patrimonialgerichtsbarkeit abgeschafft.Gesetz über die Gerichtsverfassung vom 8. November 1850 () Die Verwaltung blieb beim Amt Diepenau, die Rechtsprechung ging an das neu geschaffene Amtsgericht Diepenau.

1859 wurde der Amtssitz aufgegeben und der Amtssprengel mit dem Amt Uchte vereint.

Gemeinden Bei seiner Aufhebung (1859) bestand das Amt aus folgenden Gemeinden: Bohnhorst Brüninghorstedt Diepenau Essern Lavelsloh Nordel Sapelloh Steinbrink Großenvörde Warmsen

Amtmänner 1818–1843: Wilhelm Georg Friedrich von Blum, Amtmann, ab 1831 Oberamtmann 1844–1853: Johann Justus von Lüning, Amtmann 1853–1859: Friedrich Georg Ludwig Gottfried von Engelbrechten, Amtmann

Literatur Iselin Gundermann, Walther Hubatsch: Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Reihe A: Preußen. Band 10: Hannover. Marburg (Lahn) 1981. Manfred Hamann: Übersicht über die Bestände des Niedersächsischen Hauptstaatsarchivs in Hannover. Dritter Band: Mittel- und Unterbehörden in den Landdrostei- bzw. Regierungsbezirken Hannover, Hildesheim und Lüneburg bis 1945. Göttingen 1983, S. 408f.

Einzelnachweise

Diepenau Kategorie:Diepenau Kategorie:Aufgelöst 1859