Bagno a Ripoli () ist eine italienische Gemeinde in der Metropolitanstadt Florenz (Region Toskana) mit Einwohnern (Stand ). Die Gemeinde gilt als wohlhabender Vorort der Stadt Florenz.
Geografie mini|links|Lage von Bagno a Ripoli in der Metropolitanstadt Florenz Bagno a Ripoli liegt rund 7 km südöstlich der Provinz- und Regionalhauptstadt Florenz in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 1 854 GGWebseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 9. Dezember 2013 (ital.) (PDF; 330 kB). Die Gemeinde liegt in einer Ebene am Arno mit vielen Palästen und Villen. Die südwestlichen Ortsteile liegen am Fluss Ema. Am gegenüberliegenden Ufer befindet sich Fiesole.
Zu den Ortsteilen gehören Antella, Candeli, Le Gualchiere, Grassina, Lappeggi, Ponte a Ema, Osteria Nuova, Rimaggio, San Donato in Collina, Terzano, Vallina und Villamagna.
Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Höhenlage zwischen ca. (am Arno) bis (Poggio delle Piglie).
Die Nachbargemeinden sind Fiesole, Florenz, Greve in Chianti, Impruneta, Pontassieve und Rignano sull’Arno.
Geschichte Bagno a Ripoli ist etruskischen Ursprungs und entwickelte sich im 3. Jahrhundert v. Chr. zu einem Handelsplatz.
Nach dem Kriegseintritt Italiens im Juni 1940 errichtete das faschistische Regime in Bagno a Ripoli ein Internierungslager (campo di concentramento). Es befand sich in der Villa la Selva, einem Landhaus, dessen Besitzer nach Palästina ausgewandert war. Nach dem Angriff Italiens auf Griechenland im Herbst 1940 wurden dort fast nur Griechen interniert, darunter auch Juden. 1942/43 kamen Anglolibyer und Jugoslawen hinzu.Carlo Spartaco Capogreco, I campi del duce. L’internamento civile nell’Italia fascista (1940-1943), Torino 2004 (Einaudi), S. 182–184; Klaus Voigt, Zuflucht auf Widerruf. Exil in Italien 1933-1945 (Zweiter Band), Stuttgart 1993 (Klett-Cotta), S. 75
Sehenswürdigkeiten mini|links|Santa Caterina bei Antella In dem Dorf befinden sich Reste alter Thermen, in seiner Umgebung finden sich einige Burganlagen. Villa Medici von Lappeggi Oratorio di Santa Caterina all’Antella (auch Oratorio di Santa Caterina delle Ruote genannt), Oratorium nahe dem Ortsteil Antella. Enthält drei Werke des Spinello Aretino. Zu Ostern werden im Stadtviertel Grassina Passionsspiele aufgeführt, deren Wurzeln bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen.
Sport Circolo del Golf dell’Ugolino, ältester Golfplatz der Toskana und Sitz des ältesten Golfclubs Italiens.
Partnergemeinden Die deutsche Partnerstadt ist Weiterstadt in Hessen.
Söhne und Töchter der Gemeinde Nello Ciaccheri (1893–1971), Radrennfahrer Gino Bartali (1914–2000), geboren im Ortsteil Ponte a Ema, Radrennfahrer Desirée Noferini (* 1987), Schauspielerin und Model Claudio Stecchi (* 1991), Stabhochspringer Norma Cinotti (* 1996), Fußballspielerin Leonardo Fabbri (* 1997), Kugelstoßer Christian Rontini (* 1999), philippinisch-italienischer Fußballspieler Gea Dall’Orto (* 2002), Schauspielerin
Literatur Emanuele Repetti: RIPOLI (PIEVE DI S. PIETRO A) ossia, PIEVE DI S.PIETRO A QUARTO nel Val d’Arno fiorentino. In Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846), Onlineausgabe der Universität Siena (PDF, ital.)
Weblinks
Offizielle Website der Gemeinde Bagno a Ripoli
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Toskana Kategorie:Thermalbad in Italien