Five Nights at Freddy’s 4 (deutsch etwa: Fünf Nächte bei Freddys 4; oft mit FNAF 4 bzw. FNaF-4 abgekürzt) ist ein Point-and-Click-Survival-Horror-Videospiel, das von Scott Cawthon erdacht und entwickelt wurde und den vierten Teil der Serie Five Nights at Freddy’s darstellt.

Handlung Der Großteil der Handlung von Five Nights at Freddy’s 4 wird, wie bereits in früheren Teilen der Reihe, in Minispielen im Stil der Atari 2600 vermittelt, die zwischen den Nächten des Hauptspiels stattfinden. Diese zeigen die letzten Tage eines kleinen, durchgängig weinenden, namenlosen Jungen, der kurz vor seiner Geburtstagsfeier in einer gerüchteumwobenen Pizzeria steht, vor der er sich sehr fürchtet. In der Pizzeria gibt es zwei Animatronics: einen großen gelben Bär namens Fredbear und einen gelben Hasen namens Spring-Bonnie. Das erste Minispiel, welches vor der ersten Nacht stattfindet, spielt fünf Tage vor der Geburtstagsfeier und mit jeder Nacht im Spiel rückt sie einen Tag näher. Der Junge wird im Verlaufe der Spiele massiv von seinem älteren Bruder schikaniert. Dieser findet beispielsweise großen Gefallen daran, seinen jüngeren Bruder zu erschrecken, indem er eine Foxy-Maske, die er scheinbar einem der Plüschtiere des Jungen abgerissen hat, anzieht, sich im Haus versteckt und dem Jungen auflauert. Mentale Unterstützung findet der Junge durch ein Fredbear‐Plüschtier, das mit ihm zu sprechen scheint und ihm überallhin folgt.

Im ersten Minispiel wurde der Junge in seinem Zimmer eingesperrt. Die Plüschpuppe erklärt ihm, dass er keine Angst haben müsse. Der Junge klopft mehrmals an die Tür und kauert sich dann davor zusammen, woraufhin die Puppe „Morgen ist ein weiterer Tag“ sagt. Alle drei nachfolgenden Episoden schließt Freddy mit diesem Satz ab und das Minispiel wird beendet. Zwischen der ersten und zweiten Nacht findet ein weiteres Minispiel statt, in dem der Junge wieder in seinem Zimmer startet, welches diesmal allerdings offen ist. Somit kann das Haus erkundet werden. Geht der Junge zu weit ins Wohnzimmer (rechts davon befindet sich ein Schlafzimmer), springt sein großer Bruder hinter dem Fernseher hervor und erschreckt das Kind, woraufhin das Minispiel endet.

Im dritten Minispiel, zwischen der zweiten und dritten Nacht, befindet sich der Junge in der Pizzeria, wo das Fredbear‐Plüschtier behauptet, dass „er“ den Kleinen mit Absicht hier gelassen habe, da „er“ wisse, dass der Junge den Ort hasse. Aber der Junge sei ja in der Nähe des Ausgangs und könne schnell entkommen. Es ist unklar, ob mit „er“ der Bruder des Kindes gemeint ist oder der Vater. Versucht der Spieler, nach links ins Restaurant zu gehen, erinnert die Puppe ihn an das, „was [er] gesehen ha[be]“ und hält den Jungen zurück. Steuert der Spieler den Jungen zum Ausgang, erscheint ein Mann in einem Fredbear‐Kostüm. Die Puppe weist den Jungen nun an, wegzurennen und jemanden zu finden, der ihm helfen könne. Der Junge wisse, was passieren würde, wenn „er“ ihn fange. Wenn der Spieler nach links, in den Partysaal der Pizzeria geht, sieht er die Schatten der Animatronics auf der Bühne im Hintergrund. Die Plüschpuppe versichert dem Jungen, dass er Hilfe finden könne, wenn er stark genug sei, diesen Raum zu durchqueren. In der Mitte des Raumes bricht der Junge jedoch weinend zusammen, was das Ende des Minispiels darstellt.

Das vierte Minispiel fängt wieder in der Pizzeria an, dieses Mal ist es jedoch möglich, sie zu verlassen, worauf auch das Plüschtier hinweist. Draußen lässt sich ein ganzer Straßenzug erkunden, auf dem sich viele andere Kinder aufhalten. Die Kinder reden über die Gerüchte um die Pizzeria, über ihre Sammelfiguren und die bevorstehende Geburtstagsfeier des Protagonisten. Sie belächeln ihn allerdings ob seiner Angst vor dem Restaurant. Schließlich kommt der Junge zu seinem Haus, wo er sein Zimmer betritt und ein weiteres Mal von seinem Bruder erschreckt wird, der diesmal unter dem Bett hervorkommt.

Im fünften Minispiel ist der Jungen im Ersatzteillager des Restaurants eingesperrt, wo er verzweifelt darum bettelt, freigelassen zu werden und sich schließlich wieder zusammenkauert. Die Fredbear‐Puppe ist in diesem und im nächsten Minispiel nicht anwesend.

Nach der fünften Nacht findet das sechste Minispiel statt, welches den Geburtstag des Jungen zeigt. Während der Geburtstagsfeier kesseln der große Bruder und seine Freunde, die alle Masken der Animatronic-Charaktere Freddy Fazbear, Bonnie, Chica und Foxy tragen, den Protagonisten ein, hieven ihn hoch und zerren ihn, trotz Flehens und Weinens, zur Showbühne. Die Gruppe steckt den kleinen Jungen mit dem Kopf voran in das geöffnete Maul von Fredbear und alle lachen dabei. Das verzweifelte Strampeln des Kindes führt dazu, dass das Maul des Animatronics zuschnappt und dabei den Kopf des Jungen zerquetscht. In diesem Moment hören der Bruder und seine Freunde schlagartig auf zu lachen.

Auch nach der sechsten Nacht findet ein Minispiel statt. Es zeigt den Protagonisten der bisherigen Minispiele in einer grauen Umgebung vor seinen Plüschtieren, die er im Spiel als seine „einzigen Freunde“ bezeichnet hatte. Eine Stimme fragt den Jungen, ob er ihn hören kann und entschuldigt sich bei ihm. Eine weitere Stimme merkt an, dass er „kaputt“ sei und man ihn „wieder zusammensetzen“ würde. Während die Stimmen sprechen, verschwindet ein Plüschtier nach dem anderen. Am Ende verschwindet auch der Junge selber, wobei im Hintergrund die Nulllinie eines Herzfrequenzmessgeräts hörbar ist, was auf seinen Tod hindeutet.

Am Ende der siebten Nacht findet sich anstatt eines weiteren Minispiels eine mehrfach verschlossene Truhe. Über der Truhe erscheint nach einiger Zeit der Text „Möglicherweise sollten manche Dinge vergessen bleiben, zumindest für jetzt“. Es gibt keinen Weg, die Truhe zu öffnen.

Interpretation Aufgrund seiner Erzählweise und der vielen angefangenen Handlungspunkte blieb die Handlung von FNaF 4 noch Jahre nach seinem Erscheinen in der Community stark umstritten. Über die Einzelheiten und Bedeutungen des Spiels wurden eine Vielzahl von Theorien aufgestellt, die teils lebhaft diskutiert werden.

Am 25. August 2015 zeigte sich Scott Cawthon in einem Steam‐Post enttäuscht darüber, dass die Community es nicht geschafft habe, die Handlung des Spiels zu lösen und kündigte an, die am Ende der siebten Nacht gezeigte Box nicht zu öffnen, da er fürchte, die Fans würden die Auflösung der Handlung nicht akzeptieren.

Spielprinzip Handlungsort Im Gegensatz zu den vorherigen Spielen der Five-Nights-at-Freddy’s-Reihe ist der Handlungsort kein Sicherheitsbüro eines Nachtwächters, sondern ein Kinderschlafzimmer. Es gibt keine Kameras und es gibt auch keinen Phone Guy, der dem Spieler während des Spiels Instruktionen gibt. Stattdessen hält sich der Spieler in der Zimmermitte auf, von wo aus er – wahlweise – zur linken Tür, zum mittig gegenüberliegenden Wandschrank, zur rechten Tür oder zum Bett hinter sich laufen kann. Die Türen und der Schrank können geschlossen werden, solange der Spieler sie aktiv zuhält.

Spielregeln Gespielt wird im Einzelspielermodus. Die Aufgabe des Spielers ist es, die Türen, den Wandschrank und das Bett auf Animatronics zu überprüfen. Der Spieler ist, ähnlich wie im zweiten Spiel, mit einer Taschenlampe ausgestattet, die aber diesmal keine Batteriebeschränkung hat. Insgesamt gibt es acht Nächte, die jeweils immer schwieriger werden. Die siebte Nacht heißt wie die sechste aus FNaF 3 Nightmare, die achte 20/20/20/20, was eine Anspielung auf den schwierigsten Spielmodus des ersten Spiels ist.

Die Taschenlampe kann zum Abwehren von nahen Animatronics genutzt werden: Um ganz sicher zu gehen, muss der Spieler den langen Flur hinter der jeweiligen Tür ausleuchten. Etwaige Animatronics am Ende des Ganges werden sich sofort zurückziehen. Das Beleuchten des Flures birgt allerdings das Risiko, dass ein Animatronic der bereits in der Türschwelle lauert, den Spieler angreift, was einen Jumpscare und das Ende des Spiels zur Folge hätte. Der Spieler kann jedoch hören, ob ein Animatronic in der Türschwelle lauert, da er in diesem Fall ein gurgelndes, schweres Atmen von sich gibt. In diesem Falle sollte die Tür umgehend geschlossen und für einige Sekunden zugehalten werden, bis sich der Animatronic zurückzieht.

Der zweite wichtige Punkt ist der Wandschrank. Er besitzt zwei große Klapptüren und steht immer etwas offen. Aus dem Schrank greift Nightmare Foxy an, der aber im regulären Spiel nie dort starten wird. Wie Nightmare Bonnie und Nightmare Chica bewegt er sich durch die Hallen des Hauses, greift aber von beiden Seiten an. Er kann ebenfalls durch die Taschenlampe zum Rückzug bewegt werden. Erreicht er jedoch die Tür bewegt er sich zum Wandschrank, was dem Spieler durch eine kurze Bewegung der Schranktüren gezeigt wird. Nightmare Foxy hat in dem Schrank mehrere Phasen, von einem Status als harmlose Puppe bis zum Rausragen aus dem Schrank und Anschreien des Spielers. Solange er nicht angeleuchtet wird, schreitet er in den Phasen fort. Wird er in der letzten Phase zu lange nicht beachtet, greift er den Spieler an. Nightmare Foxy kann wieder in tiefere Phasen gebracht werden, indem die Schranktüren geschlossen werden. Der Wandschrank stellt eine Hommage an die Pirate Cove aus dem ersten Teil dar.

Der dritte Angriffspunkt ist das Bett. Unter diesem verbirgt sich Nightmare Freddy. Auf dem Bett erscheinen nach und nach drei Plüschtier-Versionen von Nightmare Freddy, die der Spieler durch Anleuchten mit der Taschenlampe vertreiben kann. Tut er dies nicht, rufen die drei Minifreddys Nightmare Freddy, welcher den Spieler angreift. Die drei Minifreddys sind eine Art von Countdown, wobei das Prinzip an die Musik-Box aus FNaF 2 erinnert. Allgemein fängt der Bildschirm an zu flackern, wenn der Angriff eines Animatronic kurz bevorsteht.

In der fünften Nacht wandelt sich das Spielprinzip stark, da alle bisherigen Gegner durch Nightmare Fredbear ersetzt werden. Dieser greift von allen Seiten an und lässt sich durch die Taschenlampe nicht verschrecken. Ein leises Bewegungsgeräusch macht den Spieler darauf aufmerksam, dass er die Hallen gewechselt hat. In der Halle, in der er sich befindet, muss die Tür geschlossen werden, wodurch er sich wieder zurückzieht. Wenn Nightmare Fredbear lacht, hat er sich entweder auf das Bett oder in den Schrank bewegt, dies gilt jedoch nicht, wenn nach dem Lachen wieder das Bewegungsgeräusch zu hören ist. Ist er im Schrank müssen dessen Türen geschlossen werden, bis er ihn verlässt, ist er auf dem Bett muss er angeleuchtet werden, bis er verschwindet. Nightmare Fredbear tritt auch in der sechsten Nacht auf, allerdings erst ab 04:00 Uhr. Das Gleiche gilt für den genau gleich funktionierenden Nightmare, der nur in der siebten und achten Nacht erscheint.

Der Spieler wird nach dem Erreichen bestimmter Meilensteine im Spiel durch Sterne auf dem Hauptmenü belohnt. Die ersten vier Sterne werden vergeben, nachdem jeweils die fünfte, sechste, siebte und achte Nacht durchgespielt wurde. Vier weitere Sterne werden ausgegeben, wenn die siebte Nacht jeweils in einem der vier schwierigeren Modi die durch das Extra‐Menü einschaltbar sind geschafft wird. Ein weiterer Stern ist erreichbar, wenn die siebte Nacht mit den Modi Blind Mode, Mad Freddy und Insta‐Foxy gleichzeitig durchgespielt wird und noch einer wenn der Spieler sie im All‐Nightmare‐Modus und Blind Mode gleichzeitig schafft.

Halloween Update Das Halloween Update spielt sich größtenteils gleich zum regulären Spiel, da die Veränderungen fast alle ästhetisch sind. Die einzige die einen Unterschied im Spiel bewirkt ist die Verwandlung von Nightmare Foxy zu Nightmare Mangle, da Nightmare Mangle durchgehend Statik emittiert, die den Spieler ablenken kann.

Minispiele