Dies ist eine Liste der Gedichte, die im Stunden-Buch enthalten sind. Dabei handelt es sich um einen Gedichtband von Rainer Maria Rilke, der im Jahr 1905 veröffentlicht wurde.
Das Buch vom mönchischen Leben Titel Entstehung Da neigt sich die Stunde und rührt mich an Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen Ich habe viele Brüder in Sutanen Wir dürfen dich nicht eigenmächtig malen Ich liebe meines Wesens Dunkelstunden Du, Nachbar Gott, wenn ich dich manchesmal Wenn es nur einmal so ganz stille wäre Ich lebe grad, da das Jahrhundert geht Ich lese es heraus aus deinem Wort Der blasse Abelknabe spricht: Ich bin nicht. Der Bruder hat mir was getan Du Dunkelheit, aus der ich stamme Ich glaube an Alles noch nie gesagte Ich bin auf der Welt zu allein und doch nicht allein genug Du siehst, ich will viel Wir bauen an dir mit zitternden Händen Daraus, daß Einer dich einmal gewollt hat Wer seines Lebens viele Widersinne Was irren meine Hände in den Pinseln? Ich bin, du Ängstlicher. Hörst du mich nicht Mein Leben ist nicht diese steile Stunde Wenn ich gewachsen wäre irgendwo Ich finde dich in allen diesen Dingen Stimme eines jungen Bruders: Ich verrinne, ich verrinne Sieh, Gott, es kommt ein Neuer an dir bauen Ich liebe dich, du sanftestes Gesetz Werkleute sind wir: Knappen, Jünger, Meister Du bist groß, daß ich schon nicht mehr bin So viele Engel suchen dich im Lichte Das waren Tage Michelangelo’s Der Ast vom Baume Gott, der über Italien reicht Da ward auch die zur Frucht Erweckte Worpswede, um den 1. Mai 1905 Aber als hätte die Last der Fruchtgehänge Worpswede, um den 1. Mai 1905 So hat man sie gemalt; vor allem Einer Mit einem Ast, der jenem niemals glich Ich kann nicht glauben, daß der kleine Tod Was wirst du tun, Gott, wenn ich sterbe? Du bist der raunende Verrußte An den jungen Bruder: Du, gestern Knabe, dem die Wirrnis kam An den jungen Bruder: Dann bete du, wie es dich dieser lehrt Ich habe Hymnen, die ich schweige Gott, wie begreif ich deine Stunde Alle, die ihre Hände regen Der Name ist uns wie ein Licht oder 1. Oktober 1899 Dein allererstes Wort war: Licht Du kommst und gehst. Die Türen fallen Du bist der Tiefste, welcher ragte Ich weiß: Du bist der Rätselhafte So ist mein Tagwerk, über dem Ihr vielen unbestürmten Städte Worpswede, um den 1. Mai 1905 Ich komme aus meinen Schwingen heim Du wirst nur mit der Tat erfaßt Mein Leben hat das gleiche Kleid und Haar Und Gott befiehlt mir, daß ich schriebe Es tauchten tausend Theologen Die Dichter haben dich verstreut Selten ist Sonne im Sobór Da trat ich als ein Pilger ein Wie der Wächter in den Weingeländen Worpswede, um den 1. Mai 1905 Gott spricht zu jedem nur, eh er ihn macht Ich war bei den ältesten Mönchen, den Malern und Mythenmeldern Du dunkelnder Grund, geduldig erträgst du die Mauern So bin ich nur als Kind erwacht Daß ich nicht war vor einer Weile Es lärmt das Licht im Wipfel deines Baumes Du Williger, und deine Gnade kam Eine Stunde vom Rande des Tages Und dennoch: mir geschieht
Das Buch von der Pilgerschaft Titel Entstehung Dich wundert nicht des Sturmes Wucht Ich bete wieder, du Erlauchter Ich bin derselbe noch, der kniete Du Ewiger, du hast dich mir gezeigt Dir ist mein Beten keine Blasphemie Und seine Sorgfalt ist uns wie ein Alb Lösch mir die Augen aus: ich kann dich sehn Sommer 1897 Und meine Seele ist ein Weib von dir Du bist der Erbe Und du erbst das Grün Ich bin nur einer deiner Ganzgeringen Und doch, obwohl ein jeder von sich strebt Du bist der Alte, dem die Haare Gerüchte gehn, die dich vermuten Alle, welche dich suchen, versuchen dich Wenn etwas mir vom Fenster fällt Du meinst die Demut. Angesichter In diesem Dorfe steht das letzte haus Manchmal steht einer auf beim Abendbrot Nachtwächter ist der Wahnsinn Weißt du von jenen Heiligen, mein Herr? Du bist die Zukunft, großes Morgenrot Du bist das Kloster zu den Wundenmalen Die Könige der Welt sind alt Alles wird wieder groß sein und gewaltig Auch du wirst groß sein. Größer noch als einer Es wird nicht Ruhe in den Häusern, sei’s So möcht icht zu dir gehn: von fremden Schwellen Du Gott, ich möchte viele Pilger sein Bei Tag bist du das Hörensagen Ein Pilgermorgen. Von den harten Lagern Jetzt reifen schon die roten Berberitzen Du mußt nicht bangen, Gott. Sie sagen: mein In tiefen Nächten grab ich dich, du Schatz
Das Buch von der Armut und vom Tode Titel Entstehung Vielleicht, daß ich durch schwere Berge gehe Du Berg, der blieb, da die Gebirge kamen Vers 1–14: 13. April 1903, Vers 15–24: 14. April 1903 Mach mich zum Wächter deiner Weiten Denn, Herr, die großen Städte sind Da leben Menschen, weißerblühte, blasse O Herr, gieb jedem seinen eignen Tod Denn wir sind nur die Schale und das Blatt Herr: Wir sind ärmer denn die armen Tiere Mach Einen herrlich, Herr, mach Einen groß Das letzte Zeichen laß an uns geschehen Ich will ihn preisen. Wie vor einem Heere Und gieb, daß beide Stimmen mich begleiten Die großen Städte sind nicht wahr; sie täuschen Denn Gärten sind, – von Königen gebaut Dann sah ich auch Paläste, welche leben Sie sind es nicht. Sie sind nur die Nicht-Reichen Denn Armut ist ein großer Glanz aus Innen Du bist der Arme, du der Mittellose Du, der du weißt, und dessen weites Wissen Betrachte sie und sieh, was ihnen gliche Sie sind so still; fast gleichen sie den Dingen Und sieh, wie ihrer Füße Leben geht Und ihre Hände sind wie die von Frauen Ihr Mund ist wie der Mund an einer Büste Und ihre Stimme kommt von ferneher Und wenn sie schlafen, sind sie wie an alles Und sieh: ihr Leib ist wie ein Bräutigam Denn sieh: sie werden leben und sich mehren Nur nimm sie wieder aus der Städte Schuld Des Armen Haus ist wie ein Altarschrein Die Städte aber wollen nur das Ihre Und deine Armen leiden unter diesen O wo ist der, der aus Besitz und Zeit Vers 1-7: 19. April 1903, ab Vers 8: 20. April 1903 O wo ist er, der Klare, hingeklungen?
Literatur Sämtliche Werke. 7 Bände. Hrsg.: Rilke-Archiv in Verbindung mit Ruth Sieber-Rilke, besorgt durch Ernst Zinn. Insel Verlag, Frankfurt am Main 1955–1966 (Band 1–6), 1997 (Band 7).
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