Surminy () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Landgemeinde Banie Mazurskie (Benkheim) im Powiat Gołdapski (Kreis Goldap).

Geographische Lage Surminy liegt am Südufer der Goldap () im Nordosten der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Die frühere Kreisstadt Angerburg () liegt 24 Kilometer westlich, die jetzige Kreishauptstadt Gołdap (Goldap) 16 Kilometer nordöstlich.

Geschichte Das einstige Dorf SerminnenDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Surminnen mit seinem östlich gelegenen Vorwerk wurde 1540 gegründet. Vor 1785 wurde es Siurminnen genannt. Am 6. Mai 1874 wurde Surminnen Amtssitz und war damit namensgebend für einen neu errichteten Amtsbezirk,Rolf Jehke, Amtsbezirk Surminnen der bis 1945 zum Kreis Angerburg im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Im Jahre 1910 waren in Surminnen 469 Einwohner registriert. Ihre Zahl veränderte sich bis 1925 auf 443, belief sich 1933 wieder auf 469 und betrug 1939 noch 455.

Im Jahre 1945 kam Surminnen in Kriegsfolge mit dem ganzen südlichen Ostpreußen zu Polen und erhielt die polnische Namensform „Surminy“. Heute ist der Ort Sitz eines Schulzenamtes () und eine Ortschaft im Verbund der Landgemeinde Banie Mazurskie im Powiat Gołdapski, vor 1998 zur Woiwodschaft Suwałki, seither zur Woiwodschaft Ermland-Masuren gehörig.

Amtsbezirk Surminnen (1874–1945) Der Amtsbezirk Surminnen bestand zwischen 1874 und 1945 und zählte zu Anfang fünf, am Ende noch drei Dörfer:

Deutscher Name Polnischer Name Bemerkungen Kulsen Kulsze Sapallen1938–1945: Ostau Sapałówka Schupowen1938–1945: Schuppau Czupowo 1928 nach Kulsen eingegliedert Surminnen Surminy Ziemianen Ziemiany 1928 nach Kulsen eingegliedert

Am 1. Januar 1945 gehörten noch Kulsen, Ostau und Surminnen zum Amtsbezirk Surminnen.

Kirche Der evangelische Bevölkerungsanteil Surminnens war bis 1945 in das Kirchspiel der Kirche in BenkheimWalther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens. Band 3: Dokumente. Göttingen 1968, S. 476 () im Kirchenkreis Angerburg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, der katholische nach Angerburg im Bistum Ermland eingepfarrt. Heute gehören die katholischen Kirchenglieder Surminys zur Kirche Banie Mazurskie im Dekanat Gołdap im Bistum Ełk (Lyck) der Römisch-katholischen Kirche in Polen, die evangelischen dagegen zur Gołdaper Filialkirche der Pfarrei in Suwałki in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr Verkehrstechnisch günstig liegt Surminy an der polnischen Woiwodschaftsstraße DW 650, der einstigen deutschen Reichsstraße 136, die den Norden der Woiwodschaft Ermland-Masuren durchzieht und dabei die beiden Kreisstädte Węgorzewo (Angerburg) und Gołdap (Goldap) verbindet. Eine Bahnanbindung besteht nicht mehr, seit 1945 die Bahnstrecke Angerburg–Goldap mit der nächstgelegenen Bahnstation Benkheim zerstört und nicht reaktiviert worden ist.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Banie Mazurskie