mini|Generalmajor Kurt Chill, dritter von links Kurt Chill (* 1. Mai 1895 in Thorn; † 5. Juli 1976 in Hamburg)Veit Scherzer: Ritterkreuzträger 1939–1945. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs. 2. Auflage. Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2. war ein deutscher Offizier, zuletzt Generalleutnant im Zweiten Weltkrieg.
Militärische Beförderungen 1. Oktober 1913 Gefreiter 1. Januar 1914 Unteroffizier 27. Januar 1915 Leutnant ohne Patent 15. Oktober 1935 Major 1. März 1938 Oberstleutnant 1. März 1941 Oberst 1. Dezember 1942 Generalmajor 1. Juni 1943 Generalleutnant
Leben Chill diente als Offizier im Ersten Weltkrieg. Nach dem Ende des Krieges wechselte er in den Polizeidienst. Am 15. Oktober 1935 wurde er in das Heer als Kompanieführer im Infanterie-Regiment 65 übernommen. Am 1. April 1937 wurde er Kommandeur des 1. Bataillons des Infanterie-Regiments 1 der 1. Infanterie-Division. Als Bataillonskommandeur im Range eines Oberstleutnants begann am 1. September 1939 unter Joachim von Kortzfleisch der Zweite Weltkrieg für ihn. Am 1. Februar 1940 wurde er in die Führerreserve OKH und als Taktiklehrer an die Heeres- und Luftwaffennachrichtenschule in Halle an der Saale versetzt. Am 27. Dezember 1940 wurde er Kommandeur des Infanterie-Regiments 45 in der 21. Infanterie-Division. Im weiteren Verlauf führte er als Kommandeur die 122. Infanterie-Division, die 85. Infanterie-Division und vom 4. September bis zum 9. November 1944 die Kampfgruppe Chill. Am 6. Februar 1945 wurde Chill als Kommandierender General mit der Führung des LV. Armeekorps beauftragt. Dann fungierte er als Stadtkommandant der zur Festung ernannten Hafenstadt Pillau.Hans Meier-Welcker: Abwehrkämpfe am Nordflügel der Ostfront, 1944–1945. Deutsche Verlags-Anstalt, 1963, S. 393f. Am 12. Mai 1945 geriet er in Kriegsgefangenschaft, aus der er 1947 entlassen wurde.
Auszeichnungen Eisernes Kreuz (1914) II. Klasse Eisernes Kreuz (1939) I. Klasse Spange zum Eisernen Kreuz II. Klasse Deutsches Kreuz in Gold am 1. Dezember 1941 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes am 25. Oktober 1943
Literatur Jack Didden: Fighting Spirit. Kampfgruppe Chill and the German recovery in the West between 4 September and 9 November 1944, a case study (PDF; 4,5 MB). Dissertation, Radboud University Nijmegen, Nijmegen 2012, ISBN 978-90-800393-08.
Weblinks Kurt Chill, Generalleutnant, abgerufen am 31. Juli 2017. Generalleutnant Kurt Chill Englisch; abgerufen am 31. Juli 2017
Einzelnachweise
Kategorie:Generalleutnant (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Polizist (Deutsches Reich) Kategorie:Kommandierender General des LV. Armeekorps (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Kommandeur einer Infanterie-Division (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse Kategorie:Träger des Deutschen Kreuzes in Gold Kategorie:Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1895 Kategorie:Gestorben 1976 Kategorie:Mann