Das Amt Northeim war ein historischer Verwaltungsbezirk des Königreichs Hannover bzw. der preußischen Provinz Hannover.

Geschichte Das Amt Northeim ging aus dem altwelfischen Amt Brunstein (benannt nach der gleichnamigen Burg) hervor. 1840 wurde der Amtssitz im Zuge der Vereinigung des Amtsgerichts Brunstein mit dem Stadtgericht Northeim nach Northeim verlegt und das Amt 1859 um die früheren Ämter Moringen und Nörten vergrößert. Aufgegangen sind im Amtssprengel auch die geschlossenen adeligen Gerichte Hardenberg, Imbshausen, Üssinghausen. 1885 wurde es in die Kreisverfassung überführt und um die Städte Northeim und Moringen erweitert.

Gemeinden Das Amt Northeim umfasste bei seiner Aufhebung (1885) folgende Gemeinden: Asche (**) Behrensen (**) Berwartshausen (**) Bishausen (*) Blankenhagen (**) Bühle (Northeim) (*) Denkershausen Edesheim Ellierode (**) Elvershausen Elvese (*) Ertinghausen (**) Espol (**) Fredelsloh (**) Großenrode (*) Hammenstedt Hardegsen (**) Hardenberg (*) Hettensen (**) Hevensen (**) Hillerse (*) Höckelheim Hohnstedt Imbshausen Lagershausen Langenholtensen Lichtenborn (**) Lütgenrode (*) Lutterbeck (**) Lutterhausen (**) Marienstein (*) Nienhagen (**) Nörten (*) Oberdorf-Moringen (**) Oldenrode (**) Schnedinghausen (**) Sudershausen (*) Sudheim (*) Thüdinghausen (**) Trögen (**) Üssinghausen (**) Unterbillingshausen (*) Vogelbeck Wiebrechtshausen Wolbrechtshausen (**)

(*) Aus dem ehemaligen Amt Nörten; (**) aus dem ehemaligen Amt Moringen.

Amtmänner 1841–1842: Georg Grimsehl, Amtsassessor (auftragsweise), zuvor Amtmann des Amts Brunstein 1842–1865: Alfred Heyne 1865–1885: Alfred Freiherr von Grote, Amtmann, ab 1885 Landrat

Literatur Iselin Gundermann, Walther Hubatsch: Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Reihe A: Preußen, Band 10: Hannover. Marburg (Lahn) 1981 Manfred Hamann: Übersicht über die Bestände des Niedersächsischen Hauptstaatsarchivs in Hannover. Dritter Band: Mittel- und Unterbehörden in den Landdrostei- bzw. Regierungsbezirken Hannover, Hildesheim und Lüneburg bis 1945. Göttingen 1983, S. 368–372.

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