mini|Der erste Stolperstein in Remscheid
Die Liste der Stolpersteine in Remscheid-Lüttringhausen enthält Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Kunst-Projekts von Gunter Demnig in Remscheid-Lüttringhausen verlegt wurden. Mit ihnen soll Opfern des Nationalsozialismus gedacht werden, die in Remscheid-Lüttringhausen lebten und wirkten. Die Informationen zu den Steinen sind der Dokumentation der Stolpersteine in Remscheid entnommen.
Diese Liste ist Teil der Liste der Stolpersteine in Remscheid
Liste der Stolpersteine
Nr.PersonAdresseInschriftBildweitere Informationen 90 Tannenhof Hier lebte Siegfried Marienthal Jg. 1877Eingewiesen 1903Heilanstalt Tannenhof'Verlegt' 15.2.1941Hadamarermordet 15.2.1941Aktion T4 140px Siegfried Marienthal wurde am 8. März 1877 in Bochum geboren und war wohnhaft in Bochum, Düsseldorf und Remscheid in der Evangelischen Stiftung Tannenhof, in die er bereits 1903 eingewiesen wurde. Am 12. Februar 1941 wurde er in die Heil- und Pflegeanstalt Düsseldorf-Grafenberg und am 15. Februar 1941 in die Tötungsanstalt Hadamar überführt, wo er am gleichen Tag als Opfer der Euthanasie ermordet wurde.Siegfried Marienthal im Gedenkbuch 91 Tannenhof Hier lebteElse GutmannJg. 1898Eingewiesen 1926Heilanstalt Tannenhof 'Verlegt' 14.2.1941Hadamarermordet 14.2.1941Aktion T4 140px Else Gutmann wurde am 22. Oktober 1898 in Freiwaldau / Sagan in Schlesien geboren und war wohnhaft in Remscheid in der Evangelischen Stiftung Tannenhof, in die sie bereits 1926 eingewiesen wurde. Am 12. Februar 1941 wurde sie in die Heil- und Pflegeanstalt Düsseldorf-Grafenberg und am 14. Februar 1941 in die Tötungsanstalt Hadamar überführt, wo sie am gleichen Tag als Opfer der Euthanasie ermordet wurde.Else Gutmann im Gedenkbuch 89 Kreuzbergstraße 15 Hier lebteHermann SchmidtRatsher 1926-29Jg. 1874verhaftet 1943KZ Sachsenhausenermordet 1945 140px Barmer Straße 22 Hier lebteKlementine Wintergb. LionJg. 1879Deportiertermordet inAuschwitz 140px Klementine Lion wurde am 5. November 1879 in Krefeld geboren. Sie war wohnhaft in Kempen, Aurich und Dortmund. Sie war mit Julius Winter verheiratet und hatte die Kinder Gertrud und Hermann. Sie lebte bis 30. Mai 1939 in Remscheid und anschließend in Aurich. Von Kempen wurde sie über Dortmund nach Theresienstadt und weiter nach Auschwitz deportiert.Klementine Winter im Gedenkbuch Barmer Straße 22 Hier lebteHermann WinterJg. 1911Deportiert 1941ermordet inŁódź 140px Hermann Rudolf Winter wurde am 8. Mai 1911 in Willich geboren und war wohnhaft in Remscheid. Vom 17. November 1938 bis zum 12. Januar 1939 war er im Konzentrationslager Dachau inhaftiert. Am 27. Oktober 1941 wurde er von Düsseldorf in das Ghetto Litzmannstadt deportiert.Hermann Winter im Gedenkbuch Barmer Straße 22 Hier lebteGertrud WinterJg. 1909Deportiert 1941ermordet inŁódź 140px Gertrud Winter wurde am 17. März 1909 in Willich geboren und war wohnhaft in Wuppertal und Remscheid. Am 27. Oktober 1941 wurde sie von Düsseldorf in das Ghetto Litzmannstadt und am 6. Mai 1942 weiter in das Vernichtungslager Kulmhof/Chelmno deportiert wo sie am 7. Mai 1942 ermordet wurde.Gertrud Winter im Gedenkbuch Barmer Straße 22 Hier lebteJulius WinterJg. 1875Deportiert 1941ermordet inTheresienstadt 140px Julius Winter wurde am 28. Mai 1875 in Glehn geboren. Er war wohnhaft in Aurich und Willich und Dortmund. Er lebte bis 30. Mai 1939 in Remscheid und anschließend in Aurich. Er wurde am 17. Mai 1943 in das Ghetto Theresienstadt deportiert und wurde dort am 17. Mai 1943 ermordet.Julius Winter im Gedenkbuch Richard-Pick-Straße 10 Hier lebteHans HagenJg. 1904verhaftet 1938Gefängnis Remscheidverurteilt § 175Landgericht Wuppertal1940 Sachsenhausenermordet 24.03.1941 140px Hans Hagen wurde am 8. Oktober 1904 in Lüttringhausen geboren. Der Eisbahnschlosser war in seiner Freizeit beim BV 08 Lüttringhausen aktiv, dessen erster Vorsitzender er 1938/39 war. Am 26. August 1939 wurde er verhaftet auf Grund seiner homosexuellen Kontakte und Verstoß gegen den verschärften § 175 StGB. Er kam in das Gefängnis Remscheid und später nach Wuppertal. Er wurde wegen der Verwürfe in 3 Fällen verurteilt und anschließend am 1. Februar 1941 in das Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert. Er starb dort am 24. März 1941. Laut der amtlichen Sterbeurkunde starb er an „Versagen von Herz und Kreislauf, Grundleiden: Lungenemphysem, Herzbeutelwassersucht“. Klausener Straße 123 Hier wohnteJohann DiesenbergerJg. 1906deportiert März 1943AuschwitzKZ BuchenwaldKZ Mittelbau-DoraTodesmarschüberlebt Klausener Straße 123 Hier wohnteMaria MeinhardJg. 1904deportiert März 1943Auschwitzermordet Klausener Straße 123 Hier wohnteFriedel MeinhardJg. 1925deportiert März 1943AuschwitzKZ BuchenwaldKZ Mittelbau-DoraTodesmarsch überlebt Klausener Straße 123 Hier wohnteChristine MeinhardJg. 1928deportiert März 1943Auschwitzermordet Klausener Straße 123 Hier wohnte Johanna MeinhardJg. 1930deportiert März 1943Auschwitzermordet Klausener Straße 123 Hier wohnte Johannes MeinhardJg. 1932deportiert März 1943Auschwitzermordet Klausener Straße 123 Hier wohnte Maria MeinhardJg. 1935deportiert März 1943Auschwitzermordet Klausener Straße 123 Hier wohnte Heinz MeinhardJg. 1941deportiert März 1943Auschwitzermordet
Siehe auch Liste der Orte mit Stolpersteinen Das Projekt Stolpersteine
Weblinks
Dokumentation der Stolpersteine in Remscheid Stolpersteine in Remscheid Stolpersteine in Lennep Im Stolpergang durch Remscheid, ein illustrierter Rundgang
Einzelnachweise
Remscheid-Lüttringhausen !