mini|Wilhelm Schulze-Rose Wilhelm Schulze-Rose (* 10. Januar 1872 in Dahme/Mark; † 27. Oktober 1950 in Schirgiswalde) war ein deutscher Maler.

Leben Schulze-Rose ließ sich ab 1891 auf den Kunstakademien Königsberg, Dresden und Leipzig ausbilden. Studienreisen führten ihn nach Norwegen, Schweden und in die Niederlande.

Er wurde zunächst in Dessau, ab 1898 in Leipzig sesshaft und zählt dort mit Albrecht Leistner zu den Gründern der Leipziger Secession, deren Vorsitz er übernahm. Als solcher war er für die Organisation der Jahresausstellungen 1910 und 1911 verantwortlich. Bereits in Dessau hatte er die Geschäftsführung des örtlichen Künstlerverbandes inne.Die Kunst für alle. Malerei, Plastik, Graphik, Architektur. Jg. 21., 1905/06, S. 287. Er war 1910 Mitbegründer Leipziger Sezession. Zu dieser hieß es damals: „Die Sezession hat es sich zur Aufgabe gemacht, alljährlich in Leipzig eine Jahresausstellung zu veranstalten. Durch diese Ausstellung bezweckt der Verein, für die Förderung der idealen und wirtschaftlichen Bestrebungen Leipziger Maler, Bildhauer und Grafiker einzutreten, andererseits auch für die Ausgestaltung unserer heimischen Kunst tätig zu sein und damit auch Leipzig im deutschen Kunstleben eine bedeutsame Stellung zu sichern.“ In der Folge gehörte er ab 1912 zum Vorstand des neu gegründeten Vereins Leipziger Jahresausstellung.

Schulze-Rose nahm als Soldat des Deutschen Heers am Ersten Weltkrieg teil. Danach arbeitete er wieder in Leipzig.

Das Adressbuch verzeichnete ihn 1918 mit dem Atelier in der Dresdner Straße 2a und der Wohnung in der Mozartstraße 18.

mini|Berghof im sonnigen Licht, vor 1950 Ab 1916 verlebte er die Sommermonate in Gehren. Hier entstanden viele Landschaftsbilder, besonders aus der Gegend um den Fläming, die ihm den Ruf als Naturalist und „Bauernmaler“ einbrachten.

Mitte der Zwanziger Jahre gründete er den Landbund bildender Künstler mit Sitz in GörlitzAdressbuch Görlitz, u. a. 1932/33 der es sich zum Ziel setzte, Künstlern, die auf dem Lande, abseits des Kulturbetriebes lebten und arbeiteten, Ausstellungsmöglichkeiten und Ankäufe zu verschaffen.

Von 1918 bis 1923 lebte Schulze-Rose in Berlin, wo er in der Luitpoldstraße 41 wohnteAdressbuch 1924, dann in Lomnitz auf dem Gut seines Schwiegersohnes. Nach der Vertreibung 1945 fand er Obdach bei seiner Stieftochter in Kirschau.

Er starb, völlig verarmt, im katholischen Altersheim in Schirgiswalde und wurde auf dem dortigen Friedhof beerdigt.

Der Kunsthistoriker Johannes Jahn war sein Stiefsohn.

Werkbeispiele mini|Porträt Curt Freiherr von Manteuffel Porträt Curt Freiherr von Manteuffel Am Kirchhof vorüber Es will Abend werden Die Säerin Slowakisches Dorf (Öl, 0,83 × 0,69 cm; vormals in der Sammlung von Johannes Jahn) Lausitzer Bauer

Postume Ausstellung

1965: Leipzig, Museum der Bildenden Künste („500 Jahre Kunst in Leipzig“)

Literatur Günter Wagenknecht: Berühmter Maler vor 135 Jahren in Dahme geboren. In: Lausitzer Rundschau vom 10. Januar 2007. Stefan Wollmann: Wilhelm Schulze-Rose. Ein zu Unrecht vergessener Oberlausitzer Maler. In: Neues Oberlausitzer Hausbuch, 2022(2021), S. 39–41

Weblinks

Erinnerung an Wilhelm Schulze-Rose Bericht der Lausitzer Rundschau

Einzelnachweise

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