mini|Marianne Stanior im Kabarett der Komiker, Jahreswechsel 1938/1939 mini|Marianne Stanior, Erik Ode im Kabarett der Komiker, 1938 Marianne Felizitas Stanior (* 19. Juni 1911 in Berlin;Landesarchiv Berlin, Geburtsregister Standesamt Berlin XII a, Nr. 1900/1911 (vgl. Namensverzeichnis zum Geburtsregister 1911; PDF; 28 MB).Reichsfilmkammerakte auf Deutsche Digitale Bibliothek; abgerufen am 2. Januar 2024. † 12. Januar 1967 in München) war eine deutsche Schauspielerin und Tänzerin.
Leben Die Berlinerin debütierte in Wien und München. 1928 trat Marianne Stanior als Tänzerin gemeinsam mit den Comedian Harmonists in der von Erik Charell inszenierten Revue Sunshine-Girls im Großen Schauspielhaus in Berlin auf.Peter Czada, Günter Große: Comedian Harmonists: Ein Vokalensemble erobert die Welt. Edition Hentrich, Berlin 1993, ISBN 3-89468-082-2, S. 23–24. Darüber hinaus war sie in den 1930er Jahren unter anderem neben Erik Ode, Robert Dorsay, Joe Furtner und Charlott Daudert Ensemblemitglied am Kabarett der Komiker.Klaus Völker: Kabarett der Komiker: Berlin 1924 bis 1950. Edition Text und Kritik, München 2010, ISBN 978-3-86916-050-4, S. 152 Abseits ihrer künstlerischen Tätigkeit fand Marianne Stanior im Jahr 1931 mit der Beschreibung „süße kleine Tänzerin“ in der Berliner Presse Erwähnung, als sie anlässlich eines Empfangs zu Ehren des britischen Komikers und Schauspielers Charlie Chaplin während seines Besuches in Berlin ihm vorgestellt wurde.Wolfgang Gersch: Chaplin in Berlin. Illustrierte Miniatur nach Berliner Zeitungen von 1931. Henschel, Berlin 1988, ISBN 3-362-00264-1, S. 79.
Bereits 1921 kam Marianne Stanior mit dem Stummfilm in Berührung und verkörperte dabei in einigen Produktionen Jungenrollen. Später wirkte sie auch in verschiedenen Tonfilmen mit. Darunter befanden sie 1930 Das Kabinett des Dr. Larifari von Robert Wohlmuth mit Max Hansen, Paul Morgan und Carl Jöken, 1937 Der Unwiderstehliche von Géza von Bolváry mit Anny Ondra, Hans Söhnker und Erika von Thellmann und 1939 Hurra! Ich bin Papa! von Kurt Hoffmann mit Heinz Rühmann, Albert Florath und Carola Höhn.
Als Synchronsprecherin konnte man sie zudem als deutsche Stimme von Lana Turner in Arzt und Dämon hören.
Von 1941 bis zur Scheidung 1949 war Marianne Stanior in erster Ehe mit dem Filmproduktionsleiter Ernst Günther Techow verheiratet, mit dem sie einen 1942 geborenen Sohn hatte.Landesarchiv Berlin, Familienbuch Standesamt Berlin-Wilmersdorf, Nr. 970/1941 (vgl. Namensverzeichnis zum Familienbuch 1941–1942; PDF; 29 MB).
Filmografie (Auswahl) 1921: Die Tochter Ahasvers: Das flackernde Licht 1921: Mysterium 1921: Das Geheimnis der sechs Spielkarten, 5. Teil: Herz König 1921: Das Attentat 1922: Ein neues Leben (De bruut) 1922: Pömperlis Kampf mit dem Schneeschuh 1927: Rätsel einer Nacht 1930: Das Kabinett des Dr. Larifari 1933: Das häßliche Mädchen 1935: Im weißen Rößl 1937: Vor Liebe wird gewarnt 1937: Der Unwiderstehliche 1939: Wie werd’ ich bloß die Perle los? (Kurzfilm) 1939: Bel Ami 1939: Hurra! Ich bin Papa! 1939: Wer küßt Madeleine? 1940: Mein Mann darf es nicht wissen 1940: Das Herz der Königin 1940: Meine Tochter tut das nicht 1941: … reitet für Deutschland 1941: Auf Wiedersehn, Franziska 1954: Gefangene der Liebe
Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 1649.
Weblinks
Bildporträt aus dem Jahr 1931 auf Bavarikon Illustriertenfoto um 1933 auf arthistoricum.net
Einzelnachweise
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