Der Zipsendorfer Fußballclub Meuselwitz e. V., kurz ZFC Meuselwitz, ist ein Fußballverein aus Meuselwitz im Landkreis Altenburger Land, beheimatet im Ortsteil Zipsendorf. Die Vereinsfarben sind Weiß und Rot. Innerhalb des ZFC existieren neben dem Fußball auch eine Cheerleading- und eine Kegel-Abteilung.

Geschichte Die Ursprünge des ZFC Meuselwitz gehen auf den 1900 gegründeten Verein Sportlust Zipsendorf zurück, der jedoch bis 1945 überregional nicht in Erscheinung trat. Als nach Ende des Zweiten Weltkriegs in den deutschen Besatzungszonen alle Sportvereine zerschlagen wurden, setzte nach Einführung des Systems der Betriebssportgemeinschaften (BSG) Ende der 1940er Jahre die BSG Aktivist Zipsendorf als Betriebssportgemeinschaft des Zipsendorfer Braunkohlewerkes den Sportbetrieb fort. Die Sektion Fußball konnte in den 1950er Jahren erste Erfolge verbuchen, 1954, 1955 und 1956 wurde die Altenburger Kreismeisterschaft gewonnen, letztere war verbunden mit dem Aufstieg in die fünftklassige Bezirksklasse Leipzig. Dort konnte sich die BSG Aktivist bis 1959 halten, ein 6. Platz in der Saison 1959 bedeutete den Abstieg in die Kreisklasse, da die Bezirksklasse aufgelöst wurde. 1976 wurde die BSG aufgrund der Eingemeindung von Zipsendorf nach Meuselwitz in Aktivist Meuselwitz umbenannt.

Infolge der politischen und wirtschaftlichen Veränderungen durch die Wende von 1989 formierte sich die Betriebssportgemeinschaft 1990 in den eingetragenen Verein Bergbausportverein MeuselwitzAmtsgericht Altenburg, VR 200104. um. Kurz darauf gliederte sich die Fußballabteilung aus und gründete 1991 den Zipsendorfer Fußballverein (ZFV). Nachdem der Verein lange Zeit auf Kreisebene gespielt hatte, brachten die neunziger Jahre zunächst unter dem DDR-Auswahlspieler Konrad Schaller als Trainer den mehrfachen Aufstieg: 1994, 1995, 1996 und 1997 stieg der Verein, der sich ab 1994 „Zipsendorfer Fußballclub (ZFC) Meuselwitz“ nannte, in die jeweils nächsthöhere Spielklasse auf. Ab der Saison 1997/98 spielte der ZFC in der Thüringenliga und erreichte am Ende der Spielzeit immer einen einstelligen Tabellenplatz. Im Frühjahr 2002 wurde der ehemalige DDR-Nationalspieler Damian Halata Trainer des ZFC und blieb es bis 2006. 2003 erreichte der Verein das Halbfinale des Thüringer Landespokals. 2004 stieg der ZFC Meuselwitz in die Oberliga Nordost auf. In dieser Liga konnte sich der ZFC gut behaupten, was die Plätze 6 (im Jahr 2005) sowie 5 (2006 und 2007) zum Ausdruck bringen. Von Dezember 2007 bis zu seiner Beurlaubung am 2. Mai 2011 war Halata erneut Trainer des ZFC.

Am 31. Mai 2009 erreichte der ZFC Meuselwitz am vorletzten Spieltag der Saison den vorzeitigen Aufstieg in die Regionalliga. In der Nordstaffel dieser Spielklasse belegten die Meuselwitzer in ihrer ersten Saison den 10. Tabellenplatz. Am 16. Mai 2010 gewann der ZFC durch einen 2:0-Sieg über den Oberligisten VfB Pößneck den Thüringer Landespokal. Damit qualifizierte sich der Verein für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals 2010/11, in der er mit 0:2 gegen den 1. FC Köln verlor. In der Regionalligasaison 2010/11 belegten die Meuselwitzer in der Abschlusstabelle Platz 11. Mit einem 6:5-Sieg nach Elfmeterschießen über den Verbandsligisten 1. SC 1911 Heiligenstadt konnte der ZFC den TFV-Pokal erfolgreich verteidigen und somit in der Saison 2011/12 in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals antreten. Dem ZFC wurde der Aufsteiger Hertha BSC zugelost; für das Spiel wurden über 8.000 Zuschauer erwartet. Da die Kapazität der bluechip-Arena nicht ausreichte, wurden extra für dieses Spiel Zusatztribünen errichtet. Das Spiel ging vor 8.000 Zuschauern mit 0:4 verloren.

Zur Saison 2012/13 wurde der ZFC Meuselwitz im Zuge der Reform der Regionalligen der neu gebildeten Regionalliga Nordost zugeordnet. In der ersten Saison belegte die Mannschaft den siebten Tabellenplatz, der bis zum späteren Abstieg die beste Platzierung des Vereins in der Regionalliga blieb. In den folgenden Jahren etablierte sich der ZFC in der vierthöchsten Spielklasse und hielt trotz überwiegend Platzierungen im unteren Tabellenmittelfeld durchgehend die Klasse. Weitere Erfolge gelangen vor allem im Thüringer Landespokal. Dort erreichte Meuselwitz 2015 erneut das Endspiel, unterlag dem FC Carl Zeiss Jena jedoch mit 1:2 nach Verlängerung. Auch in den Endspielen 2022 und 2024 war Jena der Gegner; diese Partien verlor der ZFC mit 0:1 beziehungsweise 0:4.

In der Saison 2024/25 gelang schließlich der dritte Gewinn des Thüringer Landespokals. Nachdem Meuselwitz im Halbfinale Carl Zeiss Jena mit 1:0 ausgeschaltet hatte, setzte sich die Mannschaft im Endspiel mit 3:1 gegen den FC An der Fahner Höhe durch. Damit nahm der ZFC erstmals seit 2011 wieder am DFB-Pokal teil und traf in der Saison 2025/26 in der ersten Runde auf den Zweitligisten Karlsruher SC, dem er mit 0:5 unterlag. Im Thüringer Landespokal erreichte der ZFC 2026 zum dritten Mal in Folge das Finale, verlor dort jedoch mit 0:1 ein weiteres Mal gegen Carl Zeiss Jena. Gleichzeitig belegte Meuselwitz in der Saison 2025/26 der Regionalliga Nordost den 16. Tabellenplatz. Da Meister 1. FC Lokomotive Leipzig in den Aufstiegsspielen zur 3. Liga scheiterte, stand Anfang Juni 2026 der Abstieg des ZFC in die Oberliga Nordost fest. Damit endete nach 17 Jahren die ununterbrochene Zugehörigkeit zur Regionalliga.

Erfolge Thüringenpokalsieger: 2010, 2011, 2025

Ligazugehörigkeit ab 1993 1993/1994: Kreisliga Altenburg 1994/1995: Bezirksklasse Gera 1995/1996: Bezirksliga Gera 1996/1997: Landesklasse Ost 1997–2004: Thüringenliga 2004–2009: Oberliga Nordost (Staffel Süd) 2009–2012: Regionalliga Nord 2012–2026: Regionalliga Nordost seit 2026: Oberliga Nordost (Staffel Süd)

Kader der Saison 2025/26 (Stand: 13. April 2026) Nr. Nat. Spieler Geboren Im Verein seit Tor 1 Justin Fietz 2021 32 Chris Kroner 2025 36 Lukas Sedlak 2023 Abwehr 3 Felix Rehder 2022 13 David Pfeil 2024 16 Ben Nitschke 2023 17 Hendrik Wurr 2024 20 Fabian Raithel 2022 38 Niklas Jeck 2026 Mittelfeld 5 Eric Stiller 2025 6 Luca Bürger 2017 10 Cemal Kaymaz 2025 11 Elias Ndukwe Oke 2025 14 Nick Seidemann 2025 18 Theo Teßmer 2025 27 Bastian Burghold 2025 30 René Eckardt 2021 33 Leon Schmökel 2023 Sturm 9 Andy Trübenbach 2025 19 Christoph Pauling 2023 21 Califo Baldé 2025 22 Florian Hansch 2021 23 Luis Fischer 2025 29 Felix Pilger 2026 Bekannte Spieler Robert Böhme, ehemaliger Zweitligaspieler für Wacker Burghausen Rufat Dadashov, aserbaidschanischer Nationalspieler Daniel Ferl, ehemaliger Zweitligaspieler für Alemannia Aachen Ronny Hebestreit, ehemaliger Zweitligaspieler für FC Rot-Weiß Erfurt Ladislav Jamrich, ehemaliger tschechischer Erst- und Zweitligaspieler Miroslav Janota, ehemaliger Zweitligaspieler für KFC Uerdingen 05 Pierre le Beau, ehemaliger Zweitligaspieler bei FC Erzgebirge Aue Karsten Oswald, ehemaliger Zweitligaspieler für Chemnitzer FC und Dynamo Dresden Philipp Riese, spielte nach seiner Zeit in Meuselwitz für Arminia Bielefeld, den 1. FC Heidenheim und FC Erzgebirge Aue in der 2. Bundesliga

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Einzelnachweise

Meuselwitz, ZFC Meuselwitz, ZFC Kategorie:Sport (Meuselwitz) Meuselwitz, ZFC Kategorie:Vereinsgründung 1948 Kategorie:Organisation (Meuselwitz)