Erika Streithorst (* 23. April 1908;Reichsfilmkammerakte auf Deutsche Digitale Bibliothek; abgerufen am 31. Dezember 2023 † 30. Juni 1960 in BerlinErika Streithorst schied aus dem Leben auf Hamburger Abendblatt Archiv 1960 online über google.de; abgerufen am 31. Juli 2015Erika Streithorst in der Synchrondatenbank von Arne Kaul; abgerufen am 25. Oktober 2020), auch Erika v. Streithorst, war eine deutsche Schauspielerin, Dialogbuchautorin und Dialogregisseurin in der Film-Synchronisation.
Leben und Wirken
Erika Streithorst stammte aus Hamburg. Sie hatte einen vier Jahre jüngeren Bruder, Richard Streithorst, der als Filmproduktionsleiter arbeitete. In ihrer Jugend war Streithorst Mitglied der vom deutschen Politiker Philipp Auerbach gegründeten „Fortschrittlichen Jugend Hamburg“, einer Vereinigung junger Demokraten und Pazifisten. Erika Streithorst übersiedelte schließlich nach Berlin-Wilmersdorf.
Ihre Filmlaufbahn begann Erika Streithorst 1934 in der ersten Filmadaption des Romans Die Feuerzangenbowle von Heinrich Spoerl mit dem Titel So ein Flegel. Unter der Regie von Robert A. Stemmle spielten unter anderem Heinz Rühmann, Ellen Frank und Inge Conradi. In der Folge wirkte sie bis 1950 in verschiedenen Filmproduktionen mit. Darunter befanden sich 1937 Kapriolen von und mit Gustaf Gründgens und Marianne Hoppe, Fita Benkhoff und Volker von Collande sowie 1939 Aufruhr in Damaskus von Gustav Ucicky mit Brigitte Horney, Hans Nielsen und Joachim GottschalkAufruhr in Damaskus auf Murnau Stiftung online; abgerufen am 31. Juli 2015 und 1950 Vom Teufel gejagt von Viktor Tourjansky mit Hans Albers, Willy Birgel, Maria Holst und Lil Dagover.
In der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur war Erika Streithorst im Berliner Widerstand aktiv.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wendete sie sich zunehmend Synchrontätigkeiten für die Eagle-Lion-Film in Hamburg auf filmmuseum-hamburg.de; abgerufen am 31. Juli 2015 und die Berliner Synchron zu und verfasste bis 1960 zahlreiche Dialogbücher zu Synchronisationen von populären Spielfilmen der damaligen Zeit. Hier sind beispielhaft Ein Herz und eine Krone, Sabrina, Krieg und Frieden und Zeugin der Anklage zu nennen. Vereinzelt war sie auch als Synchronsprecherin und Dialogregisseurin tätig.
Erika Streithorst beging 1960 im Westteil von Berlin Suizid.
Filmografie (Auswahl)
Synchronarbeiten (Auswahl)
Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 1691.
Weblinks
Einzelnachweise
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