mini|hochkant=1.5|Reichsteile und Kronländer der Österreichisch-Ungarischen Monarchie: Die Reichsratswahl 1873 wurde im Oktober 1873 in Cisleithanien abgehalten.Urban, Otto: Česká společnost 1848–1918. Svoboda, Prag 1982, S. 510–511 (tschechisch). Es war die erste Wahl, die nach dem Kurienwahlrecht durchgeführt wurde.

Wahlsystem Seit 1873 galt in Cisleithanien das Kurienwahlrecht. Die Wähler wurden nach ihrem Stand und Vermögen in vier Kurien eingeordnet. Die Kurien waren Großgrundbesitzer (59 Wähler pro Abgeordneten), Handels- und Gewerbekammern (23 Wähler pro Abgeordneten), Groß- und Mittelbauern (8400 Wähler pro Abgeordneten) und alle anderen in Städten lebenden männlichen Bürger (1580 Wähler pro Abgeordneten), die jährlich mindestens 10 Gulden (ab 1882 fünf Gulden) direkte Steuern entrichteten. Dies entsprach insgesamt 6 % der erwachsenen Bevölkerung.Urban, Otto: Česká společnost 1848–1918. Svoboda, Prag 1982, S. 510–511 (tschechisch). In der Kurie der Großgrundbesitzer waren auch Frauen wahlberechtigt, jedoch durften sie dies nicht persönlich ausüben, sondern brauchten dazu einen männlichen Bevollmächtigten.

Wahlergebnis Die Parlamentswahl gewannen die deutschen Liberalen mit 218 Mandaten und stellten die Regierung. Die größte Oppositionsfraktion war der Polenklub mit 49 Mandaten und die deutschen Konservativen mit 44 Abgeordneten.kol. aut.: Československé dějiny v datech. Svoboda, Prag 1987, ISBN 80-7239-178-X, S. 321 (tschechisch).Otto Urban: Česká společnost 1848–1918. Svoboda, Prag 1982, S. 410 (tschechisch).

Gewählte Abgeordnete

Literatur Manfred Scheuch: Historischer Atlas Österreich. 6. Auflage. Wien 2008.

Einzelnachweise

Osterreich #1873