Dąbrówka Polska () mit der Ortschaft Dąbrówka Polska (osada) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, das zur Landgemeinde Banie Mazurskie (Benkheim) im Powiat Gołdapski (Kreis Goldap) gehört.

Geographische Lage Dąbrówka Polska liegt im Nordosten der Woiwodschaft Ermland-Masuren an der westlichen Gemeindegrenze der Gmina Banie Mazurskie zur Gmina Budry (Buddern). Bis zur einstigen Kreisstadt Angerburg () sind es 17, bis zur jetzigen Kreishauptstadt Gołdap (Goldap) 22 Kilometer.

Geschichte Als Damerau wurde der Ort 1563 gegründetDietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Talheim und bestand später aus einem Dorf mit Gut. Nach 1785 hieß es Dombrowcken, vor 1818 Dombrowken und nach 1818 mit dem Zusatz Polnisch Dombrowken. Etwa 700 Meter westlich des Dorfes stand das Gut, dessen Resthäuser heute in die kleine Siedlung Dąbrówka Polska (osada) einbezogen sind.

Polnisch Dombrowken kam 1874 in den neu geschaffenen Amtsbezirk BenkheimRolf Jehke: Amtsbezirk Benkheim (), der bis 1945 bestand und zum Kreis Angerburg im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

Im Jahre 1867 waren in Polnisch Dombrowken 558 EinwohnerTalheim (Kreis Angerburg) gemeldet. Ihre Zahl verringerte sich bis 1885 auf 545 und belief sich 1905 auf nur noch 503. Im Jahr 1910 waren 522 Einwohner registriert; im Jahr 1933 waren es noch 444 und 1939 nur noch 391.

Am 24. April 1904 erhielt Polnisch Dombrowken die neue Bezeichnung Talheim.

In Kriegsfolge kam das gesamte südliche Ostpreußen zu Polen. Darunter war auch Talheim, das – in Rückbeziehung auf den früheren deutschen Namen – den polnischen Namen Dąbrówka Polska bekam. Heute ist der Ort Sitz eines Schulzenamtes () für die Ortschaften Dąbrówka Polska, Dąbrówka Polska (osada), Jeglewo (Tannenberg) und Różanka-Dwór (Rosental) im Verbund der Landgemeinde Banie Mazurskie im Powiat Gołdapski, bis 1998 der Woiwodschaft Suwałki, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Religionen Polnisch Dombrowken war bis 1945 zum einen in das evangelische Kirchspiel der Benkheimer KircheWalther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3: Dokumente. Göttingen 1968, S. 476. im Kirchenkreis Angerburg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt, zum anderen in die katholische Pfarrei Angerburg () im Bistum Ermland.

Heute gehört Dąbrówka Polska zur Pfarrei Banie Mazurskie, deren Pfarrkirche nun das einstige evangelische Gotteshaus ist. Sie ist Teil des Dekanats Gołdap im Bistum Ełk (Lyck) der Katholischen Kirche in Polen. Hier lebende evangelische Kirchenglieder gehören zur Kirche in Gołdap, einer Filialkirche der Pfarrei in Suwałki in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr Dąbrówka Polska ist über eine Nebenstraße zu erreichen, die südwestlich von Banie Mazurskie (Benkheim) von der Woiwodschaftsstraße 650 (frühere deutsche Reichsstraße 136) abzweigt und nach Grodzisko (Schloßberg, 1938–1945 Heidenberg) sowie weiter bis in den Borkener Forst (auch Borker Heide, ) führt.

Der Ort hat heute keine Bahnanbindung mehr. Bis 1945 war das Dorf über die Station Popiollen (1938–1945 Albrechtswiesen, heute ), an die Bahnstrecke Angerburg–Goldap angeschlossen, die nach 1945 nicht mehr aktiviert wurde.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Banie Mazurskie Kategorie:Gegründet 1563