Dipperz ist eine Gemeinde im osthessischen Landkreis Fulda, die auch „das Tor zur Rhön“ genannt wird.
Geographie Lage Dipperz liegt etwa zehn Kilometer östlich der Kreisstadt Fulda in der Rhön. Wegen seiner Nähe zur Stadt Fulda und der Rhön entwickelte sich Dipperz zu einer beliebten Wohngemeinde.
Nachbargemeinden Dipperz grenzt im Norden und Osten an die Gemeinde Hofbieber, im Südosten an die Gemeinde Poppenhausen, im Südwesten an die Gemeinde Künzell sowie im Nordwesten an die Gemeinde Petersberg (alle im Landkreis Fulda).
Gliederung Die Gemeinde Dipperz besteht aus den Ortsteilen Armenhof, Dipperz, Dörmbach, Finkenhain, Friesenhausen, Kohlgrund, Wisselsrod und Wolferts sowie dem Einzelgehöft Alschberg.
Geschichte Dipperz wurde im Jahre 1261 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsteil Friesenhausen ist jedoch wesentlich älter, die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 824 zurück.
Gebietsreform Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde am 1. August 1972 aus den acht bis dahin selbstständigen Gemeinden Armenhof, Dipperz, Dörmbach (Fulda), Finkenhain, Friesenhausen, Kohlgrund, Wisselsrod und Wolferts die neue Gemeinde Dipperz gebildet. Damals betrug die Zahl der Einwohner 2300.
Religion In Dipperz leben in der Mehrzahl Katholiken. Der Backsteinbau der römisch-katholischen St. Antonius d. Einsiedler u. St. Placidus wurde von 1895 bis 1896 im neoromanischen Stil errichtet, nachdem die Vorgängerkirche dem Dorfbrand von 1892 zum Opfer gefallen war. Für die Kirche schuf der Bildhauer Johannes Kirsch aus Petersberg zwei Plastiken über den Seitenportalen. Der Taufstein ist spätgotisch.
Die Mitglieder der evangelischen Gemeinde, die sich vorher zum Gottesdienst nach Schloss Bieberstein begeben mussten, bauten mit tatkräftiger Unterstützung ihrer katholischen Nachbarn die Michaelskapelle, die am 3. Oktober 1954 eingeweiht wurde. Ihre beiden Glocken stammen vom Hamburger Glockenfriedhof. 1955 wurde Dipperz eigenständige Kirchengemeinde in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Im Jahr 2007 ging die Gemeinde formalrechtlich in der neuen Evangelischen Kirchengemeinde Bieberstein-Dipperz auf.Chronik der Evangelischen Kirchengemeinde Bieberstein-DipperzHeute stellt sich vor: Die ev. Michaelskapelle in Dipperz
Politik Gemeindevertretung Für die Gemeindevertretung der Gemeinde Dipperz erbrachte die Kommunalwahl am 15. März 2026 folgendes amtliche Endergebnis,Votemanager: Amtliches Endergebnis der Gemeindewahl am 15. März 2026 - 23° Election Manager: Dipperz 2026 in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:Votemanager: Amtliches Endergebnis der Gemeindewahl am 14. März 2021
Wahlvorschläge%2026Sitze2026%2021Sitze2021%2016Sitze2016%2011Sitze2011%2006Sitze2006%2001Sitze2001 42,5638,4651,5852,6855,61157,113 BLGD Bürgerliste Gemeinde Dipperz51,3846,6748,5747,4744,4842,910 6,31–––––––––– ––15,02–––––––– Gesamt 100,0 15 100,0 15 100,0 15 100,0 15 100,0 19 100,0 23 Wahlbeteiligung in % 68,3 67,1 61,7 58,3 59,0 64,5
Bürgermeister Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl, und ist Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Dipperz neben dem Bürgermeister ehrenamtlich ein Erster Beigeordneter und vier weitere Beigeordnete angehören.Gremien: Gemeindevorstand Bürgermeister ist seit dem 11. Januar 2009 der parteiunabhängige Klaus-Dieter Vogler. Er wurde als Nachfolger von Bernhard Weber (CDU), der nach zwei Amtszeiten nicht wieder kandidiert hatte, am 5. Oktober 2008 in einer Stichwahl bei 70,5 Prozent Wahlbeteiligung mit 57,3 Prozent der Stimmen gewählt. Es folgten zwei Wiederwahlen, jeweils ohne Gegenkandidaten, zuletzt, pandemiebedingt verschoben, im März 2021.Votemanager: Bürgermeisterstichwahl Gemeinde Dipperz 2021 Durch die verschobene Wahl verschob sich der Beginn der Amtszeit auf den 1. Mai 2021.
Amtszeiten der Bürgermeister; Hinweis: für die Ansicht der archivierten Einzelergebnisse ggf. die Endung index.html aus der Webadresse löschen und diese dann neu laden 2009–2027 Klaus-Dieter VoglerOsthessen News, 15. März 2021: Klaus-Dieter Vogler (parteilos) bleibt Rathauschef: „Es geht in die dritte Amtszeit: … Seit dem 11. Januar 2009 ist er Bürgermeister der Gemeinde Dipperz“ - ; Protokoll zu TOP 7: „Die Amtseinführung und Verpflichtung des am 14.03.2021 gewählten Bürgermeisters Klaus-Dieter Vogler erfolgt mit Wirkung ab 01.05.2021 durch den Vorsitzenden der Gemeindevertretung“ 1997–2009 Bernhard Weber (CDU)Osthessen News, 9. Januar 2009: Neuer "Dirigent" übernahm Taktstock! Bürgermeister Vogler für Weber (CDU): „Er hat die Gemeinde nach vorne gebracht … während seiner 12-jährigen Amtszeit … In den 36 Jahren nach der Gebietsreform sei Bernhard Weber der zweite Bürgermeister gewesen“ 1972–1997 Reinhold Hartung (1942–2023)Traueranzeigen Reinhold Hartung, Ehrenbürgermeister der Gemeinde Dipperz - Die Gemeinde Dipperz - "Das Tor zur Rhön": „Am 01. August 1972 wurde die Großgemeinde Dipperz … per Gesetz … gebildet. … Reinhold Hartung wurde zum staatsbeauftragten Bürgermeister bestellt. … Am 11. Januar 1973 wurde Reinhold Hartung in das hauptamtliche Amt des Bürgermeisters eingeführt, das er 24 Jahre inne hatte. Er war zuvor am 29. Dezember 1972 einstimmig zum Bürgermeister gewählt worden.“ … und war letzter Bürgermeister in Finkenhain
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Die Kirche im Ortsteil Friesenhausen St. Antonius d. Einsiedler u. St. Placidus
Persönlichkeiten Wolfgang Gutberlet (* 1944), Unternehmer Winfried Schwab (* 1964), katholischer Geistlicher
Literatur Michael Mott: Der älteste Taufstein unserer Heimat?/Entdeckung im Dipperzer Pfarrgarten: Das romanische Taufbecken aus der katholischen Schloßkirche ist eine einmalige Kostbarkeit. In: Fuldaer Zeitung, 8. Nov. 1990, S. 10 (Serie: DENK-mal!). Michael Mott: Der Tod eines alten Bauernhauses/Dem Verfall unwiderruflich preisgegeben/Einst des Bauern ganzer Stolz, heute eine Bauruine (Dipperz-Dörmbach). In: Fuldaer Zeitung, 23. April 1992, S. 13 (Serie: DENK-mal!). Michael Mott: Gotische Fischblasen als Zeitzeugen/„Stiefkinder“ der Kunstgeschichte: Steine, die viel erzählen könnten/Ein Überbleibsel der alten Dipperzer Kapelle in der Friedhofsmauer. In: Fuldaer Zeitung, 21. Dez. 1995, S. 13 (Serie: DENK-mal!).
Weblinks
Internetauftritt der Gemeinde Dipperz
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Fulda Kategorie:Ort in der Rhön
Kategorie:Ersterwähnung 1261