Der Einödsberg ist ein hoher Nebengipfel der Trettachspitze in den Allgäuer Alpen. Der Gipfel liegt an der Westseite des Himmelschrofenzuges unterhalb des Spätengundkopfes.

Besteigung Unbeschilderte Wege führen von Birgsau und von Einödsbach zur Hinteren Einödsbergalpe 50 Meter unterhalb des Gipfels. Der Gipfel des Einödsberges ist weglos. Er kann in einer vierstündigen Rundwanderung überschritten werden. Der Weg von Einödsbach über die steile Südflanke ist schmal und oftmals rutschig und erfordert daher alpine Erfahrung,Einödsberg auf allgaeu-erleben.com, abgerufen am 27. Juli 2015 von Birgsau ist der Weg unschwer. Ein weiterer möglicher Wegverlauf führt zur Vorderen Einödsbergalpe, zum Spätengundkopf und weiter zum Wildengundkopf und zur Trettachspitze.

Einödsbergalpe Die 1439Thaddäus Steiner: Allgäuer Alpnamen. Lindenberg: Kunstverlag Josef Fink, 1. Auflage, 2010 - ISBN 978-3-89870-579-0, S. 71, Nr. 67. erstmalig als alpp Ainatsperg urkundlich erwähnte Alpe Einödsberg wurde 1482 mit der wahrscheinlich ältesten bekannten Alpordnung des Allgäus ausgestattet.Einödsbergalpe auf oberstdorf-lexikon.de, abgerufen am 27. Juli 2015 Ende des 20. Jahrhunderts wurde sie intensiv und unbehirtet von bis zu 2000 Schafen beweidet, was die Artenvielfalt im Weidegebiet stark reduzierte. Historisch gehörte die Alpe zum Prinzregentenbogen und war im Besitz der Adelsfamilie Wittelsbacher. Ende der 1990er-Jahre erwarb der Unternehmer Manfred Kurrle aus Bolsterlang das rund 1.000 Hektar große Gebiet. Er gründete 2006 die Naturschutzstiftung Allgäuer Hochalpen. Seit 2001 findet eine extensive Jungrinderhaltung statt, die Alpe umfasst einhundert Hektar Lichtweide, was der Fläche von rund 1.490 Fußballfeldern entspricht. Vom Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe wurde die daraufhin einsetzende Regeneration von Flora und Fauna im Zuge des Projektes Einödsberg erfasst.Projekt Einödsberg, abgerufen am 27. Juli 2015 Die Einödsbergalpe ist ein Hotspot der Artenvielfalt und Heimat von 1.200 Tier- und Pflanzenarten. Im Sommer 2022 bewirtschaftete Patrick Schuster, bereits in seinem fünfzehnten Alpsommer, die Alpe. Er betreute 116 Jungrinder und Kälber von sieben Bauern sowie zusätzlich 24 Schafe, sechs Ziegen und sechs Hühner. Die Viehhaltung wandelte sich stark, während 1629 noch 140 Ochsen und 20 Pferde aufgetrieben wurden, erfolgte nach der Reform von Carl Hirnbein der Übergang zur Milchwirtschaft. Im Jahre 1829 gab es rund um die Einödsbergsalpe vier Sennhütten mit 107 Kühen, die pro Alpsaison bis zu vier Tonnen Käse und knapp 500 Kilogramm Butter lieferten.

Die Einödsbergalpe liegt drei Stunden Fußmarsch südlich vom Markt Oberstdorf. Das fast unzugängliche Weidegebiet erstreckt sich vom Gipfel des Einödsbergs aus nach Nordosten zu den Hängen unterhalb von Schmalhorn und Spätengundkopf und liegt auf der Westseite des Himmelschrofenzugs zwischen dem Schmalhorn im Norden und dem Hinteren Wildgundkopf im Süden. Sie besitzt zwei Läger: die Hintere EinödsbergalpeBayernAtlas - Topographische Karte - Kartenausschnitt mit Hinterer Einödsbergalpe, aufgerufen am 7. Februar 2026. (Almhütte auf ) liegt in dem Sattel zwischen Einödsberg und Spätengundkopf, die Vorderer EinödsbergalpeBayernAtlas - Topographische Karte - Kartenausschnitt mit Vorderer Einödsbergalpe, aufgerufen am 7. Februar 2026. (Almhütte auf ) liegt oberhalb in Richtung Schmalhorn.

Der Name Einödsberg geht vermutlich auf einôt (Alleinbesitz) zurück.

Literatur Tobias Schuhwerk: Nüüf *Hinauf, Schuhwerk Eigenverlag, Kempten, ISBN 978-3-00075217-9

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Einzelnachweise

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