Der Marbach ist ein 13 km langer Bach im mittleren Baden-Württemberg im Ostalbkreis und dann vor allem im Landkreis Göppingen, der nach einem zwischen westsüdwestlicher und südlicher Richtung wechselndem Lauf im Stadtteil Faurndau der Kreisstadt Göppingen von rechts in die Fils mündet.

Geographie Verlauf Der Marbach entspringt im westlichen Ostalbkreis auf der linken Randhöhe des Remstales auf etwa am Hetzenhof der Kleinstadt Lorch neben der B 297 im Bereich eines Golfplatzes und zieht zunächst westsüdwestlich. Schon nach gut einem halben Kilometer tritt er in den Talwald ein und erfährt nach knapp zwei Kilometern auf nur mehr seinen ersten bedeutenderen Zulauf an der Gemeinde- und Kreisgrenze zu Wäschenbeuren im Landkreis Göppingen. In bis über kilometerbreiter, völlig unbesiedelter Talmulde reicht dann nach etwa viereinhalb Kilometern die Gemeindegemarkung von Börtlingen ans rechte Ufer, wonach der Bach immer südlicher läuft und schließlich durchs Gebiet von Börtlingen fließt.

Etwa sechs Kilometer nach der Quelle wechselt er in die offene Flur und durchquert gleich den Weiler Zell. Unterhalb des Ortes fließt dann vom nur wenig östlich in dessen Untertal liegenden Dorf Birenbach her mit dem Krettenbach der erste, mit gut vier Kilometern Länge etwas ansehnlichere Nebenfluss zu, begleitet von der B 297. Diese läuft ab hier im Marbachtal, das sich nun auf Südwestkurs zwischen Waldhängen ins Gemeindegebiet von Rechberghausen zieht, sich dort aber bald wieder nach Süden wendet. An der Siedlungsgrenze des Dorfes Rechberghausen mündet der aus dem Nordwesten kommende Herrenbach, der zusammen mit seinem längeren Oberlauf mit einer Gesamtlänge von etwa 9,5 km den hier einen Kilometer kürzeren Marbach-Oberlauf sogar übertrifft und nach Fläche einen dessen Teileinzugsgebiet fast gleichkommenden Teil des Schurwaldes entwässert. Er entsteht im Herrenbachstausee aus seinen zwei Oberläufen.

Ab Rechberghausen ist das Tal des nun noch etwa viereinhalb Kilometer langen Marbachs fast waldfrei und stark besiedelt. Gleich unterhalb der Siedlungsgrenze des Dorfes tritt er aufs Gebiet der Kreisstadt Göppingen über, die Bundesstraße verlässt das Tal und von Ostnordosten läuft der etwa 6,5 km lange Meerbach zu, der am Südfuß des Hohenstaufen () entsteht. Südwestlich fließt er nun noch zweieinhalb Kilometer weiter, zieht durch den Stadtteil Faurndau und mündet darin auf etwa von rechts in die untere Fils.

Der Marbach ist 13,2 km lang und hat bei einem Gesamtgefälle von etwa 129 Höhenmetern ein mittleres Sohlgefälle von 9,8 ‰.

Einzugsgebiet Der Marbach hat ein Einzugsgebiet von 58,4 km² Größe, das ungefähr Vierecksgestalt hat. Im Norden reicht es durchweg bis an die linke obere Hangkante des westwärts laufenden Tales der Rems, die nur 1,5–3 km entfernt fließt, vom Schorndorfer Ortsteil Oberberken an der Nordwestspitze bis etwa zum Lorcher Weiler Oberkirneck am Nordosteck. Die sich von dort an südsüdöstlich bis zum Hohenstaufen fortsetzende Wasserscheide trennt danach vom Einzugsgebiet des linken Remszuflusses Beutenbach. Im Bereich des Hohenstaufens biegt sie vor der Krumm nach Westsüdwesten um und läuft anschließend vor kürzeren rechten Zuflüssen der Fils nach Westsüdwesten über den Kamm von Hörnle und Spitalwald, durch den Oberwald und das nördliche Göppingen bis zur Mündung in Faurndau. Von dort zieht die vierte Seite des Einzugsgebiets im Wesentlichen nordwestlich zurück nach Oberberken, anfangs vor dem im Uhingen in die Fils unterhalb mündenden Blaubach, dann vor dem Bachsystem der Nassach, die der Fils weiter abwärts zwischen Uhingen und Ebersbach zumündet.

Der am Mittellauf in den Marbach mündende rechte Zufluss Herrenbach mit seinem zum Marbach-Oberlauf fast gleich großen Einzugsgebiet ebenso wie der am Unterlauf von links zufließende, lange Meerbach weiten die Einzugsgebietskontur des Marbachs so stark aus, dass es sich am längsten quer erstreckt, nämlich über 13 km weit vom Hohenstaufen () im Quellbereich des Meerbachs bis zu seiner Nordwestspitze im Quellbereich des Herrenbach-Oberlaufs Schliffbach (bis ). Im Nahbereich des Hohenstaufens liegen die anderen höchsten Erhebungen im Einzugsgebiet (ca. westlich auf den Heidäckern, südwestlich auf dem Hörnle), dessen Wasserscheide sonst größtenteils zwischen 400 und liegt. Vom Nordosteck über der Marbachquelle bis zur Mündung sind es in Luftlinie nur etwa 10 km.

Naturräumlich verteilt sich das Einzugsgebiet auf drei Teilgebiete der Haupteinheitengruppe Nr. 10, Schwäbisches Keuper-Lias-Land. Der Osten mit dem obersten Lauf des Marbachs, fast dem gesamten Krettenbachtal und dem Meerbach bis etwa zur Hälfte śeiner Fließstrecke gehört der Haupteinheit Nr. 102 Vorland der östlichen Schwäbischen Alb an, der größere nordwestliche Teil mit dem Marbach-Mittellauf und dem Bachsystem des Herrenbachs liegt im östlichen Schurwald, der zur Haupteinheit Nr. 107 Schurwald und Welzheimer Wald zählt, der kleinere südwestliche um Rechberghausen und die Mündung zum Vorland der mittleren Schwäbischen Alb, Haupteinheit Nr. 101. Im Schurwald und beidseits des oberen Meerbachtales dominiert der Waldanteil, sonst die Flur, vor allem im städtischen Bereich nahe der Mündung.

Gebiete von neun Städten und Gemeinden liegen im Einzugsgebiet, im Uhrzeigersinn sind es: ein Zipfel der Stadt Schorndorf im Nordwesten (Rems-Murr-Kreis) fast die ganze Gemeinde Adelberg im Nordwesten (Landkreis Göppingen) fast die ganze Gemeinde Börtlingen im Norden (Landkreis Göppingen) ein Zipfel der Stadt Lorch im Nordosten (Ostalbkreis) der größere Teil der Gemeinde Wäschenbeuren im nördlichen Osten (Landkreis Göppingen) ein langer Streifen der Kreisstadt Göppingen von Osten bis Süden (Landkreis Göppingen) fast die halbe Gemeinde Wangen im Südsüdwesten (Landkreis Göppingen) Zentral im Inneren liegen: Rechberghausen (Landkreis Göppingen) Birenbach (Landkreis Göppingen)

Zuflüsse und Seen Hierarchische Liste der Zuflüsse und class=noviewer|10px Seen von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge, Seefläche, Einzugsgebiet und Höhe nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.

Ursprung des Marbachs auf etwa am Hetzenhof von Lorch. Der Marbach läuft anfangs in seiner Oberlaufklinge südwestlich.

Oberer Marbach, von links und Ostsüdosten auf im Talwald nordnordwestlich von Wäschenbeuren, 1,3 km und ca. 1,6 km². Entsteht auf etwa am Beginn einer Klinge westlich der B 297 Lorch–Wäschenbeuren unter der Fahrhalde.An diesem Zufluss läuft der Bach schon kurze Zeit westsüdwestlich und ist im Wald Grenze zwischen der Kleinstadt Lorch im Ostalbkreis am rechten und der Gemeinde Wäschenbeuren im Landkreis Göppingen am linken Ufer. Bodenwiesenbach, von links und Südsüdosten auf etwa am Hals eines östlichen Talwaldvorsprungs, 0,7 km und ca. 0,3 km². Entsteht auf etwa nordöstlich des Wäschenbeurer Galgenbergs (ca. ). (Waldbach durch die Eichenklinge), von links und Südosten auf gegenüber dem östlichen Sägrain, 1,0 km und ca. 0,6 km². Entsteht auf etwa nördlich des Galgenbergs. Neuwiesenbach, von rechts und Nordwesten auf etwa kurz vor der Bachquerung eines Waldwegs, 0,6 km und ca. 0,4 km². Entsteht auf etwa südöstlich des Börtlinger Schweizerhofs auf der rechten Randhöhe. 10px Durchfließt auf etwa einen Weiher am zur Brücke absteigenden Waldweg, unter 0,1 ha. Taubenbach, von rechts und Nordwesten auf kurz vor dem Beginn der Talgrundlichtung, 2,1 km und ca. 1,6 km². Entsteht auf etwa in Börtlingen-Breech.Nach diesem Zulauf fließt der Marbach fast südlich. Entsteht auf etwa am Ortsrand des Börtlinger Weilers Breech. 10px Passiert einen Teich auf etwa rechts am Rand des Talgrundes, der aus einigen nur zeitweise wasserführenden Seitenklingen gespeist wird, etwas über 0,1 ha. 10px Passiert einen Weiher rechts am Lauf kurz vor dem folgenden, unter 0,2 ha. (Bach aus der Kastenklinge), von rechts und Westen auf etwa an der Mündung einer Nebenklingensteige in den Talwirtschaftsweg, 0,8 km und ca. 0,6 km². Entsteht auf etwa unter dem Sportplatz an der Nordspitze von Börtlingen. (Bach aus der Tannklinge), von links und Norden auf etwa an der Klingenserpentine des ins Marbachtal absteigenden Wirtschaftswegs, etwas über 0,3 km und unter 0,1 km². Entsteht auf etwa und durchläuft die längsten nördliche Nebenklinge der Kastenklinge. Krettenbach, von links und Nordosten auf gleich nach Unterquerung der B 297 südlich von Zell und westlich von Birenbach, 4,7 km und 9,4 km².. Entsteht auf etwa am Ostrand von Wäschenbeuren nahe der Straße Im Gewerbegebiet, läuft zunächst westwärts durch Wäschenbeuren und ist dort meist unterirdisch verdolt. (Bach aus den Gerenwiesen), von rechts und Nordwesten auf etwa am Südwestrand von Wäschenbeuren, 0,8 km und ca. 0,8 km². Entsteht auf etwa . Dort läuft der Krettenbach schon südwestwärts. Irrenbach, von rechts und Nordwesten auf etwa , 0,6 km und ca. 0,5 km². Entsteht auf etwa . Sonderbach, von links und Osten auf etwa beim Schützenhof von Wäschenbeuren, 2,1 km und ca. 2,3 km². Entsteht auf etwa südwestlich des Altenbergs (ca. ). 10px Teich Sonderbachsee im oberen Mündungswinkel des folgenden, 0,1 ha. Esgerbach, von links und Ostsüdosten auf etwa etwas südlich der Ortsgrenze von Wäschenbeuren, 1,1 km und ca. 0,6 km². Entsteht auf etwa im Hangwald Esger. Scheufelwiesenbach, von links und Südsüdwesten auf etwa gleich nach dem vorigen, 0,8 km. Entsteht auf etwa am Waldrand. Feldweggraben neben einem Weg auf dem Hangkamm. Kohlhaugraben, von links und Südosten auf beim Krettenhof von Göppingen, 1,0 km und ca. 0,7 km². Entsteht auf etwa an einem Dreiweg im Hangwald unter der Ebene (). Löchlenswiesengraben, von rechts und Osten auf unter beim Krettenhof, 0,8 km und ca. 0,2 km². Entsteht auf etwa am Waldrand des Gern zu den Löchlenswiesen. Birenbach, von rechts und Norden auf etwa am Südrand von Birenbach, 1,2 km und ca. 0,9 km². Entsteht auf etwa am Nordrand des Eichhölzles. Riedhaldenbach, von links und Südsüdosten auf etwa am Randwegsteg auf der alten Trasse der Hohenstaufenbahn, 0,6 km und ca. 0,4 km². Entsteht auf etwa im Gewann Lachen. Grenzbach, von rechts und Norden auf unter am Westrand von Birenbach, 0,3 km und ca. 0,1 km². Entsteht auf etwa nahe der Straße nach Zell und ist Siedlungs- und Gemeindegrenze von Birenbach. mini|Blick über den Herrenbachstausee Herrenbach, von rechts und Nordwesten auf am Ortsanfang von Rechberghausen nach zuletzt gut einem halben Kilometer Parallellaufs im Marbachtal, 6,1 km auf dem Namenslauf und 9,5 km mit dem Oberlauf Schliffbach sowie 19,3 km². Entsteht auf im Herrenbachstausee an der Stadt- und Kreisgrenze von Schorndorf im Rems-Murr-Kreis zu Adelberg aus Zusammenfluss des Schliffbachs und des Zuflusses aus der Häuslesklinge.Der Marbach selbst ist hier erst 8,5 km lang, hat allerdings schon ein Einzugsgebiet von 22,2 km². Schliffbach, linker und nordwestlicher Hauptstrang-Oberlauf des Herrenbachs, 3,4 km und 4,6 km². Entsteht auf etwa beim Haus Im stillen Hof Nr. 2 am Rand von Oberberken. (Bach aus der Dachsbühlklinge), von links und Norden auf unter an einem Wasserhäuschen im Talwald Barrain, 0,5 km und ca. 0,4 km². Entsteht auf etwa östlich von Oberberken noch oberhalb seiner Waldschlucht. Rothaldenbach, von links und Norden auf nordöstlich von Unterberken, 0,8 km und ca. 0,5 km². Entsteht auf etwa nahe dem Kirchenweg im Oberen Hau. (Zufluss), von rechts und Westen auf etwa am Waldweg um den Herrenbachstausee, 0,5 km und ca. 0,3 km². Entspringt auf etwa am Hang wenig östlich von Unterberken. 10px Durchfließt auf unter die Vorsperre und dann auf den Hauptteil des Herrenbachstausee westlich von Adelberg, zusammen 16,7 ha. Einsiedelbach, von links und Norden in der Vorsperre des Herrenbachstausees, 1,4 km und 1,3 km². Entsteht auf etwa nordwestlich von Adelberg nahe der Einmündung des Kirchenwegs in die L 1147.