Ludwig Joseph von Theobald (* 24. August 1795 in Rastatt; † 26. Juli 1856 in Lichtental (Baden-Baden)) war ein deutscher Verwaltungsbeamter.
Leben
Herkunft Ludwig von Theobald war ein Sohn des gleichnamigen Ludwig von Theobald (1766–1837), welcher Geheimrat und Präsident der Oberrechnungskammer war, und seiner zweiten Ehefrau Rosina, geb. Wagner von Frommenhausen († 1844). Sein jüngerer Bruder war der spätere Generalmajor Joseph Karl Valentin (1800–1862) und der spätere deutsche Verwaltungsjurist und Oberamtmann von Emmendingen Ludwig (* 1828).Edmund von der Becke-Klüchtzner: Stamm-Tafeln des Adels des Großherzogthums Baden. Baden-Baden, 1886, S. 487. Die Geschwister seines Vaters war u. a. der bayerische Generalleutnant Karl Peter von Theobald (1769–1837), der württembergische General und Landtagsabgeordneter Joseph von Theobald (1772–1837).
Die Tante Maria Henriette Theobald (1771–1851), verheiratet mit dem Kaufmann Sigismund Schwendt, kümmerte sich offenbar um den Onkel, den Pater Johann Wilhelm, da sie als Zeugin für sein Ableben dokumentiert wurde. Sie besaß das von ihrem Vater übernommene Rossi-Haus, eines der prächtigsten Privatanwesen in Rastatt, in dem auch der Pater seine letzten Lebensjahre verlebt haben dürfte. Nach dessen Tod 1816 erbte sie die Besitztümer des Paters, welche im Rossi-Haus vorhanden waren.Verlassenschaft des in Rastatt verstorbenen Priesters Johann Wilhelm Theobald Landesarchiv Baden-Württemberg, 220, Nr. 1340.
Werdegang Ludwig von Theobald studierte ab 1813 Rechtswissenschaften an der Universität Heidelberg und wurde im gleichen Jahr Mitglied des Corps Suevia Heidelberg.Kösener Corpslisten 1960, 67, 64 Den Kriegsdienst nahm ihm 1815 sein jüngerer Bruder Josef Karl Valentin von Theobald ab.Er wurde Generalmajor der Badischen Armee. Siehe Badische Biographien, Zweiter Teil, S. 344 ff. Nach dem Studium trat er 1817 als Rechtspraktikant in den badischen Verwaltungsdienst ein. 1819 wurde er Garnisonauditeur zunächst in Mannheim, dann in Freiburg im Breisgau und 1830 in Karlsruhe. 1833 wurde er Amtmann in Offenburg. Als solcher wurde von Theobald 1835 nach Baden-Baden versetzt und 1836 zum Oberamtmann befördert und zum Amtsvorstand des dortigen Bezirksamtes ernannt. Von 1849 bis 1856 war er Amtsvorstand des Bezirksamts Gernsbach.
Er war Ritter des Ordens vom Zähringer Löwen. Literatur Armin Danco: Das Gelbbuch des Corps Suevia zu Heidelberg, 3. Auflage (Mitglieder 1810–1985), Heidelberg 1985, Nr. 64 , S. 557
Einzelnachweise
Kategorie:Oberamtmann (Baden) Kategorie:Jurist in der Kommunalverwaltung Kategorie:Politiker (Baden-Baden) Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Träger des Ordens vom Zähringer Löwen (Ritter) Kategorie:Person (Gernsbach) Kategorie:Badener Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1795 Kategorie:Gestorben 1856 Kategorie:Mann