Rewia gadolJacobson (2002), S. 933. aram. Jacobson (2002), S. 407. ist eine Trope in der jüdischen Liturgie (biblisches Satz-, Betonungs- und Kantillationszeichen) und zählt zu den Teamim des poetischen Systems.

Begriffe

Das hebräische Wort [] (aram. ) bedeutet ‚der vierte‘. Das aramäische Wort hingegen findet sich im Targum Onkelos in als Übersetzung für im Sinne von ‚sich niederlegen‘ (unter einer Last). Die Wurzeln sind , bzw. aram. .

Das hebräische Wort (oder in Defektivschreibweise auch ) bedeutet ‚groß‘.

Symbol Das Symbol für Rewia gadol ist ein Punkt über der betonten Silbe. Es unterscheidet sich in der Darstellung nicht von Rewia qaton. Das Zeichen wird in Druckausgaben rautenförmig dargestellt.

Grammatik Als „König“ kann Rewia gadol ein Etnachta ersetzen. In jedem anderen Fall ist diese Trope ein „Herzog“. Als solcher kann er ein Rewia-Mugrasch-, Atnach- oder Ole-we-Jored-Segment unterteilen.Price Bd. V, S. 1211 f. Es können in einem Satz mehrere Rewia-Gadol-Segmente vorkommen.Price Bd. V, S. 1127. In einem Ole-we-Jored-Segment ist jedoch das letzte Rewia-Symbol als Rewia qaton zu lesen.

Seinerseits kann ein Rewia-gadol-Segment mit Mahpach legarmeh, Azla legarmeh, oder Pazer getrennt werden. Treten in einem Rewia-Gadol-Segment sowohl Azla legarmech, als auch Pazer auf, so trennt Pazer weiter vorne im Versteil und stärker.Wickes, Poetical Books, S. 77–78. In einigen Fällen kann Pazer anstelle von Azla legarmeh stehen.Wickes, Poetical Books, S. 78.

Rewia gadol kann auch alleine vorkommen.Wickes, Poetical Books, S. 77.

Als konjunktiver Akzent kann vor Rewia gadol nur jeweils ein einziges Zeichen auftauchen, das je nach den Gegebenheiten ein Illuj, Mercha, Mahpach oder Zinnorit-Mahpach sein kann.

Vorkommen

Die beiden Formen von Rewia gadol und Rewia qaton zählen zu den Ta’amaj Sifre Emet , den Teamim der Bücher Emet. Teil des Tanach Rewia gadol Rewia qatonPsalmen408 153Ijob 96 23Sprüche 76 18Gesamt 580 194 Die Tabelle zeigt das Vorkommen der beiden Formen in diesen drei poetischen Büchern.James D. Price: Concordance of the Hebrew accents in the Hebrew Bible, Band V S. 1095.

Literatur William Wickes: A treatise on the accentuation of the three so-called poetical books on the Old Testament, Psalms, Proverbs, and Job. 1881 (). William Wickes: A treatise on the accentuation of the twenty-one so-called prose books of the Old Testament. 1887 (). Arthur Davis: The Hebrew accents of the twenty-one Books of the Bible (K"A Sefarim) with a new introduction. 1900 ().

Einzelnachweise

Kategorie:Teamim