Ole we-JoredJacobson (2002), S. 936. (Jacobson (2002), S. 407.) ist eine Trope (von tropJacobson (2002), S. 3: Trop. «In Yiddish, the lingua franca of the Jews in Northern Europe […], these accents came to bei known as trop. The derivation of this word seems to be from the Greek tropos or Latin tropus ».) in der jüdischen Liturgie und zählt zu den biblischen Satz-, Betonungs- und Kantillationszeichen Teamim, die im Tanach erscheinen.: „Cantillation proceeds according to the special graphic signs–tropes or accents–attached to every word in the Bible.“ Ole we-Jored zählt zu den Ta’amei Sifrei Emet, den Zeichen, die in den drei poetischen Büchern Ijob, Buch der Sprichwörter und im Buch der Psalmen gebraucht werden.
Symbol Ole we-Jored entsteht aus der Kombination der Zeichen von Ole mit Mercha. Das Zeichen für Ole sieht aus wie das Zeichen für Mahpach, steht jedoch immer über dem Wort, während Mahpach bzw. Jetiw unter dem Wort stehen. Wenn Ole ausfällt, dann ist aus einem zuvor vorkommenden Zarqa oder aus anderen Indizien auf Jored zu schließen.
Grammatik Ole we-Jored ist ein starkes Trennungszeichen, eine disjunktive Trope der zweiten Ebene. Die Rolle, die das Sof pasuq in der ersten Ebene (Kaiser) hat, wird von Ole we-Jored in der zweiten Ebene (König) übernommen.Jacobson (2002), S. 114. Im poetischen System ist Sof pasuq (das Versende) der einzige Kaiser. Etnachta ist hier nur ein König. Mehr noch: Ole we-Jored ist im poetischen System nach Sof pasuq der zweitstärkste trennende Akzent. Wenn ein Vers in der zweiten Ebene durch mehr als einen König unterteilt wird, ist das Gewicht als Trenner von Ole we-Jored stärker noch als das von Etnachta.
Ole we-Jored kann nicht auf dem ersten Wort auftauchen. Ein Ole-we-Jored-Segment kann also nicht aus einem einzigen Wort bestehen.Wickes: Treatise of poetical books. S. 54. es kann jedoch durch Herzöge weiter unterteilt werden. Als letzter Herzog kann hier Zinnor, oder ersatzweise in bestimmten Fällen ein Rewia qaton auftreten. Als weiter entfernt vorangehendes Trennzeichen kann Rewia gadol gefunden werden.Price, Band 5. S. 1175–1176. Wenn das Segment nur zwei Wörter enthält, ist immer ein Rewia qaton auf dem ersten Wort erforderlich.
Ole we-Jored kann höchstens einen Diener haben. Dieser ist dann in den allermeisten Fällen Atnach Hafuch, das in einzelnen Fällen auch auf demselben Wort anstelle eines Meteg erscheinen kann. In wenigen Fällen erscheinen andere Konjunktionen.
Gesamter Vers (durch Kaiser abgetrennt)„Du, der sich selbst zerfleischt in seinem Zorn, soll deinetwegen die Erde verlassen werden, ein Fels von seiner Stelle wegrücken?“2. Ebene (Könige)Kaiser Sof pasuq am Versende „[…] von seiner Stelle […]“3. König nach Etnachta: Rewia Mugrasch „[…] ein Fels […] wegrücken? […]“2. König: Etnachta „[…] soll deinetwegen die Erde verlassen werden […]“1. König: Ole we-Jored„Du, der sich selbst zerfleischt in seinem Zorn
Ole we-Jored kann eine Psalmüberschrift vom Rest des Verses abtrennen, z. B. „Ein Wallfahrtslied“ . Der restliche Vers ist weiter hinten durch Etnachta untergliedert.
Gesamter Vers„Wallfahrtslied: Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe?“2. Ebene (Könige)Sof pasuq / Siluq als Kaiser am Versende „[…] kommt mir Hilfe? […]“Rewia Mugrasch als 3. König „[…] Woher: […]“Etnachta als 2. König „[…] Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen […]“Ole we-Jored als 1. König„Wallfahrtslied: […]“
Ole we-Jored kann nur der erste König des gesamten Verses sein. In einem aus drei Abschnitten bestehenden Vers endet der erste Abschnitt mit Ole we-Jored:
Vorkommen
Teil des Tanach Ole we-JoredPsalmen325Ijob40Sprüche29Gesamt421 Ole we-Jored zählt zu den Ta’amei Sifrei Emet , den Teamim der Bücher Emet.
Die Tabelle zeigt das Vorkommen von Ole we-Jored in den drei poetischen Büchern.James D. Price: Concordance of the Hebrew accents in the Hebrew Bible. Band V, S. 1095.
Literatur William Wickes: A treatise on the accentuation of the three so-called poetical books on the Old Testament, Psalms, Proverbs, and Job. 1881 (). William Wickes: A treatise on the accentuation of the twenty-one so-called prose books of the Old Testament. 1887 (). Arthur Davis: The Hebrew accents of the twenty-one Books of the Bible (K"A Sefarim) with a new introduction. 1900 ().
Einzelnachweise
Kategorie:Teamim