Carl Heinrich Friedrich Bartholomäi Kühne (bis 1827: Carl Heinrich Friedrich Bartholomäi) (* 1790; † 1857) war ein deutscher Verwaltungsjurist, Rittergutsbesitzer und Parlamentarier im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach.
Leben Carl Bartholomäi Kühne studierte Rechtswissenschaften an der Universität Jena. 1810 wurde er Mitglied des Corps Saxonia Jena.Kösener Korps-Listen von 1798 bis 1910, Hrsg. Karl Rügemer. Verlag der Academischen Monatshefte, Starnberg 1910, 127, 85. Nach dem Studium und der Promotion zum Dr. jur. trat er in den Dienst des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach ein. 1815 heiratete er in Weimar die Tochter des Rittergutsbesitzers und späteren herzoglich-sächsischen Hofrats Christian Johann Martin Kühne in Oßmannstedt, nach dessen Tod 1827 er das Rittergut erbte und den Namen Kühne annahm. Seit 1816 war er für die Praxis als Hofadvokat zugelassen. 1819 war er im Justizamtsbezirk Vieselbach Gerichtsdirektor bei den Kühneschen Gerichten zu Wallichen.Staats-Handbuch des Großherzogthums Sachsen-Weimar-Eisenach 1819, S. 149 (Digitalisat) 1823 wurde er Landrat des Zweiten Verwaltungsbezirks mit Sitz in Weimar. im Goethe- und Schiller-ArchivStaats-Handbuch des Großherzogthums Sachsen-Weimar-Eisenach 1823, S. 50 (Hofadvokat) (Digitalisat)Staats-Handbuch des Großherzogthums Sachsen-Weimar-Eisenach 1823, S. 73 (Amt des Landrats noch vakant) (Digitalisat)Staats-Handbuch des Großherzogthums Sachsen-Weimar-Eisenach 1827, S. 70 (nunmehr Landrat des Zweiten Bezirks, Name Bartholomäi Kühne) (Digitalisat) Des Weiteren gehörte er der Chaussee-Kommission für den Weimar-Jenaischen Kreis und der Landeskommission als Landeskommissionsrat.Staats-Handbuch des Großherzogthums Sachsen-Weimar-Eisenach 1840, S. 103 (Digitalisat)Staats-Handbuch des Großherzogthums Sachsen-Weimar-Eisenach 1846, S. 71 (Digitalisat) Um 1846 versah er zusätzlich noch das Amt des Landrats des dritten Verwaltungsbezirks.Staats-Handbuch des Großherzogthums Sachsen-Weimar-Eisenach 1846, S. 91 (Digitalisat) Nach der Revolution von 1848 gehörte er der Generalkommission zur Ablösung grundherrlicher Rechte an.Staats-Handbuch des Großherzogthums Sachsen-Weimar-Eisenach 1851, S. 103 (Digitalisat) 1855 befand er sich im Ruhestand.Staats-Handbuch des Großherzogthums Sachsen-Weimar-Eisenach 1855, S. 309 (Digitalisat)
1835 war Bartholomäi Kühne für den Stand der Ritter im Weimar-Jenaischen Kreis in den Landtag von Sachsen-Weimar-Eisenach gewählt.Staats-Handbuch des Großherzogthums Sachsen-Weimar-Eisenach 1835, S. 33 (Digitalisat) Zum Landtag von 1841 war er gewählter zweiter Gehilfe des Landmarschalls Georg Ferdinand Friedrich Johann Riedesel Freiherr zu Eisenbach.Staats-Handbuch des Großherzogthums Sachsen-Weimar-Eisenach 1840, S. 38 (Digitalisat) 1846 war er weiterhin unter den Abgeordneten verzeichnet.Staats-Handbuch des Großherzogthums Sachsen-Weimar-Eisenach 1846, S. 49 (Digitalisat) Nach der Verfassungsreform von 1850 gehörte er dem Landtag nicht mehr an.
Alfred von Kühne, später ein preußischer General der Kavallerie, war sein Enkel.
Auszeichnungen Ernennung um Geheimen LandesdirektionsratStaats-Handbuch des Großherzogthums Sachsen-Weimar-Eisenach 1846, S. 90 (Digitalisat) Ernennung zum Geheimen Regierungsrat
Einzelnachweise
Kategorie:Verwaltungsjurist Kategorie:Landrat (Sachsen-Weimar-Eisenach) Kategorie:Landwirt (Deutschland) Kategorie:Landtagsabgeordneter (Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach) Kategorie:Geheimer Regierungsrat Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1790 Kategorie:Gestorben 1857 Kategorie:Mann Kategorie:Person (Weimar)