Grube ist der Name eines Ortsteils und einer Straße im Stadtteil Romaney von Bergisch Gladbach.

Geschichte Der Name Grube ist aus dem gleichnamigen Siedlungsnamen entstanden, der urkundlich bereits 1666 als zur Groven urkundlich belegt ist. Das Urkataster verzeichnet den Einzelhof Gruben, aus dem sich bis 1905 ein Weiler mit 5 Wohnhäusern und 31 Einwohnern entlang der alten Straße von Mülheim nach Wipperfürth (die heutige Romaneyer Straße) gebildet hatte.Andree Schulte, Bergisch Gladbach, Stadtgeschichte in Straßennamen, herausgegeben vom Stadtarchiv Bergisch Gladbach, Band 3, und vom Bergischen Geschichtsverein Abteilung Rhein-Berg e. V., Band 11, Bergisch Gladbach 1995, S. 103, ISBN 3-9804448-0-5

Die Topographia Ducatus Montani des Erich Philipp Ploennies, Blatt Amt Porz, belegt, dass der Wohnplatz 1715 als gemeiner Hof kategorisiert wurde und mit Gruven bezeichnet wurde. Carl Friedrich von Wiebeking benennt die Hofschaft auf seiner Charte des Herzogthums Berg 1789 als Gruben. Aus ihr geht hervor, dass Grube zu dieser Zeit Teil der Honschaft Combüchen im Kirchspiel Paffrath war.Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz; Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794; Bonn; 1898

Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde das Amt Porz aufgelöst und Grube wurde politisch der Mairie Gladbach im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Gladbach im Kreis Mülheim am Rhein. Mit der Rheinischen Städteordnung wurde Gladbach 1856 Stadt, die dann 1863 den Zusatz Bergisch bekam.

Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824 und auf der Preußischen Uraufnahme von 1840 ohne Namen verzeichnet. Ab der Preußischen Neuaufnahme von 1892 ist er auf Messtischblättern regelmäßig als Grube oder ohne Namen verzeichnet.

+ Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Wohn- gebäude Kategorie Bemerkung 1822 21 Hofstelle Gruben gen. 1830 29 Hofstelle Gruben gen. 1845 14 1 Ackergut Gruben gen. 1871 10 1 Einzelhaus 1885 27 3 Wohnplatz 1895 38 5 Wohnplatz 1905 31 5 Wohnplatz Grube gehörte zwar zur politischen Gemeinde Kombüchen, aber zur katholische Pfarre Gladbach.

Bergbau Der Name ist durch den alten Bergbau entstanden, der in der Umgebung stattgefunden hat. Überall kann man heute noch Pingen sehen, die den oberflächennahen Bergbau auf Eisen repräsentieren. Mit dem Beginn der Montanindustrie wurde hier die Grube Prinz Wilhelm verliehen.

Siehe auch Naturschutzgebiet Die Schlade Literatur Anton Jux: Das Bergische Botenamt, die Geschichte Bergisch Gladbachs bis in die Preußische Zeit, herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Bergisch Gladbach, Bergisch Gladbach 1964 Einzelnachweise

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