mini|Dolmabahçe Sarayı Als Serail ( von )Vgl. Junker/Alavi: Persisch-deutsches Wörterbuch, Leipzig/Teheran 1070, S. 411. werden der Palast, die Residenz und der Regierungssitz eines osmanischen zentralen oder regionalen Herrschers bezeichnet.

Im levantinischen Arabischen erscheint das persische Lehnwort als oder .Vgl. H. Wehr: Arabisches Wörterbuch, Wiesbaden 1968, S. 369. Es bezeichnet Bauten für Repräsentation, Wohnzwecke und Verwaltung aus osmanischer Zeit,, auf: Die Geheimnisse der überirdischen und der unterirdischen Stadt Akko, abgerufen am 24. Februar 2019. denn private Gemächer, auch solche für Haremsdamen, wie Verwaltungsräume, waren oft unter einem Dach.Dafür finden sich verschiedentlich im ehemals osmanischen Reichsgebiet Beispiele, so bezeichnet man das Regierungsgebäude in Beirut als Grand Sérail (), ähnlich auch as-Sarāya al-Ḥamrā’ () in Tripolis, Altes und Neues Serail in Tel Aviv-Jaffa, Ak Saray (Weißes Serail) in Ankara, Grand Sérail in Aleppo oder das Alte Serail in Akkon.

Im europäischen Verständnis wird Serail vor allem mit dem Palast eines osmanischen Sultans gleichgesetzt. Besonders im 18. Jahrhundert war es Inbegriff der exotischen Vorstellungen der Europäer von der (Hof-)Kultur des Osmanischen Reiches, wie sie exemplarisch in Mozarts Oper Die Entführung aus dem Serail zum Ausdruck kommen.

Die großen Serails in Istanbul gelten als Meisterwerke osmanischer Baukunst, doch auch in Marokko gibt es mehrere Sultans- oder Königspaläste, deren Architektur teilweise bis in die almohadische, merinidische oder alawidische Zeit zurückreicht.

Bedeutende Serails Beylerbeyi-Palast in Istanbul Dolmabahçe-Palast in Istanbul Ishak-Pascha-Palast in Doğubeyazıt Topkapı Sarayı (Kanonentor-Serail) in Istanbul Yıldız-Palast in Istanbul

Siehe auch Saray, Sarai Seraglio, italienisch für Serail, eine US-amerikanische Kurzfilmkomödie

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