mini|hochkant|Erich von Reden

Erich Julius Adolph Johannes von Reden (* 9. Mai 1880 in Posen; † 18. Oktober 1943 in Sigmaringen)Heiratsregister des Standesamtes Trier-Stadt Nr. 197/1910. war ein deutscher Verwaltungsbeamter und -richter.

Leben Erich von Reden war der Sohn des Geheimen Regierungsrates Maximilian von Reden (1833–1896) und seiner zweiten Ehefrau Luise, geborene Götz von Olenhusen (1848–1920). Er studierte Rechtswissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 1901 wurde er Mitglied des Corps Vandalia Heidelberg.Kösener Korpslisten 1798 bis 1910, Hrsg. Karl Rügemer, Verlag der Academischen Monatshefte, Druck Carl Geber München, Starnberg 1910 122 (Corps)/, 772. (lfd. Nr. dort). Nach dem Studium trat er in den preußischen Staatsdienst ein. Das Regierungsreferendariat absolvierte er bei der Regierung in Marienwerder und bei der Regierung in Danzig, wo er 1909 das Regierungsassessor-Examen ablegte.Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Bestand I. HA Rep. 125, Nr. 3925 Von 1917 bis 1933 war er Landrat des Landkreises Lübben.Landkreis Lübben (Spreewald) Verwaltungsgeschichte und Landratsliste auf der Website territorial.de (Rolf Jehke) 1933 musste er das Amt räumen und ging mit seiner Familie nach Magdeburg. In der Folge wurde er Regierungsdirektor und stellvertretender Regierungspräsident bei der Regierung in Sigmaringen. Zusammen mit dem Regierungspräsidenten Carl Simons konnte er 1938 verhindern, dass die Hohenzollernschen Landen dem Land Württemberg zugeschlagen wurden.Michael Ruck: Korpsgeist und Staatsbewusstsein: Beamte im deutschen Südwesten 1928 bis 1972, Oldenbourg, München 1996, S. 116 (Digitalisat) Zuletzt bis zu seinem Tod 1943 war er Verwaltungsgerichtsdirektor am Verwaltungsgericht Sigmaringen.Kösener Corpslisten 1960, Eine Zusammenstellung der Mitglieder der bestehenden und der nach dem Jahre 1892 suspendierten Corps mit Angabe von Farben, Zirkel, Jahrgang, Chargen und Personalien. Hrsg. Otto Gerlach, Selbstverlag des Verbandes Alter Corpsstudenten, Druck C. L. Mettcker & Söhne Jever, Kassel 1961, 68, 703

Reden war seit 1910 mit Irma Lüntzel (1891–1943), die Tochter des Amtsgerichtsrates Ferdinand Lüntzel und der Ottilie Giesse, verheiratet. Seine Frau war ihm im Tod vier Monaten vorausgegangen. Das Ehepaar hatte vier Kinder, die Tochter Stephanie, die Tochter Marie-Luise, den Sohn Eberhard (1918–1940), Oberleutnant der Luftwaffe, und Werner (1911), der mit Ilse-Gisella von Alvensleben-Erxleben eine Familie gründete.

Ein Ende der 1920er Jahre von Franz Lippisch gemaltes Porträt, das von Reden als Landrat in Lübben zeigt, wurde 2014 von der Familie von Reden an das Museum Lübben übergeben.Porträt des Landrats kehrt zurück (Artikel vom 23. Juli 2014 in der Lausitzer Rundschau)

Literatur Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen von Flotow, Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser / A (Uradel vor 1400 nobilitiert), Band II, Band 11 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsche Adelsverbände in Gemeinschaft mit dem Deutschen Adelsarchiv, C. A. Starke, Glücksburg/Ostsee 1955, S. 349–352. (Haus Hüpede).

Einzelnachweise

Kategorie:Verwaltungsjurist Kategorie:Landrat (Landkreis Lübben) Kategorie:Richter (deutsche Geschichte) Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert) Kategorie:Adliger Erich Kategorie:Person (Lübben (Spreewald)) Kategorie:Person (Sigmaringen) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1880 Kategorie:Gestorben 1943 Kategorie:Mann