Paul Hermann Adolf Freiherr von Hodenberg (* 29. Juni 1881 in Köln; † 10. April 1954 auf dem Gut Sandbeck bei Bremen)Walter von Hueck et al.: Genealogisches Handbuch der Freiherrliche Häuser. A (Uradel). 1980. Band XII, Band 74 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1980, S. 174. war ein deutscher Verwaltungsbeamter und Rittergutsbesitzer.
Herkunft Seine Eltern waren Karl Wilhelm Hermann Freiherr von Hodenberg (1830–1913) und dessen dritte Ehefrau Bertha Gätjens (1858–1928), Tochter von Claus Hinrich Gätjens (Bürgermeister von Pinneberg). Sein Vater war Dr. iur. und Geheimer Regierungsrat.
Leben Paul von Hodenberg studierte Rechtswissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 1900 wurde er Mitglied des Corps Vandalia Heidelberg.Karl Rügemer (Hrsg.): Kösener Korps-Listen von 1798 bis 1910. Carl Gerber GmbH München. Verlag der Academischen Monatshefte, Starnberg 1910, 122 (Corps), 769. Nach dem Studium trat er in den preußischen Staatsdienst ein. 1908 legte er das Regierungsassessor-Examen bei der Regierung in Düsseldorf ab.Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Bestand I. HA Rep. 125, Nr. 2147.
1909 heiratete Freiherr Paul von Hodenberg in Charlottenburg Erica Freiin von Plato, TochterGothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. Gerader Jahrgang: Deutscher Uradel. 1922. Zweiundsiebzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1921, S. 608. der Anny von Bülow (1847–1931) und des Freiherrn Detlev von Plato.
1910 war er Regierungsassessor in Berlin. Von 1918 bis 1920 war er Landrat des Landkreises Dramburg.Rolf Jehke-Herdecke (Hrsg.): Landkreis Dramburg Verwaltungsgeschichte und Landratsliste, In: Territorial.de. 1933 war er vertretungsweise Landrat des Landkreises Osterholz.Rolf Jehke-Herdecke (Hrsg.): Landkreis Osterholz Verwaltungsgeschichte und Landratsliste, In: Territorial.de. Von Oktober 1933 bis 1944 war er schließlich Landrat des Landkreises Soltau.Rolf Jehke-Herdecke (Hrsg.): Landkreis Soltau Verwaltungsgeschichte und Landratsliste, In: Territorial.de. Hier war er 1937 auch beteiligt an den Unterdrückungsmaßnahmen vers. der MissionstätigkeitGunther Schendel: Die Missionsanstalt Hermannsburg und der Nationalsozialismus. LIT-Verlag, Münster/Berlin 2009, ISBN 978-3-8258-0627-9, S. 562. der Hermannsburger Mission. Zeitgleich ist sein Eintritt in die NSDAP zu verzeichnen.Dirk Stegmann: Politische Radikalisierung in der Provinz. Lageberichte und Stärkemeldungen der Politischen Polizei und der Regierungspräsidenten für Osthannover 1922 - 1933. In: Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen. 35; Quellen und Untersuchungen zur allgemeinen Geschichte Niedersachsens in der Neuzeit. Band 16; Verlag Hahn, Hannover 1999, ISBN 3-7752-5909-0, S. 108.
Zuletzt lebte er auf seinem Gut Sandbeck bei Bremen.Otto Gerlach (Hrsg.): Kösener Corpslisten 1960. C. L. Mettcker & Söhne-Jever. Im Selbstverlag des Verbandes Alter Corpsstudenten, Kassel 1961, 68 (Corps), 700.
Genealogie Walter von Hueck, Friedrich Wilhelm Euler, u. a.: Genealogisches Handbuch der Freiherrliche Häuser. A (Uradel). 1980. Band XII, Band 74 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1980, S. 174.
Einzelnachweise
Kategorie:Verwaltungsjurist Kategorie:Landrat (Landkreis Dramburg) Kategorie:Landrat (Provinz Hannover) Kategorie:Landrat (Landkreis Soltau) Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Paul Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1881 Kategorie:Gestorben 1954 Kategorie:Mann