Mihăileni [] (veraltet Șaldorf, Șoale; , ) ist eine Gemeinde im Kreis Sibiu in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage mini|links|Lage von Mihăileni im Kreis Sibiu Die Gemeinde Mihăileni liegt im Siebenbürgischen Becken, im Harbacher Hochland etwa im Zentrum des Kreises Sibiu. Am Bach Șoala – ein rechter Zufluss der Vișa (Weißbach) – und der Kreisstraße (drum județean) DJ 141A befindet sich der Ort 30 Kilometer südöstlich von der Kleinstadt Copșa Mică (Kleinkopisch); die Kreishauptstadt Sibiu (Hermannstadt) liegt etwa 50 Kilometer südwestlich.

Geschichte Der Ort Mihăileni wurde 1382 erstmals urkundlich erwähnt.Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2.

Nach der Revolution von 1848 wurden die protestierenden Wortführer gezwungen ihre Gesuche zurückzunehmen, so auch hier in Mihăileni der Geistliche I. Lebu.Die Romanen der österreichischen Monarchie, Druck von Karl Gerold & Sohn, Drittes Heft, Wien 1851, S. 78.

Ende des 19. Jahrhunderts gehörte Schaldorf im damaligen Kreis Hermannstadt dem Bezirk Marktschelken an und hatte etwa 480 Einwohner.E. A. Bielz: Handbuch der Landeskunde Siebenbürgens, Hermannstadt 1857, S. 413. Online in der Bayerischen Staatsbibliothek.

Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnische Zusammensetzung Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 2389 1146 87 1014 142 1941 3100 1661 61 1341 37 1956 2990 1902 15 1015 58 1977 1806 1025 4 704 73 1992 1035 757 1 76 201 2002 1062 809 7 31 215 2011 1036 742 3 22 269 (243 Roma) 2021 973 618 2 7 346 (235 Roma) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und gleichzeitig die der Rumäniendeutsche 1941 ermittelt. Die höchste Anzahl der Rumänen wurde 1956, die der Roma 2011 und die der Magyaren (106) wurde 1890 gezählt. Des Weiteren wurde 1890 ein Slowake und 1992 ein Serbe registriert. Die meisten Rumäniendeutsche wurden in den eingemeindeten Dörfern Metiș (Martinsdorf) – von 1850 bis 1941 etwa 83 % – und auch in Moardăș (Mardisch) und Răvășel (Rosch) registriert.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 4. November 2008 (PDF; 582 kB; ungarisch).

Sehenswürdigkeiten Im eingemeindeten Dorf Metiș die evangelische Kirche, im 15. Jahrhundert errichtet und im 19. erneuert (1863 eingeweihtAngaben zu Martinsdorf bei siebenbuerger.de.), steht unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Moardăș die evangelische Kirchenburg, im 14. Jahrhundert errichtet, steht unter Denkmalschutz. Von der Ringmauer sind heute nur noch Teile zu sehen. Der Glockenturm stürzte 1880 ein, sodass ein im Nordosten der Kirchenburg stehender Rundturm eine Zeitlang als Glockenturm diente. 1913 und 1959 wurde die Kirche umfassend renoviert.Angaben zu Mardisch (Moardăș) bei siebenbuerger.de

Weblinks

Mihăileni bei ghidulprimariilor.ro

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1382