Götz Heinrich Albrecht von Götz (* 9. Februar 1881 in Brandenburg an der Havel; † 22. März 1954 in Magdeburg)Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser, A (Uradel) Band XII, Band 55 der Gesamtreihe GHdA, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1973, S. 138. war ein deutscher Verwaltungsbeamter.

Leben Seine Eltern waren der Offizier und Johanniterritter Georg von Götz-Hohenbocka und Luise Freiin von Schlotheim, Tochter der Ida Marie von Wolff und des Generals Ludwig Freiherr von Schlotheim. Götz von Götz selbst studierte an der Ruprecht-Karls-Universität Rechtswissenschaft. 1900 wurde er im Corps Vandalia Heidelberg recipiert.Kösener Corpslisten 1960. Eine Zusammenstellung der Mitglieder, Hrsg. Otto Gerlach. Im Selbstverlag des Verbandes Alter Corpsstudenten, Kassel 1961, 68/688. Nach dem Studium trat er in den preußischen Staatsdienst. 1908 legte er das Regierungsassessor-Examen bei der Regierung in Kassel ab.Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Bestand I. HA Rep. 125, Nr. 1642. Nach Tätigkeiten als Regierungsassessor, unter anderem um 1910 in Geestemünde, war er 1916–1919 Landrat des Landkreises Waldenburg i. Schles.Landkreis Waldenburg i. Schles. In: Rolf Jehke (Hrsg.): Territoriale Veränderungen in Deutschland und deutsch verwalteten Gebieten 1874–1945.Herdecke, zuletzt geändert am 26. Mai 2008. In der Folge war er als Regierungsrat zuletzt bei der Provinz Magdeburg tätig. Nach der Befreiung Magdeburgs von der NS-Diktatur durch US-amerikanische Truppen im Mai 1945 wurde Götz an Stelle des geflohenen Gauleiters Rudolf Jordan zum Oberpräsidenten der Provinz Magdeburg und zugleich zum Regierungspräsidenten des Regierungsbezirks Magdeburg ernannt. Nach Übergabe Magdeburgs an die sowjetische Militärverwaltung erfolgte die Zusammenlegung der Provinz Magdeburg mit der Provinz Halle-Merseburg und dem Land Anhalt zur neuen Provinz Sachsen. Götz trat alsbald in den Ruhestand. Bis zu seinem Tod lebte er als Regierungspräsident a. D. in Magdeburg.

Götz von Götz war mit Dorothea von Bischoffshausen verheiratet, ihr Sohn Lothar Heinrich von Götz starb 1941 als Leutnant. Der Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt war sein Schwager, verheiratet mit Bila von Götz.

Literatur Walter von Hueck, Friedrich Wilhelm Euler et al.: Genealogisches Handbuch des Adels, Adelige Häuser, A (Uradel). Band XII, Band 55 der Gesamtreihe GHdA. Hrsg.: Deutsches Adelsarchiv. C. A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn 1973, S. 137 f.;

Einzelnachweise

Kategorie:Verwaltungsjurist Kategorie:Landrat (Landkreis Waldenburg i. Schles.) Kategorie:Regierungspräsident (Magdeburg) Kategorie:Oberpräsident (Preußen) Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Adliger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1881 Kategorie:Gestorben 1954 Kategorie:Mann