Die Chi-Phase (χ-Phase) ist eine intermetallische Phase (Fe36Cr12Mo10), die unter anderem beim Schweißen hochlegierter Stähle mit einem Chromgehalt über 15 Prozent entstehen kann.vhi GmbH: Versprödung, abgerufen am 14. Februar 2017 Sie ähnelt in ihrer Entstehung und Eigenschaften stark der Sigma-Phase.

Die Chi-Phase entsteht bei langer Erwärmung zwischen 400 und 550 °C und führt zur 475 °C – Versprödung.Bargel, Schulze: Werkstoffkunde. 10. Auflage, S. 238 Sie besitzt eine raumzentrierte kubische Struktur.

Durch die Chi-Phase werden die Duktilität, die Korrosionsbeständigkeit und die Zähigkeit des Materials reduziert. Als Gegenmaßnahme kann beim Schweißen die Wärmezufuhr (Streckenenergie) begrenzt werden; im Betrieb entsprechend die Betriebstemperatur.

Die Chi-Phase entsteht beim Schweißen wegen ihres Temperaturbereiches vor der Sigma-Phase und wird meist auch in diese umgewandelt.

Sie kommt auch in anderen intermetallischen Verbindungen vor.J.-M. Joubert, M. Phejar: Crystal chemistry and Calphad modelling of the χ phase. In: Progress in Materials Science. 54, 2009, S. 945, .J.S Kasper: The ordering of atoms in the chi-phase of the iron-chromium-molybdenum system. In: Acta Metallurgica. 2, 1954, S. 456, .

Einzelnachweise

Kategorie:Intermetallische Phase