Piastowo (vor 2005 , ) ist ein kleiner Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, der zur Landgemeinde Kowale Oleckie (Kowahlen, 1938 bis 1945 Reimannswalde) im Powiat Olecki (Kreis Oletzko, 1933 bis 1945 Kreis Treuburg) gehört.
Geographische Lage Piastowo liegt im Nordosten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, im Südosten der Seesker Höhe (). Die einstige Kreisstadt Goldap () befindet sich 14 Kilometer nordwestlich, die heutige Kreismetropole Olecko (Marggrabowa, 1928 bis 1945 Treuburg) 18 Kilometer südöstlich.
Geschichte Vor 1945 war das damalige FriedrichshofDietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Friedrichshof ein Vorwerk und gehörte zur Landgemeinde Pogorzellen (1906 bis 1945: Hegelingen, ). Diese war bis 1945 ein Teil des Amtsbezirks GurnenRolf Jehke: Amtsbezirk Gurnen im Kreis Goldap im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen.
Im Jahre 1945 kam Friedrichshof in Kriegsfolge mit dem südlichen Ostpreußen zu Polen und wurde zunächst „Stachowięta“, später „Piastowo“ genannt. Der kleine Ort gehört jetzt zum Schulzenamt () DorszeSołectwo Dorsze (Dorschen) innerhalb der Landgemeinde Kowale Oleckie, wobei er den einstigen Kreis Goldap in den Powiat Olecki „tauschte“. Bis 1998 zur Woiwodschaft Suwałki zugehörig, ist er jetzt in die Woiwodschaft Ermland-Masuren eingegliedert.
Kirche Friedrichshof war bis 1945 in das evangelische Kirchspiel GurnenWalther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens. Band 3: Dokumente, Göttingen 1968, S. 479 () im Kirchenkreis Goldap innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt. Die zuständige katholische Pfarrkirche stand in Goldap, damals zum Bistum Ermland gehörig.
Heute ist Piastowo der neu errichteten Pfarrei Kowale Oleckie zugeordnet – im neu gebildeten Bistum Ełk (Lyck) der Katholischen Kirche in Polen. Die evangelischen Kirchenglieder gehören jetzt nach Gołdap zu einer Filialgemeinde der Pfarrei Suwałki in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr Piastowo liegt nahe eine Nebenstraße, die von der polnischen Landesstraße DK 65 (ehemalige deutsche Reichsstraße 132) über die Seesker Höhe zur Woiwodschaftsstraße 650 (Reichsstraße 136) führt und dabei Pogorzel (Pogorzellen, 1906 bis 1945 Hegelingen) mit Nasuty (Nossuten) und Grabowo (Grabowen, 1938 bis 1945 Arnswald) verbindet. Bis 1993 bestand über Pogorzel Anschluss an die Bahnstrecke Ełk–Tschernjachowsk (Lyck–Insterburg), die nicht mehr für Personenverkehr betrieben wird.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Kowale Oleckie