mini|hochkant=1.1|Stolpersteine in Lingenau Die Liste der Stolpersteine in Vorarlberg enthält die Stolpersteine im österreichischen Bundesland Vorarlberg, die an das Schicksal der Menschen erinnern, die von den Nationalsozialisten in Vorarlberg ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Stolpersteine wurden von Gunter Demnig verlegt.
Widmungen Den Opfern der Kinder-Euthanasie und der Aktion T4, der gezielten Ermordung geistig oder körperlich behinderter Erwachsener durch das NS-Regime, gewidmet sind die sechs Stolpersteine, die 2011 in der Bregenzerwälder Gemeinde Lingenau verlegt wurden. Die Spannweite der getöteten Opfer reicht von der 8-jährigen Maria Rosa Bechter bis zur 82-jährigen Anna Brugger. Seit 2024 gedenkt man in Bregenz mittels Stolpersteinen der 28 dortigen Opfer der Aktion T4.
Die Blütezeit der jüdischen Gemeinde von Hohenems lag in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. An ihrem Höhepunkt zählt die Gemeinde 564 Menschen. Auf Grund der Dezemberverfassung 1867 war Juden die freie Wahl des Wohnorts überlassen und es kam zu einer starken Abwanderung in benachbarte Städte und Orte. 1935 zählte die jüdische Gemeinde nur mehr 35 Mitglieder. Nach der Annexion Österreichs im Jahr 1938 kam es zu einer radikalen Enteignung aller Besitztümer, Grundstücke und Häuser von Menschen jüdischer Herkunft und zur physischen Vernichtung aller in Hohenems verbliebenen Juden und Jüdinnen. Daran erinnern seit 2014 neun Stolpersteine.
Verlegte Stolpersteine Die Tabellen sind teilweise sortierbar; die Grundsortierung erfolgt alphabetisch nach dem Familiennamen.
Bregenz
Fraxern In der Gemeinde Fraxern wurde bisher ein Stolperstein verlegt.
Bild Inschrift Verlegeort Name, Leben 120px IN FRAXERN WOHNTEJOSEF NÄGELEJG. 1894DEPORTIERT 10.2.1941HARTHEIMERMORDET 19.2.1941 Vorplatz der PfarrkircheFraxern (1894–1941)
Göfis In der Gemeinde Göfis wurde bisher ein Stolperstein verlegt.
Bild Inschrift Verlegeort Name, Leben 120px IN GÖFIS GEBORENCARL LAMPERTJG. 1894VERHAFTET 1943VORWURF DERWEHRKRAFTZERSETZUNGDEPORTIERT 1944ZUCHTHAUS ROTER OCHSEHALLEERMORDET 13.11.1944 Vor der Kapelle im Unterdorf Göfis (1894–1944)
Hohenems In der Stadt Hohenems wurden neun Stolpersteine an fünf Adressen verlegt.