Die Playoffs um den Stanley Cup des Jahres 2014 begannen am 16. April 2014 und endeten am 13. Juni 2014 mit dem 4:1-Erfolg der Los Angeles Kings über die New York Rangers. Die Kings gewannen damit ihren zweiten Stanley Cup nach 2012 und stellten mit Justin Williams nicht nur den wertvollsten Spieler, sondern hatten mit Anže Kopitar auch den Topscorer der Playoffs in ihren Reihen.
Zum ersten Mal seit 1973 qualifizierte sich mit den Canadiens de Montréal nur ein einziges kanadisches Team für die post-season. Die Detroit Red Wings hingegen verlängerten die längste Serie von aufeinander folgenden Playoff-Teilnahmen aller aktiven Franchises auf 23, während die Columbus Blue Jackets ihre ersten beiden Playoff-Siege überhaupt errangen. Zudem standen zum ersten Mal seit 1979 drei Vertreter der Original Six in den Conference-Finals.
In den Playoffs wurde ein neuer Rekord aufgestellt, so gelang es den Teams in der ersten Runde zehn Mal, einen Rückstand von mehr als einem Tor noch in einen Sieg umzuwandeln. Zum Vergleich geschah dies im Jahr zuvor nur acht Mal in allen vier Wettbewerbsrunden. Ebenfalls in der ersten Runde gelang es den Los Angeles Kings, einen 0:3-Rückstand in der Serie gegen die San Jose Sharks noch in einen 4:3-Erfolg zu verwandeln, was erst zum vierten Mal in der Playoff-Historie geschah. Nachdem die Kings auch in Conference-Halbfinale und -Finale über sieben Spiele gehen mussten, wurden sie zum ersten Team, das das Stanley-Cup-Finale erreichte, nachdem es in allen drei Runden zuvor sieben Spiele absolviert hatte. Ferner markierte das 4:1 im Finale das 93. Spiel dieser Playoffs, womit der bisherige Rekord von 92 Spielen aus dem Jahr 1991 ebenfalls übertroffen wurde.
Modus Nachdem sich aus jeder Division die drei punktbesten Teams sowie die zwei Wild-Card-Teams der jeweiligen Conference qualifiziert haben, starten die im K.-o.-System ausgetragenen Playoffs. Die Divisionssieger treffen dabei in der ersten Runde auf die Wild-Card-Teams der jeweiligen Conference, wobei der Divisionssieger mit den meisten Punkten auf das schlechtere der beiden Wild-Card-Teams trifft. Die übrigen Paarungen des Conference-Viertelfinals werden divisionsintern unter den Zweit- und Drittplatzierten Teams ausgetragen.
Jede Conference spielt in der Folge im Conference-Viertelfinale, Conference-Halbfinale und im Conference-Finale ihren Sieger aus, der dann im Finale um den Stanley Cup antritt. Alle Serien jeder Runde werden im Best-of-Seven-Modus ausgespielt, das heißt, dass ein Team vier Siege zum Erreichen der nächsten Runde benötigt. Das höher gesetzte Team hat dabei in den ersten beiden Spielen Heimrecht, die nächsten beiden das gegnerische Team. Sollte bis dahin kein Sieger aus der Runde hervorgegangen sein, wechselt das Heimrecht von Spiel zu Spiel. So hat die höher gesetzte Mannschaft in den Spielen 1, 2, 5 und 7, also vier der maximal sieben Spiele, einen Heimvorteil. Der Sieger der Eastern Conference wird mit der Prince of Wales Trophy ausgezeichnet und der Sieger der Western Conference mit der Clarence S. Campbell Bowl.
Bei Spielen, die nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten unentschieden bleiben, folgt die Overtime, die im Gegensatz zur regulären Saison mit fünf Feldspielern gespielt wird. Zudem endet sie durch das erste Tor (Sudden Death) und nicht, wie in der regulären Saison üblich, mit einem Shootout.
Qualifizierte Teams Eastern Conference Atlantic Division A1: A2: A3:
Metropolitan Division M1: M2: M3:
Wild Cards EWC1: EWC2: Western Conference Central Division C1: C2: C3:
Pacific Division P1: P2: P3:
Wild Cards WWC1: WWC2:
Playoff-Baum
Conference-Viertelfinale Eastern Conference (A1) Boston Bruins – (EWC2) Detroit Red Wings
(A2) Tampa Bay Lightning – (A3) Canadiens de Montréal
(M1) Pittsburgh Penguins – (EWC1) Columbus Blue Jackets
(M2) New York Rangers – (M3) Philadelphia Flyers
Western Conference (C1) Colorado Avalanche – (WWC1) Minnesota Wild
(C2) St. Louis Blues – (C3) Chicago Blackhawks
(P1) Anaheim Ducks – (WWC2) Dallas Stars
(P2) San Jose Sharks – (P3) Los Angeles Kings
Conference-Halbfinale Eastern Conference (A1) Boston Bruins – (A3) Canadiens de Montréal
(M1) Pittsburgh Penguins – (M2) New York Rangers
Western Conference (C3) Chicago Blackhawks – (WWC1) Minnesota Wild
(P1) Anaheim Ducks – (P3) Los Angeles Kings
Conference-Finale Eastern Conference (A3) Montréal Canadiens – (M2) New York Rangers
Western Conference (C3) Chicago Blackhawks – (P3) Los Angeles Kings
Stanley-Cup-Finale (P3) Los Angeles Kings – (M2) New York Rangers
Stanley-Cup-Sieger Stanley-Cup-SiegerLos Angeles KingsTorhüter: Martin Jones, Jonathan Quick
Verteidiger: Drew Doughty, Matt Greene, Alec Martinez, Willie Mitchell, Jake Muzzin, Robyn Regehr, Jeff Schultz, Wjatscheslaw Woinow
Angreifer: Dustin Brown (C), Jeff Carter, Kyle Clifford, Marián Gáborík, Dwight King, Anže Kopitar, Trevor Lewis, Jordan Nolan, Tanner Pearson, Mike Richards, Jarret Stoll, Tyler Toffoli, Justin Williams Cheftrainer: Darryl Sutter General Manager: Dean Lombardi
Beste Scorer Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte, +/− = Plus/Minus, PIM = Strafminuten; Fett: Bestwert Spieler Team GP G A Pts +/− PIM Anže Kopitar 26 5 21 26 +9 14 Jeff Carter 26 10 15 25 +5 4 Justin Williams 26 9 16 25 +13 35 Marián Gáborík 26 14 8 22 +6 6 Patrick Kane 19 8 12 20 +5 8 Drew Doughty 26 5 13 18 +2 30 Jonathan Toews 19 9 8 18 +3 8 Ryan McDonagh 25 4 13 17 −1 8 Brandon Saad 19 6 10 16 +10 6 Martin St. Louis 25 8 7 15 −5 2
Beste Torhüter Die kombinierte Tabelle zeigt die jeweils drei besten Torhüter in den Kategorien Gegentorschnitt und Fangquote sowie die jeweils Führenden in den Kategorien Shutouts und Siege.
Abkürzungen: GP = Spiele, TOI = Eiszeit (in Minuten), W = Siege, L = Niederlagen, OTL = Overtime/Shootout-Niederlagen, GA = Gegentore, SO = Shutouts, Sv% = gehaltene Schüsse (in %), GAA = Gegentorschnitt; Fett: Saisonbestwert; Sortiert nach Gegentorschnitt. Spieler Team GP TOI W L GA SO Sv% GAA Steve Mason 5 243 2 2 8 0 93,9 1,97 Tuukka Rask 12 752 7 5 25 2 92,8 1,99 Jimmy Howard 3 178 1 2 6 1 93,1 2,02 Alex Stalock 3 117 0 1 4 0 92,9 2,05 Jonathan Quick 26 1605 16 10 69 2 91,1 2,58
Weblinks
Stanley-Cup-Playoffs 2014 auf hockey-reference.com
Einzelnachweise
#2014 Kategorie:Eishockeyveranstaltung 2014