mini|hochkant|Gunter Demnig bei einer Verlegung in Leipzig (2022) Die Liste der Stolpersteine in Leipzig enthält sämtliche Stolpersteine und Stolperschwellen, die im Rahmen des gleichnamigen Kunst-Projektes von Gunter Demnig in Leipzig verlegt wurden.
Seit dem 23. Oktober 2025Einladung: Neue STOLPERSTEINE in Leipzig am 23. Oktober 2025, Arbeitsgemeinschaft STOLPERSTEINE in Leipzig. liegen insgesamt 847 Stolpersteine, davon 846 für Einzelpersonen und 1 als „Kopfstein“, sowie 3 Stolperschwellen an insgesamt 296 Orten in Leipzig.
Hintergrund Der Leipziger Stadtrat stimmte am 15. Juni 2005 der Teilnahme am Projekt Stolpersteine zu. Nach Absprachen mit verschiedenen Vereinen wurde die Arbeitsgemeinschaft Stolpersteine gegründet, zu der unter anderem Bürgerkomitee Leipzig e. V., Träger der Stasi-Gedenkstätte „Runde Ecke“ und Betreiber der Website stolpersteine-leipzig.de, und Archiv Bürgerbewegung Leipzig e. V. als Koordinator der Arbeitsgemeinschaft gehören.
Seit dem 3. April 2006 erinnern in Leipzig verlegte Stolpersteine an verschiedenen Orten an ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt, die während der Zeit des Nationalsozialismus erfasst, verfolgt und meistens deportiert und ermordet wurden.
Zum Zwecke der Nachvollziehbarkeit und Vergleichbarkeit folgt die Zählung der Orte in der Tabelle der Zählweise der Arbeitsgemeinschaft Stolpersteine in Leipzig, obwohl sie nicht immer konsistent ist: Naheliegende Orte wurden teilweise als ein Ort gezählt, während Verlegungen an bestehenden Orten teilweise als neue Orte mitgezählt wurden.
Datum Stolpersteine Orte Bemerkungen Neu Gesamt Wdh. Neu Gesamt 11 11 3 3 15 26 8 11 15 41 9 20 16 57 8 28 16 73 9 37 21 94 8 45 8 102 6 51 18 120 7 58 10 130 6 64 5 135 3 67 15 150 8 75 9 159 6 81 21 180 2 6 87 Zweite Verlegung im Ranstädter Steinweg 13/15 und in der Thomasiusstraße 23 22 202 10 97 23 225 7 104 11 236 7 111 29 265 8 119 22 287 2 8 127 Zweite Verlegung in der Funkenburgstraße 23 und ein weiterer Ort als solche gezählt (Karl-Heine-Straße 47/57?) 22 309 1 7 134 ein Ort als zweite Verlegung gezählt 26 335 9 143 inklusive einem sogenannten „Kopfstein“ für keine Einzelperson, sondern das Kinderheim;
Stolperschwelle vor der Heilanstalt Dösen als neuer Ort, aber nicht als Stolperstein gezählt 27 362 6 149 29 391 8 157 Als neue Orte gezählt: zweite Verlegung in der Karl-Heine-Straße 47 und der Nordstraße 27 33 424 8 165 Als neuer Ort gezählt: zweite Verlegung in der Thomasiusstraße 7 36 460 1 166 Stolpersteine und zwei Stolperschwellen für Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie 22 482 10 176 Als neuer Ort gezählt: zweite Verlegung in der Alexanderstraße 46 31 513 1 9 185 Zweite Verlegung in der Nikolaistraße 31 32 545 2 7 192 Zweite Verlegung in der Funkenburgstraße 10 und Humboldtstraße 27 16 561 6 198 5 566 4 202 Verlegung wegen COVID-19-Pandemie in Deutschland ohne Gunter Demnig 4 570 3 205 erneut ohne Gunter Demnig 14 584 1 5 210 erneut ohne Gunter Demnig; im Rahmen der Jüdischen Woche 2021 in Leipzig
Der Standort der zwei Stolpersteine für Ehepaar Bergmann in der Naunhofer Straße (siehe Abschnitt Stötteritz) wurde korrigiert. 32 616 10 220 wieder mit Gunter Demnig vor Ort 28 644 6 226 mit Gunter Demnig 25 669 7 233 ohne Gunter Demnig 12 681 4 237 3 684 1 237 Ergänzung der Stolpersteine für Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie 21 705 9 246 ohne Gunter Demnig; im Rahmen der Jüdischen Woche 2023 in Leipzig 23 728 7 253 ohne Gunter Demnig 26 754 8 261 mit Gunter Demnig 15 769 5 266 ohne Gunter Demnig 25 794 8 274 ohne Gunter Demnig 14Einladung: Neue STOLPERSTEINE in Leipzig am 6. März 2025, Arbeitsgemeinschaft STOLPERSTEINE in Leipzig 808 7 283 ohne Gunter Demnig 23Einladung: Neue STOLPERSTEINE in Leipzig am 17. Juni 2025, Arbeitsgemeinschaft STOLPERSTEINE in Leipzig. 831 6 289 ohne Gunter Demnig 16 847 7 296 ohne Gunter Demnig
Liste der Stolperschwellen in Leipzig
Die Stolperschwelle vor der Heilanstalt Dösen war 2016 die erste Stolperschwelle in Sachsen.
Die Recherchen für über die verfolgten Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie wurden von ihrem früheren Generalsekretär Jürgen Probst angeführt.
Die Links in der Spalte Link führen, soweit vorhanden, zur Website Stolpersteine-Guide.de, die die Stolpersteine mit einer Karte und biografischen Informationen dokumentiert.
Bild Adresse Verlegedatum Institution, Inschrift Link rahmenlosweitere Bilder | 16px|verweis=d: Q125869229 Chemnitzer Straße(gegenüber dem Eingang zum früheren Klinikgelände, neben der Bushaltestelle, ) rahmenlosweitere Bilder | 16px|verweis=d: Q127385592 Liebigstraße 20(neben dem Eingang zur Uniklinik Leipzig, )rowspan="4" [38 Stolpersteine für einzelne jüdische Mitglieder, siehe Abschnitt Zentrum-Südost] [1 Stolperstein für ein weiteres Mitglied]
Liste der Stolpersteine in Leipzig Zusammengefasste Adressen zeigen an, dass mehrere Stolpersteine an einem Ort verlegt wurden. Die Links in der Spalte Link führen, soweit vorhanden, zur Website Stolpersteine-Guide.de, die die Stolpersteine mit einer Karte und biografischen Informationen dokumentiert.
Altlindenau Bild Adresse Verlegedatum Inschrift Kurzvita/Anmerkungen Link 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q125771043 Demmeringstraße 58150px rowspan="3" Beschreibung der Familie Gulkowitsch und der Stolpersteinverlegung Frieda Gulkowitsch 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q125771290 Lazar Gulkowitsch 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q125771364 Lea Gulkowitsch 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d: Q125813937 Erich-Köhn-Straße 76 Arno Jörg König 150px16px|verweis=d: Q125819922 Georg-Schwarz-Straße 24 siehe Georg Schwarz
Der Stolperstein verschwand zwischen November 2020 und Januar 2021. Im März 2021 wurde von der Arbeitsgemeinschaft Stolpersteine, ohne Gunter Demnigs Anwesenheit, ein neues Exemplar verlegt. 150px 16px|verweis=d: Q125819949 Georg-Schwarz-Straße 49 Marie Runkel (* 8. November 1878 in Merseburg, † 17. März 1941 in Pirna-Sonnenstein) 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d: Q125819986 Großmannstraße 9 Minna Milda Elsa Walther geb. Schmeißer 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d: Q125820014 Karl-Ferlemann-Straße 16 siehe Otto Engert 150px 16px|verweis=d: Q125820042 Kuhturmstraße 29 Elsa Knabe 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d: Q125820058 Lindenauer Markt 8 Erich Palusczyk 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q125820081 Lindenauer Markt 22150pxrowspan="3" Richard Oelsner 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q125820113 Johanna Oelsner, geb. Schiftan 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q125820123 Wilhelm Baruch Oelsner 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d: Q125820134 Lützner Straße 16b Friedrich Max Erich Krause 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d: Q125820158 Paul-Küstner-Straße 14 (damals: Ottostraße) Paul Küstner (* 22. Juli 1896 in Giebichenstein, † 12. April 1945 in Lindenthal), am 5. August 1944 verhaftet, am 12. April (sieben Tage vor Befreiung von Leipzig) als einer von 52 Gefangenen in einem Gestapo-Massaker auf dem Truppenübungsplatz Lindenthal erschossen 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q125820183Uhlandstraße 8120px rowspan="2" Dora Kohs, Ehefrau von Josef Kohs und Schwiegertochter von Leon und Laura Kohs 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q125820196Uhlandstraße 8 Michael Kohs, Sohn von Dora Kohs 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d: Q125820217 William-Zipperer-Straße 13 siehe William Zipperer
Anger-Crottendorf Bild Adresse Verlegedatum Inschrift Kurzvita/Anmerkungen Link150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q125821733 Zweinaundorfer Straße 18rowspan="3" Max Schleifstein (* 7. September 1912 in Lodz), vom 2. November 1933 bis 14. März 1934 wegen „kommunistischer Umtriebe“ im KZ Colditz, Ausweisung angeordnet am 5. September 1934 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q125821746 Zweinaundorfer Straße 18 Marie Schleifstein (* 11. März 1886 in Mniszek); nahm die Identität ihrer Schwägerin Tauba an, heiratete 1910 Herszek Dyjament (* 1883, † 1932), der sich als ihr Bruder ausgab, lebten seit 1921 in Leipzig, Inhaber eines Textilgeschäfts in Anger-Crottendorf, ab 15. Juli 1939 Aufenthaltsverbot und Vertreibung nach Polen, möglicherweise zuletzt im Ghetto Radom150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q125821748 Zweinaundorfer Straße 18 Josef Schleifstein (* 15. März 1915 in Lodz), am 1. November 1933 verhaftet, ohne Pass nach Polen ausgewiesen, konnte am 11. März 1939 mit dem Flugzeug von Prag nach England fliehen und überlebte den Krieg
Connewitz Bild Adresse Verlegedatum Inschrift Kurzvita/Anmerkungen Link 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d: Q125821860 Arthur-Hoffmann-Straße 150 siehe Arthur Hoffmann 150px16px|verweis=d:Q128692961 Bernhard-Göring-Straße 152(damals städtisches Kinderheim, heute Haus der Demokratie)120pxrowspan="7" siehe Haus der Demokratie 150px16px|verweis=d:Q125822094 Harri Arnold 150px16px|verweis=d:Q125822144 Robert Hutterer 150px16px|verweis=d:Q125822146 Olaf Eder 150px16px|verweis=d:Q125822148 Wolfram Eder 150px16px|verweis=d:Q125822150 Martin Nagel 150px16px|verweis=d:Q125822157 Harry Zanger 150px16px|verweis=d:Q125822168 Bornaische Straße 4(Grundstück neben Hausnummer 6)120pxrowspan="2" Paul Jonas 150px16px|verweis=d:Q125822188 Frieda Jonas 150px 16px|verweis=d: Q125822207 Bornaische Straße 75 Herbert Thiele 150px16px|verweis=d:Q125822223 Scheffelstraße 21 120pxrowspan="3" Heinz Rosenhain 150px16px|verweis=d:Q125822235 Anna Rosenhain 150px16px|verweis=d:Q125822236 Walter Rosenhain
Eutritzsch Bild Adresse Verlegedatum Inschrift Kurzvita/Anmerkungen Link 150px Delitzscher Straße 82 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d: Q125840114 Theresienstraße 53 Sophie Müller (* 26. März 1880 in Moskau), am 17. Februar 1943 nach Berlin und am 26. Februar 1943 ins KZ Auschwitz deportiert, weiteres Schicksal ungeklärt 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q125840135 Wittenberger Straße 34 rowspan="5" Simon Klarfeld (* 26. Juni 1898 in Drzewica, † 24. September 1943 im KZ Auschwitz), lebte mit seiner Familie ab 1930 in Leipzig, gesamte Familie emigrierte am 28. Oktober 1938 nach Amsterdam und kam ins Durchgangslager Westerbork, deportiert am 21. September 1943 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q125840155 Wittenberger Straße 34 Irma Klarfeld, geb. Migus (* 6. Februar 1902 in Wolbrom, † 24. September 1943 im KZ Auschwitz), deportiert am 21. September 1943 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q125840156 Wittenberger Straße 34 Lena Klarfeld (* 25. Juni 1925 in Halberstadt, † 30.09.1942 im KZ Auschwitz), deportiert am 28. September 1942 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q125840158 Wittenberger Straße 34 Thea Klarfeld (* 15. März 1927 in Halberstadt, † 24. September 1943 im KZ Auschwitz), deportiert am 21. September 1943 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q125840160 Wittenberger Straße 34 Georg Klarfeld (* 26. Juni 1932 in Leipzig, † 24. September 1943 im KZ Auschwitz), deportiert am 21. September 1943 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q125840179 Wilhelm-Sammet-Straße 10rowspan="4" Max Meyerstein 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q125840191 Wilhelm-Sammet-Straße 10 Anna Meyerstein 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q125840195 Wilhelm-Sammet-Straße 10 Paul Meyerstein 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q125840196 Wilhelm-Sammet-Straße 10 Jeanette Meyerstein 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q125840210 Wilhelm-Sammet-Straße 11(früher Bleichertstraße)rowspan="2" Adolf Abraham Fechenbach (* 14. August 1887 in Bad Mergentheim, † 1944/45 in Auschwitz), Kaufmann und Inhaber einer Firma für Rohprodukte, am 19. September 1942 nach Theresienstadt und am 9. Oktober 1944 nach Auschwitz deportiert und ermordet 150pxweitere Bilder | 16px|verweis=d:Q125840229 Wilhelm-Sammet-Straße 11(früher Bleichertstraße) Gisela Fechenbach, geb. Graf (* 18. August 1887 in Glogau, † 1944/45 in Auschwitz) wurde mit ihrem Mann deportiert und ermordet
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