Westewitz ist ein Ortsteil der Gemeinde Großweitzschen im Landkreis Mittelsachsen in Sachsen. mini|Hochwehr über die Freiberger Mulde Geografie und Verkehrsanbindung Der Ort liegt südwestlich des Kernortes Großweitzschen an der Kreisstraße K 7542. Durch den Ort fließt der Zieschbach. Er mündet in die am südwestlichen und südlichen Ortsrand fließende Freiberger Mulde. Weiter südlich verläuft die B 175.

Geschichte 1241 übertrug Mgf. Heinrich der Erlauchte dem Kloster Buch die Mühle in Westewiz, die Albert von Hartha aufgelassen hatte.Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 371. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 33. 1254 erfolgte die Übertragung des Dorfes Westewiz selbst, das die von Hartha aufgelassen hatten.Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 545. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 37. Der Abt verlehnte nun Teile selbst wieder weiter, denn 1271 ließen Albertus, Theodericus, Cunradus fratres de Westhewiz dem Abt ihre Lehen auf (zwei Gärten und die Fischerei) und erhielten dafür sechseinhalb Mark. Sie versicherten, dass ihr abwesender Bruder Heinrich zustimmen wird.Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 774. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 60. 1286 verkaufte Mgf. Heinrich an das Kloster das Ober- und Niedergericht in Westhewitz,Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 1121. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 75. wobei der Burggraf von Meißen auf den dritten Pfennig verzichtete, der ihm als Burggraf von Meißen zustand.Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 1123. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 76. 1290 bezeugte der Burggraf von Leisnig eine Änderung der Lehen in Westuwizc.Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 1300. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 94. Albert von Westewitz hatte sein Viertel und das des Dietrich an den Abt verkauft, und als Lehen wieder erhalten, um es seiner Frau als Leibgedinge zu übergeben. 1325 wurde vom Abt von Altzella ein Streit zwischen dem Kloster und den Brüdern von Staupitz um die Grenzen der Fischereirechte zwischen Westewitz und Pischwitz geschlichtet.Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 2341. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 143. 1333 kaufte das Kloster Buch noch restliche Rechte.Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 2629. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 159. 1548 nennt das Amtserbbuch von Kloster Buch zu Westewitz „9 besessene Mann, darunter 4 Pferdner, die sind alle dem Kloster Buch lehen- und zinsbar“ mit 10 Hufen.siehe unter Weblinks: Repertorium Saxonicum des ISGV Das Obergericht und das Erbgericht gehörten ins Amt.

Der Ort war stets nach Großweitzschen gepfarrt.

Naturschutzgebiete Nördlich erstreckt sich das 19,24 ha große Naturschutzgebiet (NSG) Hochweitzschener Wald und westlich, im Bereich der Nachbargemeinde Hartha, das 11,52 ha große NSG Staupenbachtal (siehe Liste der Naturschutzgebiete in Sachsen, NSG Nr. C 92 und C 96).

Persönlichkeiten Rainer Kirsch (1934–2015), Schriftsteller und Lyriker, wuchs in Westewitz auf Wolfgang Kirsch (1938–2010), Altphilologe , geboren in Westewitz

Weblinks

Westewitz im Repertorium Saxonicum des ISGV, Amtserbbuch Kloster Buch.

Einzelnachweise

Kategorie:Großweitzschen Kategorie:Ort im Landkreis Mittelsachsen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Mittelsachsen) Kategorie:Gemeindeauflösung 1994