Beate Regina Kiupel (* 1962Klaus Witzeling: Die junge Ohnsorg-Generation, Hamburger Abendblatt vom 27. Juni 2005, abgerufen am 6. Juli 2015 in HamburgDagmar Seifert: Aus dem Ohnsorg Theater rutfischt – Beate Kiupel, kultur-port.de vom 10. April 2011, abgerufen am 6. Juli 2015) ist eine deutsche Schauspielerin und Hörspielsprecherin.
Leben Während eines Urlaubsaufenthaltes ihrer Eltern in Hamburg kam Beate Kiupel als Tochter eines Im- und Exportkaufmanns in einer Entbindungsstation auf dem Gelände der damaligen Alsterdorfer Anstalten auf die Welt; die Familie lebte zu der Zeit aus beruflichen Gründen des Vaters in Hongkong. Als Kiupel zwei Jahre alt war, zogen die Eltern mit ihr und ihrer älteren Schwester Birgit, einer Historikerin, Autorin und Zeichnerin, nach Hamburg. Nach dem Abitur erlernte sie den Beruf der Industriekauffrau, nahm dann aber Unterricht an der Schauspielschule von Hildburg Frese, nachdem sie schon im Schul- und später am Amateurtheater erste Bühnenerfahrungen gemacht hatte. Im letzten Jahr ihrer Ausbildung spielte sie bereits am Staatstheater Braunschweig, dem sie knapp zwei Jahre angehörte und wo sie in Stücken wie Bluthochzeit von Federico García Lorca, Das Haus in Montevideo von Curt Goetz oder Ibsens Peer Gynt auf der Bühne stand.
Ende der 1980er Jahre kehrte Beate Kiupel nach Hamburg zurück und sprach an verschiedenen Theatern vor, unter anderem auch am Ohnsorg-Theater, wo sie zunächst in einem Weihnachtsmärchen in hochdeutscher Sprache besetzt wurde. Zwei Wochen vor der Premiere des Stückes Een Matjes singt nicht mehr musste sie für eine erkrankte Kollegin einspringen und stand so neben Jochen Schenck, Herma Koehn und anderen zum ersten Mal in einer großen plattdeutschen Rolle auf der Bühne an den Großen Bleichen. Seit 1988 gehört Beate Kiupel zum festen Ensemble des Ohnsorg-Theaters. Hier war sie u. a. als Titelfigur in Rose Bernd von Gerhart Hauptmann oder als Hannchen in der Operette De Vedder ut Dingsda nach Eduard Künneke zu sehen, spielte in Schwänken wie den Ohnsorg-Klassikern Twee Kisten Rum und Tratsch op de Trepp, ferner in De Kaktusblüüt, Charleys Tante oder in dem Musical Rock op platt. Einige Stücke unter Kiupels Mitwirkung waren auch als hochdeutsche Inszenierungen im Fernsehen zu sehen.Beate Kiupel bei kulturportal.de, abgerufen am 6. Juli 2015
Gemeinsam mit ihren Schauspielkollegen Jan Fedder und Jochen Busse stand sie in der Vergangenheit als Moderatorin von Fernsehformaten wie Nur das Beste oder Lachen macht Spaß vor der Kamera, in denen Sketch-Klassiker aus verschiedenen Jahrzehnten präsentiert wurden.Programmhinweis für den 13. März 2010, abgerufen am 6. Juli 2015Programmhinweis für den 31. Dezember 2012, abgerufen am 6. Juli 2015 Daneben ist Beate Kiupel auch als Sprecherin von niederdeutschen Hörspielen tätig, gastiert mit hoch- und plattdeutschen Lesungen in kulturellen Einrichtungen Norddeutschlands und wirkt bei szenischen Stadtrundgängen in ihrer Geburtsstadt mit.BELA: "Liebe ist das Wichtigste!", Hinz&Kunzt vom 6. Juni 2014, abgerufen am 6. Juli 2015
Aufzeichnungen aus dem Ohnsorg-Theater 1988: Wenn du Geld hast 1988: Ein Matjes singt nicht mehr 1989: Ein Mann ist kein Mann 1989: Die Deern ist richtig 1992: Durchgangsverkehr 1994: Nebel im Paradies 1995: Der Bürgermeisterstuhl 1999: Plünnenball 1999: Ein Hansen zuviel 2000: Hamburger Bier 2000: Morgen wird alles anders 2001: Reif für Rimini 2003: Ein Fall fürs Himmelbett 2004: Thea Witt macht nicht mit 2004: Das Geld liegt auf der Bank 2007: Schwarze Hochzeit 2008: Drei Mann an der Küste 2009: Ein gemütlicher Abend 2010: Geld verdirbt den Charakter
Filmografie 1991: Leonie Löwenherz – Kleinstadt-Safari 1996: Die Ohnsorgs 1996: Tatort – Parteifreunde 1999: Die Rettungsflieger – Der Schock 1999: Stubbe – Von Fall zu Fall: Die Seherin
Hörspielproduktionen (Auswahl) 1995: Egen Fleesch un Bloot – Regie: Wolfgang Schenck 1995: Dat Verspreken – Regie: Edgar Bessen 1999: Dat Glück kummt dör dat Telefon – Regie: Hans Helge Ott 2000: Huus achter'n See – Regie: Ursula Hinrichs 2001: Börsen-Feever – Regie: Edgar Bessen 2006: Een Held in'n Dörpskroog – Regie: Hans Helge Ott 2006: Ünner den Melkwoold – Regie: Hans Helge Ott 2009: Hungern un Freten – Regie: Ilka Bartels 2010: Wilma un Karl – Regie: Hans Helge Ott 2010: SchnappSchuss – De Krimi op Platt (Folge: DNA ut Oklahoma) – Regie: Wolfgang Seesko 2011: Njorka un de Fents vun'n Sommer – Regie: Ilka Bartels 2012: Ik kenn di nich – Regie: NN 2014: Muuschmobil – Regie: Ilka Bartels 2016: De Hund von Buscherby – Regie: Hans Helge Ott
Weblinks
Beate Kiupel in der ARD-Hörspieldatenbank
Einzelnachweise
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