Adolph Oppenheim (* 16. Januar 1816 in Königsberg; † 3. April 1894 in Berlin) war ein deutscher Landwirt und Rittergutbesitzer.

Leben Der Landwirt Adolph Oppenheim war der zweite Sohn des Königsberger Bankiers Martin Wilhelm Oppenheim (1780–1863) und Rosa, geb. Alexander (1792–1849), sowie der Schwiegersohn des Bankiers Marcus Warschauer (1777–1835).

mini|Villa Oppenheim, Gut Fuchsberg, Kreis Fischhausen Adolph Oppenheim erwarb 1840 das Rittergut Fuchsberg im Kreis Fischhausen, Regierungsbezirk Königsberg, Ostpreußen mit einer Gesamtgröße von 390 HektarGüter des Landkreises Fischhausen von 1879 und ließ dort ein herrschaftliches Haus erbauen.

1853 veräußerte Oppenheim das Gut an Carl Leopold Andrié und wechselte nach Berlin, wohin sich der Schwerpunkt der Familie Oppenheim verlagert hatte.

1865 Jahren erwarb er das zuvor der Familie Thaer gehörende „Rittergut Rüdersdorf“ bei Berlin in Hennickendorf mit 2000 Morgen Land.Zeittafel von Rüdersdorf, abgerufen am 2. Juli 2015. Das zugehörige Gutshaus befindet sich heute noch nahe dem nördlich von Rüdersdorf gelegenen Hennickendorf, auf der Berliner Straße 20.Rittergut Rüdersdorf, zugehöriges Gutshaus Im Juli 1872 eröffnete der Rittergutsbesitzer Oppenheim zu Rüdersdorf eine 12,5 km lange Industriebahn zwischen dem Stienitzsee und dem Dorf Herzfelde in der Schmalspur von 750 mm, die ausschließlich dem Güterverkehr diente und Anschluss zu den Ziegeleien in Herzfelde besaß. Oppenheim war bei Bohrungen auf Glindower Ton gestoßen. Seit Entdeckung der großen Tonvorkommen am Stienitzsee entstanden zahlreiche Ziegeleien.Abhandlungen zur geologischen Specialkarte von Preussen und den Thüringischen Staaten. Preussische Geologische Landesanstalt. Neumann’schen Kartenhandlung, Berlin 1872, S. 131, S. 139; .

Nach Adolph Oppenheims Tod wurde das Rittergut, nun 3.900 Morgen groß, von seinem ältesten Sohn Otto Oppenheim (1841–1908) mit Ziegeleien, Tongruben und einer KleinbahnNo. 83. Genehmigungsurkunde für die Oppenheimsche nebenbahnähnliche Kleinbahn, Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin, Potsdam, den 4. Februar 1901 bewirtschaftet.Otto Oppenheim als Besitzer der Rittergüter in Rüdersdorf und Kagel: Fischereiablösung, 1891 bis 1893 auf Archivdatenbank.gsta.spk-berlin.de 1907 verkaufte er es an August Thyssen junior.

Familie Adolph Oppenheim heiratete seine Cousine Marie Josephine Warschauer (1820–1883). Sie hatten drei Söhne Otto, Adolph und Paul und eine Tochter Rosa. Die Eltern lebten teils in Berlin und später auf dem Rittergut Rüdersdorf bei Berlin, welches der älteste Sohn Otto mit übernahm. Otto Alexander Wilhelm Marcus Oppenheim (1841–1908) Marie Alexandrine Rosa Oppenheim (* 1843) heiratete 1865 Karl Wilhelm Borchardt. Es gab Spekulationen, dass nach Borchardts Tod Rosa ein Kind mit Karl Weierstraß hatte.Carl Wilhelm Borchardt, Biografie. mcs.st-and.ac.uk (englisch) Adolph Oppenheim (1852–1924) Paul Oppenheim

Literatur

Weblinks Rittergut Rüdersdorf, zugehöriges Gutshaus Bild Postkarte: Blick auf das Rittergut Rüdersdorf in Hennickendorf Rüdersdorf

Einzelnachweise

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