Clemens Graf von Wedel-Gödens (* 15. Oktober 1866 in Oldenburg (Oldenburg); † 16. Mai 1945 in Großneuhausen) war ein deutscher Verwaltungsbeamter, Parlamentarier und Rittergutsbesitzer.
Leben mini|rechts|Das Schloss Großzschocher um 1910 Clemens Graf von Wedel war der älteste Sohn des großherzoglich-oldenburgischen Oberschenks und Oberstallmeisters Clemens Graf von Wedel (1829–1907) und der Constance Freiin von Falkenstein, einer Tochter der Henriette Gruner, Gutsherrin auf Groß Zschocher mit Windorf, und des sächsischen Staatsministers Johann Paul Freiherr von Falkenstein.
Er studierte Rechtswissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 1886 wurde er Mitglied des Corps Saxo-Borussia Heidelberg. Nach dem Studium und der Promotion zum Dr. jur. trat er in den preußischen Staatsdienst ein. 1896/97 absolvierte er das Regierungsreferendariat bei der Regierung in Merseburg.Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Bestand I. HA Rep. 125, Nr. 5308. Von 1899 bis 1904 war er Landrat des Landkreises Leer.Rolf Jehke (Hrsg.): Landkreis Leer Verwaltungsgeschichte und Landratsliste. Territorial.de. 1904 wechselte er als Landrat in den Landkreis Hannover, wo er bis zu seiner Pensionierung am 1. April 1930 im Amt war.Rolf Jehke (Hrsg.): Landkreis Hannover Verwaltungsgeschichte und Landratsliste. In: Territorial.de. mini|Grab in Großneuhausen Wedel war Besitzer des Ritterguts Großzschocher bei Leipzig.Otto Gerlach (Hrsg.): Kösener Corpslisten 1960. C. L. Mettcker & Söhne Jever. Im Selbstverlag des Verbandes Alter Corpsstudenten, Kassel 1961, 66/936. Er war 1901 bis zum 1. September 1919 Abgeordneter zum Provinziallandtag der Provinz Hannover. Nachrücker im Provinziallandtag war Gustav Bratke.
Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof in Großneuhausen.
Familie Clemens war seit 1911 verheiratet mit Pauline Gräfin von Wedel (1881–1964), einer der fünf Töchter des sachsen-weimarer Oberhofmarschalls Oskar Graf von Wedel und der Schriftstellerin Maria von Wedel. Seine Frau war zuvor seit 1904 Hofdame in Weimar und seit 1906 Hofdame bei der Herzogin Elisabeth von Mecklenburg gewesen.
Das Ehepaar hatte vier Kinder: Gustav Wilhelm (1912–2004) ⚭ 1942 Sophie Gräfin von Bellegarde (1914–1977) Viktoria (1914–1993) ⚭ 1935 Hans-Peter von Helldorff (1907–1972), Verwalter des Gutes Schloss Bedra Elisabeth (1916–2009), spätere Geschäftsführerin der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft, ⚭ 1940 Wolfgang Graf und Herr von Werthern-Beichlingen (1910–1940, gefallen) Carl-Stephan (1920–1941), gefallen
Literatur Beatrix Herlemann, Helga Schatz: Biographisches Lexikon niedersächsischer Parlamentarier 1919–1945. In: Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen. Band 222; Hahnsche Buchhandlung, Hannover 2004, ISBN 3-7752-6022-6, S. 381–382. Hans Friedrich von Ehrenkrook, Carola von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen von Flotow, Walter von Hueck, u. a.: Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser A (Uradel). 1962. Band IV, Band 28 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg/Lahn 1962, S. 525 f.
Einzelnachweise
Kategorie:Verwaltungsjurist Kategorie:Landrat (Landkreis Leer) Kategorie:Landrat (Landkreis Hannover) Kategorie:Landwirt (Deutschland) Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Clemens Kategorie:Mitglied des Provinziallandtages von Hannover (Königreich Preußen) Clemens Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1866 Kategorie:Gestorben 1945 Kategorie:Mann